Olympia-Qualifikation der Frauen in Engelberg

Aufgebot
Tor:Patricia Sautter (Duluth Bulldogs/USA, 1979), Michelle von Allmen (Lyss, 1982)
Verteidigung:Mirjam Baechler (Illnau-Effretikon, 1972), Monika Leuenberger (Illnau-Effretikon, 1973), Christina Marano (Illnau-Effretikon, 1976), Prisca Mosimann (Reinach, 1975), Regula Müller (Zug, 1975)
Sturm:Sandra Cattaneo (Illnau-Effretikon, 1975), Ramona Fuhrer (Lyss, 1979), Melanie Häfliger (Reinach, 1982), Ruth Künzle (Zug, 1972), Kathrin Lehmann (Illnau-Effretikon, 1980), Jeanette Marty (Lyss, 1975), Sandrine Ray (Lyss, 1983), Rachel Rochat (Chesapeake Bay/USA, 1972), Helga Schneiter (Reinach, 1980), Tina Schumacher (Lyss, 1978), Anita Steinmann (Reinach, 1980), Doris Wyss (Edmonton Chimos/Ka, 1972)
Auf Pikett:Silvia Bruggmann (St. Gallen, 1978), Isabelle Hugentobler (Illnau-Effretikon, 1980), Gillian Jeannottat (Lyss, 1973), Riitta Schäublin (Reinach, 1982)
Trainer:François Ceretti, Diane Michaud


Mehr Infos zum Fraueneishockey in der Schweiz: http://frauenhockey.sport.ch

Teams
Deutschland
Kasachstan
Japan
Schweiz


Spielplan
08.02.JapanDeutschland3:3 (1:0, 0:2, 2:1)
 KasachstanSchweiz7:2 (3:0, 3:0, 1:2)
09.02.KasachstanJapan5:2 (1:1, 2:0, 2:1)
10.02.DeutschlandSchweiz1:3 (1:0, 0:1, 0:2)
11.02.DeutschlandKasachstan1:2 (0:0, 0:1, 1:1)
 SchweizJapan2:2 (0:0, 0:0, 2:2)


Tabelle

1.Kasachstan32019:104
2.Deutschland31117:63
3.Schweiz311110:73
4.Japan30217:102

Bei Punktgleichheit entscheidet die direkte Begegnung.
Die zwei besten Teams sind für die Olympischen Spiele 2002 in Salt Lake City qualifiziert.


Berichte

Japan - Deutschland 3:3 (1:0, 0:2, 2:1)

Sportzentrum Engelberg -- 200 Zuschauer -- SR Hirvonen (Fi), Lischetti/Hujdusova (Sz/Slk).

Tore: 14. Kubo 1:0. 21. Valenti 1:1. 22. Becker 1:2. 41. Kubo (Wada/Ausschlüsse Frühwirt, Valenti) 2:2. 55. Frühwirt (Ruckauer) 2:3. 60. (59:28) Hatanaka (Ausschluss Frühwirt) 3:3 (ohne Torhüter).

Strafen: je 6mal 2 Minuten.

Bemerkung: 59. Timeout Japan.


Schweiz - Kasachstan 7:2 (3:0, 3:0, 1:2)

Sportzentrum Engelberg -- 500 Zuschauer -- SR Palm (Ka), Lischetti/ Mayerné-Vörös (Sz/Un).

Tore: 7. Rochat (Marty) 1:0. 12. Rochat 2:0. 19. Lehmann (Künzle, Cattaneo) 3:0. 24. Rochat (Wyss/Ausschluss Krujkowa) 4:0. 27. Ray (Rochat) 5:0. 35. Cattaneo (Lehmann/Ausschlüsse Wyss; Krujkowa). 46. Potapowa (Solowjewa) 6:2. 50. Losjewa (Taikewitsch) 6:2. 57. Künzle (Lehmann) 7:2.

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 2mal 2 Minuten gegen Kasachstan.

Schweiz: Sautter; Baechler, Marano; Leuenberger, Müller; Mosimann, Meier; Marty, Ray, Rochat; Künzle, Lehmann, Cattaneo; Wyss, Steinmann, Haflinger; Schneiter, Schumacher, Fuhrer.

