Saisonstart vor Ausverkaufter Kulisse
SC Bern
HC Fribourg-Gottéron
Spielbericht
Die Berner sind nach dem Meisterschaftsgewinn der letzen Saison definitiv zum Krösus des Schweizer Eishockeys geworden. Nicht nur setze der SC Bern im Vorverkauf 11`203 Saisonabonnemente ab, es kommen pro Spiel nur noch 300 Sitzplätze in den freien Verkauf, sondern war auch das erste Spiel zu Hause Ausverkauft. Die Berner Mannschaft bedankte sich beim ersten Auftritt vor dem eigenen Publikum bereits mit erfreulicher Spiellaune und so konnten die Berner bis in die 30 Minute das Spielgeschehen mehrheitlich kontrollieren und dominieren. Erst als die Berner bereits mit 3 – 0 in Führung lagen und merklich einen Gang zurückschalteten, konnten die überforderten Gäste aus Fribourg mit spielen. Doch zu mehr reichte es den Gästen nicht und so gewannen die Berner das erste Saanestädter Derby klar und diskussionslos mit 5 – 0.
Im ersten Drittel startete der SC Bern konzentriert und liess dem Gegner aus der Saanestadt kaum Möglichkeiten zu. So konnte es nicht erstaunen das die Berner in der neunten Minute durch ein herrliches Tor von Ivo Rüthemann, dem letzt jährigen Topskorer der Berner, mit 1 – 0 in Führung ging. Die Drachen versuchten nun den Druck auf die Berner zu erhöhen, scheiterten aber an der gut gestaffelten Abwehr der Berner oder am ausgezeichnet spielenden Marco Bührer. Dabei viel auf, das die Linie um die Skandinavier Hentunen und Karlberg die Spielbestimmende Linie der Fribourger war. Dennoch wollte den Gästen kein Zuspiel richtig gelingen und immer wieder musste Gian – Luca Mona vor den Angreiffern der Gastgeber klären. Als dann in der 11. Minute der Berner André Rötheli für vier Minuten auf die Strafbank musste, schien die Möglichkeit des Ausgleiches in der Luft zu liegen. Doch die Fribourger scheiterten immer wieder an der Berner Abwehr oder am eigenen Unvermögen, die Scheibe schnell und gerade vor das Tor von Bührer zu bringen. So überstanden die Berner die einzige Phase im ersten Drittel, in welcher die Drachen eine Chance zum Ausgleich gehabt hätten.
Nach der Pause gingen die Berner mit der genau gleichen Konzentration zu werke wir im ersten Drittel. Die Fribourger wurden Phasenweise in ihrem Drittel eingeschnürt und konnten sich kaum befreien. So konnte es nicht erstaunen, das die Berner nach 122 Sekunden bereits auf 2 – 0 erhöhen konnte. Das spiel entwickelte sich nun einseitig und Fribourg schien bereits die Kraft auszugehen. Kurz nach Spielmitte erhöhte Schrepfer, der bereits das 2 – 0 erzielt hatte auf 3 – 0 und Jewgeny Popichin sah sich gezwungen ein Time – Out zu nehmen und seine Mannschaft neu einzustellen. Nach diesem Time – out spielten die Gäste merklich befreiter auf und die Torszenen vor Bührer nahmen zu. Doch dies dem erstarken der Fribourger zu zu führen wäre verfehlt, liessen doch die Berner in ihren Bemühungen nach und konzentrierten sich nur noch auf Resultat halten. Nach und nach wurde nun das Spielgeschehen interessanter und die Fribourger kamen nun ihrerseits zu guten Torchancen, konnten diese aber nicht auswerten. So blieb es zur Pause 3 – 0.
Das letzte Drittel begann wie die beiden ersten geendet hatten. Die Berner befanden sich im Vorwärtsgang, die Gäste aus der Saanestadt in der Defensive. Nach und nach erhöhten die Berner nun wieder den Druck auf das Tor von Gian – Luca Mona und so stand es neun Minuten vor Schluss 5 – 0 für das Heimteam. Nun vielen die Gäste auseinander und konnten nicht mehr überzeugen. Doch den Fribourgern mangelnde Leistung vor zu werfen wäre falsch. Die Berner spielten so kompakt und sicher wie in den Jahren unter Bill Gilligan und dem leider zu früh verstorbenen Brian Leffley. Nichts erinnerte an die Mannschaft der letzen Saison, welche in solchen Spielen die Zeit durchstreichen liess und nicht mehr mit vollem Elan zu spielen schien. Lauffreudig, technisch versiert und körperlich immer an den richtigen Orten präsent, konnten sich die Berner diesen hohen Sieg mehr als nur verdienen. Der in den Medien als Unsicherheitsfaktor gewertet Head – Coach, Alan Haworth, hat sich seinen Respekt mit der richtigen Einstellung der Mannschaft und dem Gelungenen schnellen Wechsel von Angriff auf Defensive mehr als verdient. Dennoch bleibt die Frage erlaubt, wie sich die Berner gegen die Top – Teams der Liga verkaufen werden. Sei dies nun Lugano, Davos oder der ZSC. Den dies Teams haben ein anderes Format als das Team aus der Saanestadt, welches in dieser Verfassung wohl eher um den Ligaerhalt spielen wird, denn um den Einzug in die Play – offs.
