Dienstag, 16. Februar 2010

U20-WM 2009/10

3 : 1
(1:0, 2:0, 0:1)
USA Schweiz
 

Matchbericht



 
 

Auftakt unglücklich verloren

Von Urs Berger

Die Schweizer Nationalmannschaft verlor das Auftakt Spiel gegen die USA mit 1:3. Vor allem der mittlere Abschnitt war in der Defensive ungenügend. Yannick Weber spielte dabei eine tragische Figur. Der Anschluss Treffer zum 1:3 zehn Minuten vor Ende der Partie änderte nichts mehr an der Niederlage.

Die Schweizer Nationalmannschaft wollte heute Abend im Spiel gegen die USA zeigen, dass sie sich nicht hinter den grossen Nationen verstecken muss. Das Motto des Teams konnte daher nur heissen, dass sie aus einer gesicherten Defensive aus agieren und nach vorne mit schnellen Konter die Amerikaner überrumpeln zu können. Im ersten Drittel schien dieser Plan aufzugehen. Das Team USA kam zu guten Möglichkeiten. Jonas Hiller und die Defensive der Schweizer hielten aber den Kasten dicht. Die Schweizer kamen in der 14. Minute durch Hnat Domenichelli zur ersten eigentlichen Chance im Spiel. Der Kanadier mit Schweizer Pass scheiterte aber an Ryan Miller, welcher bis zu diesem Zeitpunkt einen ruhigen Abend zu haben schien. Mit dieser Chance der Schweizer steigerten die Amerikaner das Tempo und kamen ihrerseits zur ersten grossen Chance. Dabei traf Ryan Callahan in der 16. Minute nur die Latte. Die Schweizer liessen sich nicht beeindrucken, machten weiter Ihr Spiel und versuchten mit einem schnellen Wechsel von Verteidigung auf Angriff die in der Verteidigung eher etwas behäbig wirkenden Amerikaner zu beschäftigen. Dies gelang ihnen denn auch als eine Minute nach dem Lattentreffer Andres Ambühl alleine vor dem Tor von Ryan Miller auftauchte. Der Schweizer vermochte aber diese gute Möglichkeit nicht zu nützen. Fast im Gegenzug konnten die Amerikaner das erste Tor der Partie erzielen. Rafael brachte die Scheibe nicht aus dem Drittel. Bobby Ryan bedankte sich dafür mit einem satten Schuss in das Tor von Jonas Hiller 61 Sekunden vor Ende des ersten Drittel .

Defensive Aussetzer von Weber – Sprunger und Wick vergeben

Die Schweiz begann dann den zweiten Durchgang genauso inspiriert wie den ersten. Bis in die 26. Minute konnten die Schweizer mit einem offenen Spiel rechnen. Ehe dann Yannick Weber mit zwei Fehlern innerhalb von drei Minuten das Spiel in die gewünschten Bahnen der USA lenkte. Zuerst verlor er ein Laufduell an gegen David Backes, der sich mit dem 2:0 für die USA dafür bedankte ehe Weber drei Minuten später Jonas Hiller unterstützen wollte, dabei aber das Zusammenspiel mit dem Schweizer Schlussmann nicht richtig klappte. Die Schweizer reagierten darauf und versuchten mit ihren schnellen Konter die Amerikaner unter Druck zu setzen. In der 30. Minute scheiterte Julien Sprunger ganz alleine vor Ryan Miller. Das Tor war dabei so weit offen, dass man dieses durchaus hätte treffen können. Ob es an den Nerven lag? Drei Minuten vor der zweiten Pause versuchte es Roman Wick alleine. Doch der Stürmer scheiterte ebenso an Ryan Miller und seinen Nerven wie dies Julien Sprunger Sekunden zuvor tat.

