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Harter Kampf – und doch verloren
Von Urs Berger
Die Schweizer Nationalmannschaft scheidet mit einem 2:0 gegen die USA aus dem Turnier aus. Das Spiel war lange auf des Messers Schneide. Denn die beiden Tore durch Zach Parise vielen erst im letzten Drittel.
Schon vor dem Spiel hatte Ron Wilson wohl seine Vorahnung. „Wir brauchen einfach Tore, von wo sie kommen und wer sie auch macht. Sonst wird es hart.“ Diese Aussage sollte sich bewahrheiten. Die Schweizer Verteidigten das Drittel gut, liessen kaum hochklassige Chancen zu und wenn, dann war noch Jonas Hiller im Tor, welcher bei den einen oder anderen Paraden auch da nötige Glück auf seiner Seite wusste. So auch Romano Lemm. „Wir müssen viel Druck auf Ryan Miller machen. Und wir müssen physisch spiel. Auch das Schlittschuhlaufen sollten steigern.“ So starteten den beide Teams sehr gut in das Spiel. In den ersten drei Minuten hatten die Schweizer gleich zwei Grosschancen. Doch weder Julien Sprunger noch Raffaele Sannitz(Latte) trafen das Tor. Die Amerikaner kamen nach diesem guten Start der Schweizer besser in das Spiel und machten nun konsequent Druck auf Jonas Hiller. Die Schweizer ihrerseits konnten immer wieder mit schnellen Gegenangriffen Unruhe in die Verteidigung der Amerikaner bringen. So auch in der 9. Minute als Rafael Diaz an Ryan Miller scheiterte. Die Amerikaner versuchten härte in das Spiel zu bringen und so die Schweizer zu überrumpeln. Diese hielten jedoch dagegen. In der 17. Minute wurde es wieder brenzlig in der Zone der Schweizer. Der Schuss von Patrick Kane landete am Pfosten.
Das zweite Drittel war das Ebenbild des ersten Drittels. Die Schweizer verteidigten die Amerikaner stürmten. Aber weiterhin ohne Torerfolg. Die grösste Chance zum Führungstreffer der Amerikaner war zu Spielmitte. Dabei musste Hnat Domenichelli zwei Mal hintereinander auf die Strafbank. In diesen vier Minuten vermochten die Schweizer zu überzeugen und liessen den USA kaum eine richtige Chance zu. Das Boxplay der Schweizer war nicht nur in dieser Szene das Beste, was man in der Nationalmannschaft nach langem gesehen hatte. Jeder der Beteiligten ging für den anderen. Und jeder der Spieler setzte sich für den anderen ein. In der 36. Minute musste Hiller in einem Gewühl vor dem Tor mit seinen Teamkollegen viel Glück beanspruchen. Nach einem Gestocher konnte er den Puck dann kontrollieren. Dann kam der Moment, der jeder Schweizer Hockeyfan sich nicht wünschte. Die Scheibe war mit der Schlusssirene der zweiten Drittels im Tor. Die Schiedsrichter entschieden jedoch auf kein Tor. Was war geschehen? Jonas Hiller konnte einen Schuss von Ryan Kesler nicht kontrollieren und wollte diesen mit seinem Torhüterstock wegschlagen. Dabei kam die Scheibe so unglücklich auf den Stock, dass diese via seiner Schulter in das Tor fiel. Genau einen Bruchteil einer Sekunde ging jedoch das zweite Drittel zu Ende.
Dieses nicht gegeben Tor verlieh den Amerikanern Flügel. 31 Sekunden waren im letzten Drittel gespielt, als die Schweizer ein weiteres Mal Glück hatten und erneut die Latte vor dem ersten Gegentreffer rettete. Zwei Minuten später musste Philippe Furrer wegen eines Beinstellens auf die Strafbank. Dies Chance nutzen die Amerikaner dann, nach einer unübersichtlichen Situation vor dem Tor von Hiller zur Führung aus. Nun waren die Amerikaner diejenigen, welche sich zurückzogen und die Schweizer den Zug auf das Tor suchten. In der 56 Minute zog Julien Sprunger auf das Tor und traf nur den Innenpfosten. Die USA versucht nun noch einmal alles und machte erneut Druck auf Hiller. Doch ein wetierer Treffer wollte mit Hiller im Tor nicht fallen. Erst als Ralph Krueger in der 59. Minute Hiller durch einen sechsten Feldspieler ersetzte war es erneu Zache Parise der das leere Tor traf. Am Ende war die Niederlage aus Schweizer Sicht unschön, aber es zeigte, dass man auf die Zukunft bauen kann. Ralph Kruger sagte dann auch unmittelbar nach dem Spiel, dass ein jeder Spieler als Gewinner vom Eis gehe. Jeder habe das Schweizer Dress mit Stolz getragen und das Ausscheiden sei bitter. Dennoch sei er stolz auf das Team. Sie hätten alles gegeben.
Telegramm:
USA – Schweiz 2:0 (0:0, 0:0, 2:0.)
Canadian Hockey Place, Vancouver. – 17536 Zuschauer. - SR: Devorski(CAN)/Orszag(SVK); Heyer (USA)/Winnekens(GER)
Tore: 42:08 Parise(Rafalski, Stastny); 59:49 Parise .
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen die USA; 4-mal 2 Minuten gegen die Schweiz.
Torschüsse: 44:19 ( 18:4, 14:4, 12:11).
Bemerkungen: 58:17 Time-Out Schweiz; ab 58:17 - 59:49 Schweiz ohne Torhüter.
USA: Miller(Thomas); Suter, Rafalski); Gleaseon, Johnson E.; Johnson J., Orpik, Whitney; Parise, Langenbrunner, Statsny; Malone, Pavelski, Kessel; Kessler, Brown, Kane; Drury, Callahan, Backes; Ryan.
Schweiz: Hiller (Stephan); Streit, Weber; Furrer, von Gunten; Blindenbacher, Sbisa; Diaz, Seger; Paterlini, Plüss, Rüthemann; Ambühl, Deruns, Monnet; Wick, Jeannin, Lemm; Domenichelli, Sannitz, Sprunger.
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Fotos von Thomas Oswald © |Diashow anzeigen
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