 Background U20-WM 2006/07
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Ein Sieg = Ligaerhalt ohne Zittern
Von Urs Berger
Alle Jahre wieder ist man versucht zu sagen. Die Schweizer müssen im letzten Spiel alles machen, damit sie gewinnen, oder wenigstens nicht zu hoch verlieren. So gesehen ist das Spiel gegen Deutschland ein Charaktertest für die Junioren-Nationalmannschaft. Wird sie den bestehen?
Köbi Kölliker als Garant
Das Spiel gegen die Deutschen wird eine nicht einfache Aufgabe sein für die Schweiz. Sie dürfen sich nicht in die Defensive drängen, sich nicht von den vielen Schüssen der Deutschen aus der Ruhe bringen lassen. Die Verteidigung muss noch sicherer werden und noch besser agieren als in den letzten Spielen. Im Powerplay muss so konzentriert gearbeitet werden wie schon lange nicht mehr und es dürfen sich keine Fehler in der Arbeit einschleichen. Im Boxplay muss die Verteidigung bereit sein, sich in die Schüsse zu werfen und alles aus sich herauspressen. Fehler sind so gut wie möglich zu vermeiden. Doch einfach ist diese Vorgabe nicht zu erfüllen. Die Juniorennationalmannschaft spielt nicht auf dem Niveau, wie die vorhergehenden. Dennoch sollte der Klassenerhalt im Bereich des Möglichen liegen. Die Schweizer haben mit Jakob "Köbi" Kölliker den dienstältesten Juniorennationaltrainer an der Bande, welcher weiss, wie man sich aus solchen Situationen befreien kann. Mit seiner Routine und seinen Erfahrungen aus nun acht Weltmeisterschaften mit der U20-Nationalmannschaft, mit dem Umgang der schwierigen Charakteren, welche sich in der Entwickung befinden, mit all diesen Aspekten ist er sich vieles gewohnt. So kann es denn am Ende sein, dass die Spieler das Spiel entscheiden, aber der grösste Erfolg dem Trainer angerechnet werden muss. Denn ohne ihn wäre die Schweiz ohne eine Erfolgsmeldung sang und klanglos abgestiegen.
IIHF plant Aufstockung
Wie aus verschiedenen Kreisen im Verlaufe des Turniers durchsickerte, plant der IIHF eine Aufstockung der U20-Juniorenverltmeisterschaft. Dies dürfte bei den grossen Nationen, Kanada, USA, Russland, Schweden und Finnland nicht auf viel Gegenliebe stossen. Damit müssten sie mit einem Erstarken der Gegener rechenen, welche man bisher unter Kontrolle hatte. Nicht umsonst spielen hier in Schweden bereits zum fünften Mal innert sechs Jahren die gleichen beiden Teams im Finale. Ebenfalls auffallend ist, dass in den letzten Jahren immer die gleichen Länderauswahlen um den Abstieg gekämpft haben. Die Schweiz, Deutschland, die Slowakei und erneut die Weissrusen sind es in diesem Jahr. Im letzten Jahr waren es die Schweiz, die Slowakei, Norwegen und Lettland. Des Weiteren gibt der Modus Anlass zu Diskussionen. Mit dem jetzigen sind die beiden Erstklassierten nach den Gruppenspielen direkt für den Halbfinale Qualifiziert. Dies bedeutet, dass diese zwei Teams in der Regel auch den Final erreichen. Doch mit einer Aufstockung auf zwölf Mannschaften und mit der Einführung eines richtigen Viertelfinales hätte man die sportliche Bedeutung des Turniers erneut aufgewertet. Noch ist nichts entschieden und der IIHF wird diesen Entscheid an seiner Mai-Versammlung in Moskau fällen. So lange dieser Entscheid noch nicht definitiv ist, so lange wird es einen Absteiger geben. Auch wenn es, wie in diesem Jahr, die Schweiz treffen kann.
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