Spenglercup, 5. Spieltag Samstag 30.12.2000



 
 Davos Jokerit Helsinki 
3:1 (0:0, 2:0, 1:1)
Zuschauer
7680 Zuschauer.
Schiedsrichter
Schimm,Peer,Linke.
Skorer
29. Samuelsson (Falloon, Rothen) 1:0.
39. Falloon (Jan von Arx, Samuelsson) 2:0
45. Ott (Baumann) 3:0
 Skorer
48. Varis 3:1
Strafen
6mal 2 Minuten
 Strafen
3mal 2 Minuten
Aufstellung
Rönnquist: Equilino, Gianola; Jan von Arx, Bayer; Strömberg, Häller; Kress; Schocher, Rizzi, Baumann; Bohonos, Miller, Fröhlicher; Rothen, Samuelsson, Falloon; Müller, Ott, Rüthemann.
 Aufstellung
Vesa; Koivisto, Sorochan; Haakana, Kauppinen; Alanko, Saarinen; Luotonen; Hentunen, Cipruss, Varis; Laine, Ruutu, Virtanen; Mikkola, Saarikoski, Törmänen; Heiskanen, Valtonen.
Bemerkungen
Davos ohne Nilsson, Kiprusoff, Fischer und Paterlini (alle geschont). Comeback und Doppeleinsätze von Equilino nach Fingerbruch in der Meisterschaft. 22. Pfostenschuss Virtanen. 37. Lattenschuss Cipruss. Powerplay: Davos 0/3, Jokerit 0/
Bericht:
Der HC Davos beendet die Round Robin am Spenglercup mit sieben Punkten aus vier Spielen. Davos besiegte Jokerit Helsinki mit 3:1 (0:0, 2:0, 1:1). Die Vorentscheidung fiel im Mitteldrittel, als Morgan Samuelsson in der 29. Minute und Pat Falloon in der 39. Minute Davos 2:0 in Führung brachten. Diese beiden Tore entsprachen nicht unbedingt dem Spielgeschehen: Das Schussverhältnis im zweiten Drittel lautete 12:4 zugunsten von Helsinki. Die weiteren Tore erzielten im Schlussdrittel Ralph Ott zum 3:0 für Davos und Petri Varis für Jokerit.

Die Finalteilnahme hatte sich der HCD bereits am Freitagabend trotz einer 2:3-Niederlage nach Verlängerung gegen Team Canada gesichert. Der Finalgegner der Davoser wird am Samstagabend ermittelt. Das Team Canada benötigt gegen Sparta Prag noch einen Punkt, ansonsten steht Titelverteidiger Köln erneut im Endspiel.

Beim HC Davos hütete wohl zum letzten Mal Petter Rönnquist das Tor. Der Schwede, der sich auf der Suche nach einem neuen Klub befindet, hielt nach dem Shutout im Spiel gegen die Kölner Haie seinen Kasten wiederum bis zur 48. Minute rein.
 
 Team Canada Sparta Prag 
5:4 (2:3, 1:1, 2:0)
Zuschauer
6591 Zuschauer.
Schiedsrichter
Bertolotti,Eichmann, Stricker.
Skorer
3. (2:48) Banham (Parks) 1:0.
12. Sheppard (Hogue) 2:2
34. Murray (Roy, Ferguson) 3:3
54. Dubé (Marois) 4:4
60. (59:56) Bright 5:4
 Skorer
4. (3:34) Vujtek (Karpa) 1:1
9. Jaroslav Nedved (Martinec) 1:2
16. Vujtek (Kasparik) 2:3
37. Srek (Vujtek, Hlinka/Ausschluss Murray) 3:4
Strafen
6mal 2 Minuten
 Strafen
6mal 2 Minuten
Aufstellung
Ram (9. Cousineau); Poudrier, Martin; Julien, Zalapski; Chris Belanger, Ratushny; Banham, Parks, Ferguson; Marois, Dubé, Bright; Roy, Murray, Heaphy; Sheppard, Di Pietro, Hogue.
 Aufstellung
Prikryl; Jaroslav Nedved, Zabransky; Aitken, Srek; Dobron, Kroupa; Jirus, Holy; Zelenka, Martinec, Zemlicka; Kratena, Hlinka, Chabada; Vujtek, Kasparik, Slanec; Radek Jagr, Hrbek, Netik.
Bemerkungen
Team Canada ohne Peca und Ledyard (beide verletzt).-- Timeout Sparta Prag (59:25). -- Powerplay: Team Canada 0/3; Sparta Prag 1/2
Bericht:
Davos trifft beim 74. Spenglercup im voraussichtlich ausverkauften Endspiel am Sonntagmittag wie vor zwei Jahren auf das Team Canada. Die Nordamerikaner bezwangen Tschechiens Champion Sparta Prag 5:4. Den Siegtreffer schoss Chris Bright vier Sekunden vor Schluss ins leere Tor. Die spielfreien Kölner Haie mussten die erfolgreiche Titelverteidigung damit abschreiben.

