GCK Lions erkämpfen sich Punkt in Basel
EHC Basel
GCK Lions
Spielbericht
Der EHC Basel blieb zum vierten Mal in Folge ohne Sieg. Gegen die kämpferisch gut dagegenhaltenden GCK Lions reichte es nur zu einem 1:1.
Einen Punkt aus drei Spielen, das ist zu wenig für die Ambitionen des EHC Basel. Vor allem wegen der Konteranfälligkeit verlor man Punkte. Zu Hause gegen die GCK Lions wäre die Rückkehr auf die Siegerstrasse gefordert. Den Gegner mit dem Ruf der schnellsten Mannschaft der Liga als Medizin gegen die Konteranfälligkeit? Kaum vorzustellen und so waren es auch die GCK Lions, welche mit einem Gegenstoss in Führung gingen. Nicht jedoch mit den jungen Wilden, sondern mit dem Oldie Mike Richard, dem einzigen Spieler im ZSC-Farmteam, der nicht in den 80-er-Jahren geboren wurde. Der 38-jährige Kanadier versuchte es dementsprechend auch nicht mit einem Solo, sondern schoss bereits von der blauen Linie aus und bezwang Patrick Schöpf in der 14. Minute entgegen den Spielverlauf zum 0:1, denn die Basler hatten sich mehr als doppelt so viele Chancen erspielt, doch hielt der erst 17-jährige GCK-Torhüter Leonardo Genoni seine Mannschaft in relativ lockerer Art im Spiel und zeigte, dass er nicht umsonst die Nummer 1 bei den GCK Lions und im U18-Nationalteam ist.
Im Mitteldrittel versuchten die Basler, den Druck zu erhöhen – ohne dass sich jedoch etwas am Resultat ändern sollte. Die grössten Chancen vergaben Jarno Peltonen und Thomas Nüssli alleine vor Genoni. Peltonen wollte nach einem Solo in Unterzahl Genoni zum Ausgleich umspielen, wurde jedoch zurückgehalten und beschwerte sich lautstark, aber vergeblich über den nicht zugesprochenen Penalty. Nüssli versiebte ungestört, jedoch mit einem Schuss neben dem Tor die grosse Chance zum Ausgleich 49 Sekunden vor Ende des Mitteldrittels. Die Basler hatten Mühe, nicht nur das Spiel zu dominieren, sondern auch aussichtsreiche Chancen zu kreieren. Zuviel war vorhersehbar und zunehmend gingen die GCK Lions mit harten Sitten gegen die Basler vor. Zumeist aber standen sie kompakt in der Abwehr, nahe am Mann und mit wenig Spielraum für den Gegner. Oft liess der Schiedsrichter aber Unsauberkeiten und Fouls aus Überlastung durchgehen und die Basler liessen sich zu Gegenaktionen provozieren. So ging etwa nach einem Stockschlag von Matthias Bieber Basels letztjähriger NHL-Spieler Rob Zamuner auf den Torhüter Genoni los und setzte so eine Prügelei mit Daniel Schnyder ein. Die Basler kamen dadurch zum Powerplay und der GCK-Topscorer Gian-Carlo Hendry leistete seiner Mannschaft eine Minute später mit einer dummen Attacke gegen Andreas Zehnder einen Bärendienst, erhielt eine Fünfminutenstrafe und zeigte auch noch seinen Stinkefinger zum Publikum. Die Basler kamen zur doppelten Überzahl und nutzten wenigstens diese auch aus: Mit einem Schuss aus einigen Metern Entfernung traf der EHC-Topscorer Juha Riihijärvi zum hochverdienten Ausgleich 44 Sekunden nach Hendrys „Hilfeleistung“. Doch die Basler verpassten es den Rest der Strafe zu ihren Gunsten zu nutzen und kassierten fast noch einen Shorthander, als Richard alleine vor Schöpf auftauchte, aber scheiterte. Die Basler blieben zwar initiativ, doch so richtigen Siegeseifer merkte man den Hausherren nicht an. Die grösste Chance vergab der Torschütze Riihijärvi mit einem Lattenschuss in der 58. Minute. Zu mehr reichte es nicht. Zwar bekamen die Basler in der Verlängerung nochmals eine Powerplay-Gelegenheit, doch gegen das kompakte ZSC-Farmteam reichte heute nur eine doppelte Überzahl zum Torerfolg und die gab es nur einmal im Spiel. So trennte man sich 1:1. Für die GCK Lions war es eher ein hart erkämpfter als ein gestohlener Punkt trotz statistischer Unterlegenheit.
