 Background Skoda Cup 2007
Zurück zur Übersicht Skoda Cup
Skoda Cup als WM-Simulation
Von Martin Merk
Nach zwei Jahren Pausen aufgrund der Olympiade und der Qualifikation dazu wird dieser Februar wieder der Skoda Cup in Basel ausgetragen. Es soll als WM-Vorbereitung unter den Bedingungen der Gruppenspiele in Moskau stattfinden.
Der Skoda Cup in dieser Länderspielpause das zweitstärkste Turnier nach den LG Hockey Games in Stockholm, wo die Elite Europas wie üblich unter sich spielt. Was dahinter kommt, macht sich sein eigenes Süppchen. Zum dritten Mal in der Saison ist man mit der Slowakei, zum zweiten Mal mit Deutschland und Österreich an einem Turnier. Die Gastgeber sowie der Titelverteidiger Slowakei gehen als Favorit ins Rennen, standen sie sich doch am Deutschland Cup in Hannover und am Loto Cup in Bratislava jeweils als beste Mannschaften gegenüber und gewannen je ein Turnier. Deutschland brennt zudem auf Revanche, nachdem man acht Spiele in Serie, meist knapp, gegen die Schweiz nicht mehr gewinnen konnte.
Österreich als zusätzlicher Derby-Gegner
Und auch der andere Rückkehrer in die A-Klassigkeit, Österreich, möchte seine Tauglichkeit unter Beweis stellen, was am Loto Cup gut gelungen ist. Die Österreicher sind erstmals dabei anstelle von Kanada, das die Teilnahme an Turnieren in Europa reduzieren möchte und letztmals ohnehin nur die dritte Garde nach Basel brachte. Damit scheint die Zauberformel für das Basler Turnier gefunden. "Mit Österreich wissen wir, was wir haben und dass sie mit ihrer bestmöglichen Auswahl antreten werden, haben zudem ein Derby", so der SEHV-Direktor Peter Zahner zur Wahl. Deshalb hat man auch auf stärkere, verfügbare Nationen, wie etwa Weissrussland als Unsicherheitsfaktor, verzichtet.
Mit breitem Kader Spezialsituationen üben
"Für uns ist die Sichtung und das technisch-taktische Einspielen wichtig", so Zahner, der betont, dass der Kandidatenkreis für die WM noch grösser geworden sei als in den vergangenen Jahren. Auch auf die Spezialsituationen muss mehr Wert gelegen werden durch die strengere Regelauslegung. "In Unterzahl waren wir diese Saison bislang OK", so der Nationaltrainer Ralph Krueger, "im Powerplay müssen wir uns aber noch verbessern." Ein altbekanntes Problem für den Deutsch-Kanadier. Krueger nahm auch Rücksicht auf die NLA-Clubs in der hitzigsten Jahreszeit - viele Spieler werden in Basel nur zwei von drei Partien bestreiten. "Dafür können wir sie mit hundert Prozent Energie einsetzen", so Krueger. Jeweils vier Spieler müssen zuschauen, meist sollen es je zwei Verteidiger und Stürmer sein. Gleich sieben Spieler mussten dem Headcoach verletzungs- oder krankheitshalber absagen. "Wir konzentrieren uns aber auf Spieler, die hier sind", zieht Krueger den Fokus auf die Kaderliste. Zudem hatten die anderen Teilnehmer nicht weniger als Krueger mit Absagen zu kämpfen und werden nicht in jener Bestbesetzung antreten können, die man sich für die WM in Moskau erhofft.
WM-Gruppenbedingungen
Auf die kommende Weltmeisterschaft soll auch der Fokus gelegt werden. "Es läuft ähnlich wie in den WM-Gruppenspielen: Wir haben einen Favoriten vor uns und zwei schlechter klassierte Mannschaften." Der Favorit ist, zumindest wenn man nach der Weltrangliste geht, der Titelverteidiger Slowakei - an der WM wird man die Schweden als Favoriten in der Gruppe haben. Und während man an der WM gegen Lettland und Italien spielen wird, so hat man nun mit Deutschland und Österreich Teams aus derselben Weltranglisten-Region zu Gast. "Alle Mannschaften haben am Skoda Cup eins gemeinsam: Sie werden hart arbeiten", so Kruegers Fazit, was die Fans erwarten darf.
Besserer Vorverkauf
Zufrieden scheint man auch mit dem Vorverkauf zu sein - musste doch die Nationalmannschaft in den vergangenen Jahren ihre Heimspiele meist vor wenigen Fans spielen. "Der Vorverkauf läuft viel besser als beim letzten Turnier", äussert sich der ehemalige NLA-Goalie Patrick Schöpf, der nun für den Hallenbetreiber Basel United arbeitet, "besonders beim Spiel Schweiz-Deutschland." Tickets seien aber noch für alle Spiele genügend erhältlich.
|
|