Kasachstan: Trunowa (24.-37. Akimbetjewa); Potapowa, Adijewa; Taikewitsch, Asonowa; Maltsewa, Krjukowa, Jakowtschuck; Losjewa, Solowjewa, Schtelmaister; Wafina, Wassina, Dikambajewa.

Bemerkung: 50. Timeout Schweiz.


Die Schweizer Eishockey-Frauen sind mit einem wahren Feuerwerk in die Olympia-Qualifikation gestartet. Gegen Kasachstan siegte das Team von François Ceretti gleich mit 7:2 und schafft sich damit eine günstige Ausgangslage für den restlichen Verlauf des Turniers. Besser hätte das Spiel für die Schweizerinnen nicht beginnen können. Rachel Rochat, eine der vier "Ausland-Söldnerinnen" auf Schweizer Seite, lief an diesem Abend zu Hochform auf, erzielte insgesamt drei Tore und gab ein Assist. Überhaupt zeigte das Schweizer Team eine kompakte Leistung -- die über weite Strecken bloss mit zwei Blöcken agierenden Kasachinnen kamen kaum vor das Tor von Patricia Sautter. Die Equipe von Nationalcoach François Ceretti zog weiter ihr Spiel auf und erzielte ein Tor nach dem anderen. Die eine oder andere Chance liessen die Schweizerinnen jedoch grosszügig aus. Nach zwei Dritteln stand es "nur" 6:0 -- dennoch ein angenehmes Polster für die Schweiz. Im dritten Spielabschnitt schien es Kasachstan aber etwas zu bunt zu werden. Das Team, das im vergangenen Jahr an der B-Weltmeisterschaft in Riga (Lett) gegen die Schweiz 2:1 gewonnen hatte und in die A-Gruppe aufgestiegen war, zeigte am Ende doch noch etwas Kampfgeist und erzielte noch zwei Treffer. Den Schlusspunkt setzten aber die Schweizerinnen mit dem Treffer von Routinier Ruth Künzle. "Es war schwierig, das Turnier gegen ein Team zu starten, gegen welches wir im letzten Jahr verloren haben", sagte Ceretti, "aber der Sieg ist sicher gut für die Moral." Für ihn gibt es keinen Favorit: "Alle sind gleich stark." Deutschland vergab Sieg in letzter Minute Bereits am Nachmittag wurde die Partie zwischen Japan und Deutschland ausgetragen. Bis 32 Sekunden vor Schluss führten die Deutschen, die zweimal in Führung gegangen waren, 3:2. Hatanaka gelang aber noch der Ausgleich für den A-Gruppen-Absteiger Japan. Damit ist die Ausgangslage für die Schweiz überaus günstig. Heute (Freitag) ist das Schweizer Team spielfrei, bevor am Samstag die wichtige Partie gegen Deutschland stattfindet.


Am zweiten Tag der Olympia-Qualifikation der Eishockey-Frauen in Engelberg vermochte sich Kasachstan nach der 2:7-Schlappe gegen die Schweiz wieder zu etablieren. Gegen Japan siegten die Kasachinnen 5:2. Japan war zwar in Führung gegangen, nutzte aber zweimal eine doppelte Überzahl nicht, um den Vorsprung auszubauen. Die letzten drei Treffer für Kasachstan erzielte Schtelmaister. Sollte die Schweiz heute (Samstag) gegen Deutschland gewinnen, steht das Schweizer Team bereits als Turniersieger fest.

Kasachstan - Japan 5:2 (1:1, 2:0, 2:1)

Sportzentrum Engelberg -- 200 Zuschauer -- SR Hove (No), Majapuro/Lischetti (Fi/Sz).

Tore: 4. Wada (Ausschluss Taikewitsch) 0:1. 19. Krjukowa (Taikewitsch/Ausschluss Sado) 1:1. 25. Jakowtschuk (Ausschluss Iwase) 2:1. 35. Schtelmaister (Losjewa) 3:1. 45. Schtelmaister (Losjewa/Ausschluss Hatanaka) 4:1. 50. Schtelmaister (Losjewa) 5:1. 60. (59:53) Togawa (Sato) 5:2.

Strafen: 10mal 2 Minuten gegen Kasachstan, 8mal 2 Minuten gegen Japan.

