 Background U18-WM 2007
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Die U18 sechs Jahre nach Silber
Von Martin Merk
Vor sechs Jahren gelang dem Schweizer Eishockey mit der U18-Nationalmannschaft ein grosser Erfolg: Der Gewinn der Silbermedaille in Helsinki und Lahti. Sechs Jahre später kehrt die U18-WM wieder nach Finnland zurück - und die Schweiz als Aufsteiger mit Ambitionen ins Turnier.
Tobias Stephan, Patrik Bärtschi, Severin Blindenbacher oder Romano Lemm - die "Klotener" Jahrgänge um 1984 gehörten zu den grossen Leistungsträgern des damaligen Turniers. Mittlerweile sind die Klotener zwar in der Nachwuchsbewegung keineswegs mehr derart dominierend, doch glauben Experte und Verbandsfunktionäre, dass die Jahrgänge 1989 und 1990 für viel mehr Freude sorgen können als jene der vergangenen Jahre. Zwar wäre ein Medaillengewinn eine Sensation, doch wird innerhalb des Verbandes hinter mehr oder weniger vorgehaltener Hand mehr als nur das "Mindestziel Klassenerhalt" erwartet. Einige sprechen in der Euphorie gar von Kampf um Medaillen oder zumindest vom Erreichen der Top-6. Dies ist seit 2001/02 (Vierter Rang U20-WM) keiner Junioren-Nationalmannschaft mehr gelungen.
Hoffnungsvolle 89-er und 90-er
Im Mittelpunkt bei den NHL-Scouts steht für den Draft dieses Jahres der Stürmer Luca Cunti. Der am höchsten eingeschätzte Schweizer hatte im Inland diese Saison wenig Erfolg, schaffte den Durchbruch in der NLB weder bei den GCK Lions, noch nach einem Wechsel zu Thurgau oder bei der U20-Nationalmannschaft, spielte daher meist bei den Junioren oder in der 1. Liga. Das Turnier wird so zum einmaligen Schaufenster vor der Spielerwahl. Auch auf Roman Schlagenhauf (Kloten) und den Torhüter Damian Ciaccio (Fribourg) dürften die Augen der Talentspäher gerichtet sein. Im Hinblick auf nächstes Jahr und den 90-er-Jahrgang sind die Verteidiger Lukas Stoop (GCK Lions) und der bereits an der U20-WM eingesetzte Roman Josi (Bern) grosse Hoffnungsträger.
Feuerprobe für Hollensteins
Zur Feuerprobe kommt es dabei für die Kloten-Legende Felix Hollenstein. Während er seit einigen Jahren als Assistentstrainer in Kloten amtet, wurde er beim SEHV als Cheftrainer in Junioren-Nationalteams eingearbeitet. Die U18-WM wird nun für ihn der bisherige Höhepunkt der Trainerkarriere und damit eine grosse Herausforderung. Assistiert wird er von seinem einstigen Teamgefährten Manuele Celio. Als Teammanager sprang zudem kurzfristig der frühere, finnische SCB-Trainer Alpo Suhonen ein anstelle von Langnaus Geschäftsführer Martin Bruderer.
Ganz besonders wird für Hollenstein, dass er seinen eigenen Sohn Denis in der Mannschaft hat. Gewiss keine alltägliche Angelegenheit. Weniger erfreulich dagegen ist die Absage vom frischgebackenen Meister Dino Wieser, der sich zu ausgelaugt fühle für die U18-WM. Statt für die Nationalmannschaft zu kämpfen und sich ins Rampenlicht des Scouting-Schaufensters zu stellen, wird er sich nun mit den Meisterfeierlichkeiten begnügen. Schade, dass diese Einstellung zum internationalen Eishockey und einer möglichen NHL-Karriere, wie sie in Davos bei einigen Leistungsträgern vorherrscht, von den Vorbildern auf die jüngeren Spieler übertragen wird.
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