Turn–Around geschafft?
SC Bern
SC Rapperswil-Jona
Spielbericht
In einem nur im ersten Drittel von Spannung und Emotionen geprägten Spiel, gewannen die Berner verdient mit 7 – 2 Toren. Die Rapperswiler waren nicht mehr zu erkennen, ebenso auch die Berner nicht. Hatten am Samstag Abend die cleveren Rapperswiler das bessere Ende für sich behalten, so waren es heute Abend die Berner, welche mit einer geschlossenen und cleveren Mannschaftseinstellung das Spiel für sich entscheiden konnten. Die neuen Anführer der Berner hiessen Dany Heatley, Dan Brière, Christian Dubé und Yves Sarault. Die Indianer Ivo Rüthemann, Thomas Ziegler und ein wieder erstarkter Beat Gerber, der endlich wieder seine Leistungen abrufen konnte. Auf Seiten der Rosenstädter konnten die Ausländer nicht nahtlos an ihre Leistungen des gestrigen Spieles anknüpfen und blieben weit unter ihren Erwartungen. So „gewannen“ die Berner diese beiden Direktbegegnungen mit 9 – 8 Toren.
Die Berner hatten vieles zu beweisen heute Nachmittag in der BernArena, tauchten sie doch Gestern unnötig gegen die Rapperswiler. So kamen die Berner auch geladen aus den Garderoben und bestimmten das Spielgeschehen von Anfang an. Immer wider tauchten sie mit schnellen gegen Angriffen gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf und sorgten so für das dringend benötigte Feuer im Spiel. Dennoch brauchte es eine dumme Strafe der Gäste ehe die Berner durch einen satte Direktabnahme von Dan Heatley mit 1 – 0 in Führung ging. Danach machten die Berner endlich das, was sie können. Sie sprinteten in die Ecken, holten die Scheiben aus den Ecken und spielten zum ersten Mal in dieser Saison richtig auf den Körper. Die Rapperswiler waren zu bedauern, konnten sie doch aus den wenigen Chancen, welche sie hatten nichts zählbares machen. Waren sie einmal in Überzahl, so standen die Berner Verteidiger klug, oder die Scheibe prallten am Torhüter Marco Bührer ab. Nach und nach erhöten die Berner den Druck auf das Tor der Gäste und so waren diese in der 11. Minute unter dauer Beschuss und konnten das 2 – 0 nur dank Glück verhindern, stand doch Yves Sarault bei diesem Treffer schon länger im Torraum, welches auch der Schiedsrichter Danny Kurmann sah und so den Treffer nicht geben konnte. Nach und nach kamen nun aber auch die Rosenstädter in das Spiel zurück und kamen zu guten Chancen. Speziell als Dany Heatley, wegen einem unnötigen Foul, auf die Strafbank musste, konnten die Rapperswiler schnell spielen und den nötigen Raum gut nutzen. Dennoch wollte ihnen nichts zählbares gelingen und so konnten die Berner den Vorsprung verwalten und hatten sogar in den letzen 10 Sekunden des ersten Drittels noch das 2 – 0 auf dem Stock. Doch Brière und Heatley scheiterten beide am nun besser spielenden Marco Streit.
Im zweiten Drittel spielten nur noch die Berner. Die Gäste aus der Rosenstadt hatten gegen die massierten Vorstösse der Gastgeber keinen Hauch einer Chance. Immer wieder tauchten die Hauptstädter gefährlich vor dem Tor der Gäste auf und brachten den bedauernswerten Marco Streit immer wie mehr in Verlegenheit. So konnte der SC Bern innerhalb von 12 Minuten vom 1 – 0 auf 5 – 0 erhöhen. Nun war das Spiel gelaufen und es war nur noch eine Frage, wie hoch die Berner gewinnen würden. Auffallend am Spiel der Berner war, dass sie am meisten Gefahr vor das Tor der Gäste brachten, wenn Dany Heatly und Dan Brière auf dem Eis waren. Diese beiden schienen den Bernern gut zu tun und so wurde auch um jede einzelne Scheibe gekämpft. Keiner der Berner wollten sich hinter den grossen Namen verstecken und suchten die Verantwortung, was im bisherigen Saisonverlauf selten zu sehen war. Jeder Spieler, der Eiszeit bekam, zerriss sich für die Mannschaft, fuhren in die Zonen, in denen es blaue Flecken absetze und so sorgten sie auch für Druck vor dem Tor der Gäste. Es schien, als wollte sich jeder Spieler seine Eiszeit beim Trainer erkämpfen und erarbeiten.
Im dritten Drittel liessen es die Berner gemütlich angehen. Sie schraubten das Tempo zurück und werteten die Strafen konsequent aus. Die Rapperswiler wurden mit jeder Minute müder und die Berner schossen aus jeder Lage auf das Tor. Die Gäste versuchten nun das Spiel einfach noch über die Runde zu bringen und nicht noch mehr Tore zu erhalten. So plätscherte das Spiel vor sich hin und die Berner Fans feierten ihre Mannschaft wieder einmal. In den letzen Minuten des Spieles gelang den Rapperswilern noch zwei Tore durch Mikko Eloranta und den Bernern noch eins durch Heatley, doch war dies nicht mehr Spiel entscheidend und so konnten die Berner dieses Spiel ungefährdet über die Distanz bringen.
In der Geschäftsleitung machte sich schon während dem Spiel Erleichterung breit und man konnte merklich fühlen, wie eine riesen Last von den Schultern der Verantwortlichen fielen. Doch müssen nun die Berner aufpassen, dass sie nicht zu sehr in eine Euphorie verfallen und im nächsten Spiel gegen die Kloten Flyers nicht in die alte Spielweise zurück fallen. Denn auch die Flyers befinden sich nun, nach dem Trainerwechsel, auf dem aufsteigenden Ast. Die nächsten Spiele werden sicher Wegweisend sein für die Zukunft vom Coach der Berner Alan Haworth, denn sollten diese positiv ausfallen, dann wären wohl die Stimmen über eine Trainerentlassung verstummt. Wenn nicht, wird unter den Lauben der Berner Altstadt wieder heftig um seine Zukunft diskutiert.
