Sonntag, 21. Februar 2010

U20-WM 2009/10

3 : 5
(1:2, 1:1, 1:2)
Kanada USA
 

Matchbericht



 
 

USA siegt nach 50 Jahren

Von Urs Berger

In einem von Beginn an nicht für Kanada laufenden Spiel gewannen die USA zum ersten Mal seit 1960 wieder an einem olympischen Turnier. Die Leistung der USA ist insbesondere einzigartig, als dass die Kanadier das individuell stärkere Team auf dem Eis hatten. Am Ende scheiterte man aber an den Fehlern von Martin Brodeur und einem überragenden Brian Rafalski.

Es hätte eine Kanadische Party werden sollen. Doch es wurde ein Albtraum. Die Amerikaner begannen das Spiel glücklich und gingen nach einem Eigentor durch Sidney Crosby mit 1:0 in Führung. Offizieller Torschütze war Brian Rafalski. 90 Sekunden später scheiterte Ryan Callahan an Martin Brodeur. Die Richtung war vorgegeben. Im Minuten Takt scheiterten nun entweder die Kanadier an Ryan Miller oder die Amerikaner an Martin Brodeur. Nach einem Fehler in der Verteidigung der Amerikaner konnten die Kanadier in der neunten Minute durch Eric Staal ausgleichen. Kaum war angespielt, waren die Amerikaner wieder in Führung. Dabei hilf Martin Brodeur dem Gegner Tatkräftig mit. Mit einer missglückten Abwehr brachte er die Scheibe nicht aus dem Drittel und erneut erbte Brian Rafalski. Kanada versuchte nun das Zepter in die Hand zu nehmen und schoss in der Folge aus jeder Lage auf das Tor von Ryan Miller. Dieser hielt aber seinen Kasten rein und musste keinen weiteren Gegentreffer im ersten Drittel hinnehmen.



Kaum war das zweite Drittel angespielt, verwertet Dany Heatley einen Abpraller von Ryan Miller zum Ausgleich. Nun waren die Kanadier wieder am Drücken. Mit schnellen Spielzügen über die Flügel versuchten die Kanadier die Verteidigung der Amerikaner zu knacken. Daraus wurde vorerst nichts. Im Gegenteil, es war Amerika, welches in der 37. Minute erneut in Führung ging. Erneut traf Brian Rafalski. Dabei spielte Martin Brodeur erneut eine entscheidende Rolle. Anstelle die Scheibe zu kontrollieren und nach vorne zu spielen, versuchte er das Spiel zu machen und einen Pass zu spielen. Dieser landete direkt auf dem Stock Rafalskis, welcher nur noch das Tor treffen musste. Im letzten Drittel versuchten die Kanadier noch einmal alles, schossen auf das Tor von Ryan Miller und hofften auf einen Fehler von ihm. Doch Miller wurde von seinen Spieler sehr gut unterstützt und konnte immer wieder heikle Situationen entschärfen. So kamen die Amerikaner zu guten Konterchancen. Als in der 48. Minute Jamie Langenbrunner zum 2:4 traf, war das Spiel entschieden. Das Aufbäumen in den letzten Minuten der Kanadier war nur noch Resultatskosmetik, In der 55. Minute konnte Sidney Crosby das 3:4 erzielen, ehe Kesler 45 Sekunden vor Ender der Partie alles klar machte. Die Frage stellt sich, ob die Kanadier bereits gescheitert sind, oder die Lehren aus dieser Niederlage ziehen werden. Man darf gespannt sein auf den weiteren Verlauf des Turniers.





Telegramm:



Kanada – USA 3:5 (1:2, 1:1,1:2)



Canadian Hockey Place, Vancouver. – 18561 Zuschauer. – SR: Rooney (USA)/Watson (CAN); Nelson(USA)/Sharres(CAN)



Tore: 0:41 Rafalski (Suter, Langenbrunner) 0:1; 8:53 Staal (Seabrook, Toews) 1:1; 9:15 Rafalski 1:2; 23:32 Heatley (Toews, Weber) 2:2; 36:46 Rafalski 2:3; 47:09 Langenbrunner (Rafalski, Suter) 2:4; 56:51 Crosby (Nash; Keith; Ausschluss Johnson E.) 3:4; 59:15 Kesler (Parise) 3:5.



Strafen: 4 -mal 2 Minuten gegen Kanada, 3 -mal 2 Minuten gegen die USA.



Torschüsse: 45:23 (19:6, 12:13, 14:4).



Bemerkungen: ab 59:00 Kanada ohne Torhüter.



Kanada: Broudeur (Luongo); Weber, Niedermayer; Keith, Doughty; Pronger, Boyle; Seabrook; Staal, Perry, Getzlaf; Richards, Nash, Crosby; Marleau, Heatley, THonrton; Morrow, Iginla, Toews; Bergeron.



USA: Miller(Thomas); Suter, Rafalski; Gleason, Johnson E.; Johnson J., Orpik; Whitney; Parise, Langenbrunner, Stastny; Malone, Pavelski, Kessel; Kesler, Ryan, Kane; Drury, Callahan, Brown; Backes.




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Fotos von Thomas Oswald ©   |Diashow anzeigen


























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