Bemerkungen: Timeouts: Kasachstan (25.), Japan (60.). 39. Jakowtschuk verschiesst Penalty.


Schweiz - Deutschland 1:3 (1:0, 0:1, 0:2)

Sportzentrum Engelberg - 700 Zuschauer. - SR Hirvonen (Fi), Hujdusova/Mayerné-Vörös (Slk/Un).

Tore: 1. (0:38) Lehmann (Cattaneo) 1:0. 33. Becker (Linde) 1:1. 50. Valenti (Wolf/Ausschluss Schneiter) 1:2. 60. (59:38) Schaffrik (Wolf) 1:3 (ins leere Tor).

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 5mal 2 Minuten gegen Deutschland.

Schweiz: Sautter; Baechler, Marano; Leuenberger, Müller; Mosimann, Meier; Ray, Marty, Rochat; Künzle, Cattaneo, Lehmann; Schneiter, Schumacher, Fuhrer; Wyss, Steinmann, Haflinger.

Deutschland: Wartosch-Kurten; Ruckauer, Ziegenhals; Kinza, Kuisle; Linde, Merkel; Valenti, Wolf, Evers; Lanzl, Oswald, Grundmann; Scheytt, Wierscher, Gall; Frühwirt, Schaffrik, Becker.

Bemerkungen: 43. Tor Deutschland annulliert (Spiel bereits unterbrochen). - Timeouts: 59. Schweiz, 60. (59:44) Deutschland. 100. Länderspiel für Ramona Fuhrer. Rangliste (je 2 Spiele): 1. Deutschland 3 (6:4). 2. Schweiz 2 (8:5). 3. Kasachstan 2 (7:9). 4. Japan 1 (5:8). - Die zwei erstklassierten Teams qualifizieren sich für Salt Lake City. Bei Punktgleichheit entscheidet in erster Instanz der Ausgang der Direktbegegnung über die Klassierung.

Das Schweizer Eishockey-Nationalteam der Frauen hat am eigenen Olympia-Qualifikationsturnier die vorzeitige Sicherung der Teilnahme in Salt Lake City mit einem 1:3 gegen Deutschland verpasst. Je nach Ausgang der Sonntags-Partie zwischen Deutschland und Kasachstan benötigt die Schweiz zum Turnierabschluss gegen Japan nun einen oder beide Punkte für einen der beiden Olympia-Startplätze. Obschon die Schweiz gegen Deutschland bereits nach 38 Sekunden durch Lehmann in Führung ging, hielt das Team von François Ceretti die Gegnerinnen nur im ersten Drittel in Schach. Danach nahm der Druck der Deutschen merklich zu - die Nervosität bei den Schweizerinnen aber auch. In der 33. Minute glich Becker aus, in der 50. war Valenti für den Führungstreffer verantwortlich. 22 Sekunden vor Schluss traf noch Schaffrik ins leere Tor zum Schlussresultat. Sollte Deutschland gegen Kasachstan gewinnen oder einen Punkt erringen, reicht der Schweiz ein Remis gegen Japan. Siegt Kasachstan, benötigen die Schweizerinnen beide Punkte.


Deutschland - Kasachstan 1:2 (0:0, 0:1, 1:1)

Sportzentrum Engelberg -- 233 Zuschauer -- SR Palm (Ka), Lischetti, Mayerné-Vörös (Sz/Un).

Tore: 24. Solojewa (Maltsewa) 0:1. 48. Wolf (Ruckauer/Ausschluss Popowa) 1:1. 50. Taikewitsch (Krjukowa/Ausschluss Oswald) 1:2.

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Deutschland, 8mal 2 Minuten gegen Kasachstan.

Bemerkungen: 39:37 Timeout Kasachstan. Deutschland ab 59:43 ohne Torhüter.


Schweiz - Japan 2:2 (0:0, 0:0, 2:2)

Sportzentrum Engelberg -- 925 Zuschauer. -- SR Hirvonen, Forsman/Majapuro (Fi).

Tore: 44. Küenzle (Cattaneo) 1:0. 46. Togawa (Ausschluss Marty) 1:1. 47. Kubo (Ausschluss Marty) 1:2. 60. (59:34) Wyss (Künzle) 2:2 (ohne Torhüter).