Die Kanadier verdienten sich den Sieg dank ihrer unglaublichen Hartnäckigkeit. Obschon sie dreimal in Rückstand geriet, liess sich die wild zusammen gewürfelte kanadische Auswahl partout nie deutlicher distanzieren und war stets in der Lage, das Geschehen wieder auszugleichen. Das wegweisende 4:4 schoss Lugano-Professional Christian Dubé, womit er seiner Equipe die insgesamt neunte Finalteilnahme frühzeitig sicherte.

Zum Abschluss der so genannten «Round Robin» stand zu Beginn das offensive Spektakel im Zentrum. Sowohl Canada als auch Sparta leisteten sich in der Abwehr unzählige Nachlässigkeiten. Erster Leidtragender dieser defensiven Nonchalance war der kanadische Torhüter Jamie Ram. Nach nur gerade neun Minuten und zwei (vermeidbaren) Gegentoren durch Vujtek sowie Nedved ersetzten ihn die Coaches durch Marcel Cousineau, der in der Folge lange keinen sonderlich besseren Eindruck hinterliess und sich erst in der Schlussphase zu steigern vermochte.

Der Start gelang den Canada Selects optimal. Praktisch mit der ersten Chance der Partie traf Frank Banham vom finnischen SM-Ligisten Espoo Blues mit seinem vierten Spenglercup-Tor zum 1:0. Mit zwei Treffern innerhalb von fünf Minuten fiel die Reaktion Spartas höchst erfolgreich und effizient aus. Lange fanden die Kanadier gegen die wendigen Tschechen kein Rezept.

Der HC Davos schloss die Vorrunde beim eigenen Turnier mit einem problemlosen 3:1-Sieg gegen Helsinki und sieben Punkten aus vier Partien als Zweiter ab. Die Vorentscheidung fiel im Mittelabschnitt, als Morgan Samuelsson in der 29. Minute und Pat Falloon in der 39. Minute Davos 2:0 in Führung brachten, obschon die Finnen im zweiten Drittel dreimal mehr aufs das Tor der Einheimischen geschossen hatten. Die weiteren Treffer schossen Ralph Ott zum 3:0 für Davos und Petri Varis setzte Jokerits Torflaute mit dem 1:3 ein Ende.

Die Finalteilnahme hatten sich die Bündner, die mit Goalie Weibel, Center Miller und Flügel Bohonos drei Spieler des Allstars stellen, bereits am Freitagabend trotz einer 2:3-Overtime-Niederlage gesichert. Gegen Canada bietet sich der Equipe von Trainer Arno Del Curto (wieder einmal) die Möglichkeit, die prestigeträchtige Eishockey-Exhibition erstmals seit 1958 wieder zu gewinnen. Damals bezwang der HCD im Endspiel Diavolo Milano 6:2. Die Kanadier sammelten seit Einführung des Finalspiels 1986 acht Trophäen. Der letzte Titelgewinn liegt zwei Jahre zurück.

Die Finalteilnahme hatte sich der HCD bereits am Freitagabend trotz einer 2:3-Niederlage nach Verlängerung gegen Team Canada gesichert. Der Finalgegner der Davoser wird am Samstagabend ermittelt. Das Team Canada benötigt gegen Sparta Prag noch einen Punkt, ansonsten steht Titelverteidiger Köln erneut im Endspiel.

Beim HC Davos hütete wohl zum letzten Mal Petter Rönnquist das Tor. Der Schwede, der sich auf der Suche nach einem neuen Klub befindet, hielt nach dem Shutout im Spiel gegen die Kölner Haie seinen Kasten wiederum bis zur 48. Minute rein.