Davos' spektakuläre Aufholjagd
HC Davos
Genève-Servette HC
Spielbericht
Davos - Als nach dem ersten Drittel Servette mit 4:1 in Davos führte, hätte wohl kaum einer mit einem Sieg des Heimteams gerechnet.
Davos´ Trainer Arno Del Curto war nach dem Startabschnitt gefordert. Der impulsive Bündner stellte seine Sturmreihen komplett um und schickte ab dem zweiten Drittel Josef Marha gemeinsam mit Niklas Hagman und Joe Thornton aufs Eis.
Vor allem der Finne blühte mit den neuen Sturmpartnern förmlich auf und zeigte eine seiner besten Saisonleistungen, welche er mit zwei Tore krönte. Auch Marha gelang neben Thornton (fünf Assists!) endlich wieder ein Treffer. Es war der erste Torerfolg des Tschechen nach fast 550 Minuten und acht Partien.
Den Sieg im Schlussabschnitt sicherten dann Spieler mit Schweizer Pass. Michael Riesen war im Powerplay erfolgreich, Jan von Arx traf kurz vor Schluss in Unterzahl, als Servette den Goalie durch einen sechsten Feldspieler ersetzt hatte.
Dabei schien Servettes Trainer Chris McScorley einmal mehr einen glückhaften Griff in seine Trickkiste getätigt zu haben, als er nach dem 1:1-Ausgleich der Davoser ein Timeout nahm. Keine Minute später erzielten Thomas Déruns und Kevin Romy die Tore zur scheinbar komfortablen Führung.
Und als noch vor der ersten Pause Déruns erstmals in seiner Karriere überhaupt ein zweiter Treffer gelang in einem NLA-Spiel, schien Servette auf gutem Weg zum vierten Sieg de suite. Am Ende traten die Genfer den langen Heimweg jedoch ohne Punkte an.
