Hoffnung für mehr Zuschauer

Sonntag, 9. August 2020, 09:47 - Martin Merk

Ein Interview mit dem Bundesrat Alain Berset gibt Hoffnung auf Flexibilität bei der Zuschauerregelung und dem Schutzkonzept der National League.

Diese Woche begann die Vorsaison mit maximal 1000 Zuschauern in der Halle, bei kleineren auch weniger. Am Mittwoch könnte der Bundesrat in seiner Sitzung entscheiden, wie es diesbezüglich weitergeht kurz vor dem geplanten Saisonstart im Eishockey und Fussball.

Eine Rückkehr zur Normalität werde es nicht geben, wird der Bundesrat Alain Berset von der NZZ am Sonntag zitiert, aber er gibt auch Hoffnung: "Es gibt keine vollen Stadien ohne Einschränkungen. Die Regeln werden von der Art der Veranstaltung abhängen: Eine mehrtätige Verkaufsmesse ist etwas anderes als ein Konzert oder ein Fussballmatch, wo Tausende für wenige Stunden zusammenkommen."

Dass es ohne Einschränkungen nicht geht, weiss man auch beim Verband und will mit einem Schutzkonzept vorstellig werden und für jede Halle darstellen. Dieses ist zwar nicht öffentlich, doch sickerte durch, dass man auf eine Kapazität von 60 Prozent hofft, dies durch Maskenpflicht, Schliessung oder Bestuhlung von Stehplätzen und ohne Gästefans. Dass sich aber nicht alle Fans für Schutzkonzepte interessieren, liess sich bereits bei den Testspielen beobachten. Deswegen sieht das Schutzkonzept Stadionverbote für renitente Fans vor, etwa auch wer absichtlich jemanden anhuste oder trotz eines positiven Coronavirustests ans Spiel gehe.

Dass man zwischen Ligen und der Landesregierung an sicheren Sportevents arbeiten kann, zeigte diese Woche Österreich. Dort trafen sich kürzlich die Liga und die Regierung zu positiven Gesprächen und arbeiten nun an die Details zur Hallenauslastung für einen Saisonstart im September.