Chancen zu hauf - Nur Wick trifft

Im letzten Abschnitt waren die Schweizer dann wieder das aktivere Team. Auch in der Defensive war man nun wieder sattelfester, nach dem Ralph Krueger Yanick Weber in die Dritte Linie zurückversetzte und an die Seite von Marc Streit Mathias Seger brachte. Alleine diese Rochade brachte dem Team die Stabilität zurück, welche im mittleren Abschnit kurz verloren ging. Jedoch happerte es immer noch mit dem Tore schiessen. Immer wieder kamen die Schweizer Stürmer zu guten Chancen. Doch Ivo Rüthemann, Martin Plüss und auch Julien Sprunger scheiterten aus guten Positionen. In der 50 Minute, Ryan Suter sass auf der Strafbank, konnten die Schweizer durch Roman Wick das verdiente erste Tor erzielen. Dabei kam die Schiebe via den Stock von Torhüter Ryan Miller in das Tor Nach diesem Treffer waren es die USA, welche das Spiel wieder vehementer in ihre Hände nahmen. Und damit den Schweizern die Möglichkeit eröffneten aus der Defensive zu Konter zu kommen. Das Team von Ralph Krueger konnte dies jedoch nicht weiter umsetzen. Obwohl man mehr Schüsse auf das Tor der Amerikaner abgab, blieb dies auf der Resultattafel ohne weitere Folge.

„Im Mitteldrittel haben wir zuviele Fehler gemacht“

Nach dem Spiel waren denn die Schweizerspieler enttäuscht und doch zufrieden. „Wir haben das letzte Drittel für uns entscheiden können,“ führt Roman Wick aus. „Dies ist gegen ein solches Team wie die USA nicht selbstverständlich. Sie haben ein Team, das man nicht unterschätzen darf. Aber wir haben auch einige Fehler zu viel gemacht,“ meint Roman Wick. Sein Tor brachte die USA noch mal unter Zugzwang. „Ich bekam die Scheibe von Marc Streit zugespielt und schoss auf den Torhüter. Via Kelle ging dann die Scheibe in das Tor. So gesehen war auch etwas Glück bei diesem Treffer dabei.“ Auch Ralph Krueger war nicht ganz zufrieden. „Wir müssen noch mehr an uns arbeiten, um solche Spiele für uns zu entscheiden. Wir haben das eine oder andere Mal einen Fehler zu viel gemacht. Im Abschluss müssen wir noch weiter an uns arbeiten. Dort haben wir heute nicht gut gespielt. Einige Abschlüsse hätten mit einem Tor belohnt werden müssen“, führt Ralph Krueger aus. Ähnlich sah es Ron Wilson, der Headcoach der USA. „Es war für uns gut, dass wir das erste Spiel für uns entscheiden konnten. Viele meiner Spieler waren nervös und wussten nicht, wie sie spielen sollten. Dazu kam, das wir ein junges Team haben, das sich zuerst finden muss. Unzufrieden bin ich mit dem letzten Drittel. Dort haben wir den Schweizern zu viele Chancen gegeben. Dies darf nicht geschehen. In dieser Phase des Spieles, vor allem nach dem 1:3 Treffer der Schweizer, hätten wir mehr für das Spiel machen müssen. Leider waren aber bei einigen Spielern bereits die Energie Tanks leer. Was ich als positiv werte ist, wie wir das Spiel sehr diszipliniert spielten. Keiner meiner Spieler nahm eine dumme Strafe“, führte Ron Wilson weiter aus.

Telegramm:

USA-Schweiz 3:1 (1:0, 2:0, 1:1)



Canadian Hockey Place, Vancouver. - 16706 Zuschauer. - SR: Bulanov (RUS)/O Halloran (CAN); Morin(CAN)/OskirkoRUS).



Tore: 18:59 Ryan 1:0; 25:52 Backes 2:0; 28:25 Malone (Suter; Ausschluss Sannitz) 3:0; 49:45 Wick (Streit; Ausschluss Suter) 3:1; .



Strafen: 2 -mal 2 Minuten gegen die USA, 3 -mal 2 Minuten gegen die Schweiz.



Torschüsse: 24:15 (8:5, 14:4, 2:6).

Bemerkungen: -

USA: Miller (Thomas); Suter, Rafalski; Johnson E., Whitney; Johnson J., Orpik; Gleason; Parise, Stastny, Kane; Malone, Pavelski, Kessel; Langenbrunner, Kesler, Brown; Drury, Callahan, Backes; Ryan.

Schweiz: Hiller (Stephan); Streit, Weber; Blindenbacher, Sbisa; Seger, Furrer; Diaz, von Gunten; Paterlini, Plüss, Rüthemann; Wick, Jeannin, Lemm; Domenichelli, Sannitz, Sprunger; Ambühl, Deruns, Monnet .




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Fotos von Thomas Oswald ©   |Diashow anzeigen






















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