Strafen: 8mal 2 Minuten plus 1x5 Minuten (Marty) plus Spieldauer-Disziplinar (Marty) gegen die Schweiz, 2mal 2 Minuten gegen Japan.

Schweiz: Sautter; Baechler, Marano; Mosimann, Meier; Leuenberger, Müller; Ray, Marty, Rochat; Künzle, Lehmann, Cattaneo; Wyss, Steinmann, Haflinger; Schneiter, Schumacher, Fuhrer.

Japan: Hayashi; Hatanaka, Wada, Osanai, Kondo; Nonaka, Yoshimi; Masako Sato, Kubo, Tsuchida; Togawa, Naka, Sado; Nihonyanagi, Ayumi, Sato, Homma.

Bemerkungen: Timeouts: Schweiz (45:42), Japan (58:50). Ab 59:25 Schweiz ohne Torhüter.

Das Schweizer Eishockey-Nationalteam der Frauen ist bei der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2002 in Engelberg knapp gescheitert. Die Equipe von François Ceretti holte im Spiel gegen Japan anstelle eines benötigten Sieges nur ein 2:2 heraus. Damit reisen Turniersieger Kasachstan und Deutschland 2002 nach Salt Lake City. Im ersten Spiel des Nachmittags hatte Kasachstan Deutschland 2:1 geschlagen. Damit war die Aufgabe für die Schweiz klar: Ein Sieg gegen Japan musste her, um das Turnier zu gewinnen und nach Salt Lake City reisen zu dürfen. Zwei lange torlose Drittel mussten die knapp 1000 Zuschauer warten, bis Künzle sie in der 44. Minute mit dem Schweizer Führungstreffer erlöste. Doch eine halbe Minute später wurde Marty unverständlicherweise mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe wegen übertriebener Härte vom Eis verbannt. Die Japanerinnen nutzten diese fünfminütige Überzahlsituation kaltblütig aus und erzielten gleich zwei Treffer. Viele Strafen ausserhalb der eigenen Gefahrenzone brachten die Schweizerinnen immer wieder in eine ungünstige Position. 35 Sekunden vor Schluss verliess Torhüterin Sautter das Tor, um einer sechsten Feldspielerin Platz zu machen. Wenige Sekunden später gelang tatsächlich das 2:2 durch Wyss. Doch die verbleibende Zeit reichte nicht mehr aus, um das entscheidende dritte Tor zu erzielen. "Die Frauen sind sehr enttäuscht", sagte Trainer Ceretti nach dem Spiel. "Schiedsrichterin Hirvonen, die nicht sehr gut gepfiffen hat, hat uns viele Strafen aufgebrummt -- die haben am Ende zuviel Kraft gekostet." Scheitern gegen Deutschland Das Scheitern der Schweizerinnen hatte seinen Ursprung im Samstagsspiel gegen Deutschland, denn die verlorene Direktbegegnung gab am Ende den Ausschlag zwischen den zwei punktgleichen Teams. Nach einem Blitztor durch Lehmann nach nur 38 Sekunden lagen die Schweizerinnen auf Olympia-Kurs. Doch in den letzten beiden Dritteln nahm der Druck des deutschen Teams kontinuierlich zu. Ein fliegender Wechsel zum ungünstigsten Zeitpunkt nutzte Becker zum 1:1 aus, und nachdem die Schweiz eine Strafe wegen unkorrekten Wechsels erhalten hatte, erhöhte Valenti zum 1:2. Den Schlusspunkt dieser Partie setzte Wolf mit dem 1:3 ins leere Tor. Obwohl die Schweiz seit 1988 in 41 Begegnungen gegen Deutschland 21mal gewann und "nur" 14mal verlor, war dies bereits die zweite Niederlage gegen den nördlichen Nachbarn in einem wichtigen Spiel. 1999 verloren die Schweizerinnen an der A-Weltmeisterschaft in Finnland das entscheidende Abstiegsspiel gegen Deutschland 0:3. Seitdem versuchen sie, wieder A-klassig zu werden. Die nächste Gelegenheit dazu wird die Schweiz bereits im März an der B-WM in Frankreich haben.