Basel sticht HCC-Wespen aus
EHC Basel
HC La Chaux-de-Fonds
Spielbericht
Der EHC rehabilitiert sich vor eigenem Publikum für die 0:1-Heimniederlage gegen Visp und kehrt mit dem 3:0-Sieg über La Chaux-de-Fonds wieder souverän auf die Siegerstrasse zurück. Für den HCC war es die erste Saisonniederlage.
Im Spiel der dritten Runde traf der Ligafavorit EHC Basel nach der verunglückten Heimpremiere (0:1 gegen Visp) auf das aufgerüstete und noch ungeschlagene HC La Chaux-de-Fonds. Dass die Neuenburger diese Saison für mehr als den letzten Platz gut sein wollen, zeigten sie bereits, doch in Basel hatten die Neuenburger, welche neu auch ohne den langjährigen NLA-Verteidiger Frédy Bobillier (Knöchelbruch) auskommen mussten, keinen einfachen Stand. Schon von Beginn an sahen sie sich in die Rolle des defensiv agierenden Teams gedrängt, taten dies aber lange gut und kamen ab und zu auch selbst zu Chancen. Doch wie es in solchen Fällen so ist, führten lange Angriffswellen des Gegners früher oder später zu strafwürdigen Aktionen, so erstmals nach elf Minuten. Fortan konnten die Basler für rund fünf Minuten in einfacher oder doppelter Überzahl agieren. Zuerst konnten die Verteidiger Marc Abplanalp und Francesco Bizzozero anstürmende Gegner nur mit Fouls bremsen, dann verschob Lionel Page bei einer Basler Grossoffensive auf das erneut von Sébastien Kohler gehütete Tor das Gehäuse. Es brauchte jedoch rund ein Dutzend Gelegenheiten für ein Tor und die Fans mit ihren hohen Ansprüchen wurden schnell ungeduldig, liessen bei verpatzten Aktionen erste Pfiffe folgen. Doch die Basler liessen sich nicht aus dem Konzept bringen und gingen geduldig weiter in die Offensive. Spätestens in der aus den erwähnten Strafen resultierenden doppelter Überzahl liessen sich die hochkarätigen Basler Sturmreihen nicht zwei Mal bitten und der Finne Juha Riihijärvi wartete ruhig bis zum richtigen Zeitpunkt, um mit einem Weitschuss in der 15. Minute zur erstmaligen Führung zu treffen. Es war eine hochverdiente Führung nach dem ersten Drittel, verbrachte doch Oliver Wissmann mit seinem Saison-Debüt im EHC-Tor im Gegensatz zu seinem Gegenüber eine geruhsame Zeit.
Im Mitteldrittel waren dann die Gäste aus La Chaux-de-Fonds für eigene Offensiv-Aktionen gefordert, doch die Basler kamen mit derart viel Spielfreude und Energie aus der Kabine, dass sie die Offenräume in der HCC-Abwehr gnadenlos auszunützen versuchten, bevor diese überhaupt warm gespielt war. In der 23. Minute kam der Verteidiger Ivan Gazzaroli angespielt vom bisherigen NHL-Stürmer und EHC-Topscorer Rob Zamuner von rechts aus wenigen Metern ziemlich unbedrängt zum Schuss und schon musste Kohler ein weiteres Mal hinter sich greifen. Nur 66 Sekunden später passte der Finne Juha Riihijärvi von rechts seinen Landsmann mit Schweizer Lizenz Jarno Peltonen steil vor dem Tor an, dieser brauchte nur noch zum 3:0 einzuschieben. Angeführt von den sich mit starken Aktionen überbietenden Rob Zamuner und Juha Riihijärvi, brauchten sich die Basler Fans gewiss nicht mehr über schwache Ausländer zu beklagen. Da wurde auch der letzte Basler NLB-Topscorer Martin Bergeron nicht mehr gross vermisst, der heuer für La Chaux-de-Fonds eine eher unauffällige Partie bestritt. In der 36. Minute dann war bereits das 4:0 fällig, doch als zwei Basler vor Kohler standen und vor dem Abschluss standen, verschob der HCC-Stürmer Boris Leimgruber das Tor und wurde dafür mit einer Zweiminuten-Strafe schon eher belohnt als bestraft, das Regelbuch hätte in einer solchen Situation einen Penalty vorgesehen. So blieb es nach zwei Dritteln beim 3:0 und so endete auch das Spiel nach einem Schlussdrittel auf Standgas. Die Basler schienen ihre Energien für den weiteren Saisonverlauf und härtere Spiele zu schonen, während die Chaux-de-Fonniers ihre Punkte für die erhoffte Playoff-Qualifikation anderswo sammeln müssen.
