Spenglercup, 2. Spieltag Mittwoch 27.12.2000



 
 Jokerit Helsinki Team Canada 
0:3 (0:1, 0:1, 0:1)
Zuschauer
7680 Zuschauer (ausverkauft).
Schiedsrichter
Bertolotti,Stricker,Eichmann.
Skorer
 Skorer
5. Banham (Ferguson/Ausschluss Laine) 0:1.
20. (19:02) Sheppard (Parks, Hogue) 0:2
55. Banham (Parks, Ferguson) 0:3
Strafen
3mal 2 Minuten
 Strafen
3mal 2 Minuten
Aufstellung
Vesa; Sorochan, Koivisto; Kauppinen, Haakana; Alanko, Saarinen; Luotonen; Törmänen, Benda, Deyell; Varis, Cipruss, Hentunen; Ruutu, Saarikoski, Mikkola; Laine, Heiskanen, Virtanen.
 Aufstellung
Cousineau; Ratushny, Measures; Julien, Zalapski; Poudrier, Martin; Belanger, Ledyard; Marois, Dubé, Hogue; Banham, Parks, Ferguson; Sheppard, Peca, Bright; Roy, Murray, Heaphy.
Bemerkungen
Peca in der 4. Minute mit Leistenzerrung ausgeschieden. -- Powerplay: Jokerit 0/3, Team Canada 1/3.
Bericht:
Das Team Canada ist am Spenglercup in Davos im ersten Spiel seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Die Kanadier besiegten Jokerit Helsinki verdient 3:0. Die Tore erzielten Frank Banham zum 1:0 und 3:0 sowie der neuverpflichtete Langnauer Ray Sheppard zum 2:0. Jokerit Helsinki vermochte gegen das Team Canada den Kraftakt vom Vortag nicht mehr zu wiederholen. Die Finnen hatten 20 Stunden vorher Titelhalter Köln nach einem 0:3-Rückstand noch mit 4:3 im Penaltyschiessen besiegt.

Der 26-jährige Stürmer Mike Peca, der zur Spenglercup-Attraktion hätte werden sollen, zog sich bei seinem allerersten Einsatz eine Zerrung an der rechten Leiste zu. Weitere Einsätze im Turnier sind zumindest fraglich.

 
 Davos Kölner Haie 
3:0 (0:0, 2:0, 1:0)
Zuschauer
7680 Zuschauer (ausverkauft).
Schiedsrichter
Schimm (De),Linke,Peer (Sz).
Skorer
34. Jan von Arx (Baumann/ Ausschluss Päpke) 1:0.
37. Schocher 2:0 (Eigentor Doyon)
 Skorer
50. Samuelsson (Kiprusoff, Fredrik Nilsson/Ausschluss Wilson) 3:0
Strafen
2mal 2 Minuten
 Strafen
5mal 2 plus 5 Minuten (Päpke) plus Spieldauer (Päpke)
Aufstellung
Rönnquist; Gianola, Kress; Jan von Arx, Bayer; Ott, Häller; Strömberg, Kiprusoff; Schocher, Rizzi, Baumann; Bohonos, Miller, Fröhlicher; Ivo Rüthemann, Fischer, Paterlini; Falloon, Fredrik Nilsson, Samuelsson.
 Aufstellung
Heiss; Garvey, Wilson; Doyon, Brown; Miner, Lüdemann; Norris, McLlwain, Young; Zarrillo, Millen, Forslund; Momesso, MacDonald, Lupzig; Zajankala, Boos, Päpke.
Bemerkungen
Davos ohne Müller, Rothen (beide geschont) und Equilino (verletzt). -- Powerplay: Davos 2/5; Kölner Haie 0/2.
Bericht:

Der HC Davos gewinnt auch sein zweites Spiel

Davos hat vor seinem Ruhetag Finalkurs eingeschlagen. Der HCD gewann auch sein zweites Spenglercup-Spiel: Auf den Penalty- Erfolg gegen Sparta Prag folgte ein souveränes 3:0 über die Kölner Haie, die mit nur einem gewonnenen Punkt aus zwei Spielen nur noch geringe Chancen auf den Finaleinzug haben. Die entscheidende Szene im Spiel ereignete sich nach 31 Minuten, als Christoph Päpke Jan von Arx mit einem Ellbogen-Check traktierte und dafür eine Fünfminuten- plus eine Spieldauer-Strafe kassierte. Während dieses Ausschlusses erzielte Jan von Arx in der 34. Minute das 1:0. Und unmittelbar nach Ablauf der Strafe, 169 Sekunden nach dem ersten Tor, lenkte Köln-Verteidiger Mario Doyon (ex-Langnau) eine Hereingabe Schochers unglücklich zum 0:2 ins eigene Netz ab.

Der HC Davos erzielte die wegweisenden Tore nach der besten Kölner Phase im Spiel. Das DEL-Spitzenteam hatte sich im ersten Drittel klar dominieren lassen müssen, fand jedoch im zweiten Abschnitt besser ins Spiel. Andreas Lupzig besass zwei grosse Möglichkeiten (21. und 25.), und unmittelbar bevor Päpke mit erhobenem Ellbogen die gute Kölner Phase beendete, steuerten drei «Haie» gegen nur einen Davoser Verteidiger und Torhüter Petter Rönnquist los.

A propos Rönnquist: Der 27-jährige Schwede mit laufendem Vertrag beim HCD kam zu einem Comeback und Gastspiel im Davoser Eisstadion. Rönnquist verlor auf diese Saison hin nach einer Schulterverletzung den Torhüterposten an Lars Weibel. Bis Mitte Dezember bestritt er rund 20 Partien beim schwedischen Meisterschafts-Schlusslicht Björklöven mit Trainer John Slettvoll. Mit guten Spenglercup- Leistungen will sich Rönnquist für ein Engagement in Finnland oder Deutschland empfehlen. Denn in Schweden will er sein hohes (Davoser- ) Salär nicht versteuern. Mit dem Shutout gelang ihm beste Werbung in eigener Sache.

Ein besonderes Spiel war es auch für Rönnquists Gegenüber Beppi Heiss. Heiss stand erstmals wieder im Kölner Tor, seit er sich Anfang Dezember mit Manager Lance Nethery wegen eines Todesfalls im engeren Familienkreis und dem Verpassen eines Trainings zerstritten hatte. Beppi Heiss hielt die Kölner mit guten Paraden lange im Spiel, war bei den Gegentoren jedoch machtlos.

Davos revanchierte sich mit dem Erfolg für die 3:5-Niederlage vor einem Jahr, die sie die Finalqualifikation gekostet hatte. Damals legten die Kölner Haie die Basis zum Sieg mit drei Toren in den ersten elf Minuten. Diesmal kamen die Deutschen in den ersten elf Minuten kaum zu drei Torschüssen. Davos hielt das Tempo im Spiel permanent hoch. Das wegweisende 1:0 gelang Jan von Arx mit einer sehenswerten Direktabnahme. Für den «kleinen» Bruder von Reto von Arx war es bereits das achte Saisontor und der vierte Treffer in den letzten sieben Spielen. In seinen vorangegangenen sechs Saisons in der NLA (Davos) und NLB (Langnau, Herisau) hatte JvA bloss neun Tore erzielt.

Das nächste Spiel bestreitet Davos am Freitagabend gegen das Team Canada. Mit einem dritten Sieg könnten sie sich wohl vorzeitig zum fünften Mal seit 1993 für den Spenglercup-Final vom Silvestermittag qualifizieren. Letztmals gewann Davos vor 42 Jahren sein eigenes Traditionsturnier.