Tomlinson spricht über seine Nierentransplantation

Samstag, 15. Februar 2020, 10:30 - Martin Merk

Der Lakers-Trainer Jeff Tomlinson sprach mit dem Fernsehsender MySports erstmals ausführlich über seine Krankheit und die Nierenspende seines Bruders.

«Die Werte wurden immer schlechter, man kann die Dialyse nicht für immer machen. Diese Zeit war sehr mühsam und ich merkte dies, als ich es nicht mehr machen musste. Nun lebe ich mit drei Nieren, von denen zwei nicht funktionieren», sagt Tomlinson.

Seine Rückkehr war nicht so einfach und vor allem nicht so schnell, wie ihm lieb war.

«Ich sagte den Ärzten, dass ich so schnell wie möglich zurückkommen möchte. Die wollten mich stoppen. Aber der Job gibt mir Kraft, aber benötigt auch viel Kraft. Am Anfang diskutierte ich im Trainerbüro mit den anderen Trainern das Spiel, aber mehr konnte ich nicht machen. Ich schaute das Spiel im Büro am Computer, ich konnte es nicht draussen anschauen. Ich zitterte, als ich mich in gewissen Situationen aufregte. Ich sah in diesem Moment, dass mir der Körper meine Grenze zeigte», sagt er.

Auch sein Arzt, Dr. Matthias Neusser, kommt im Video zu Wort. Für ihn war nach den Untersuchungen klar, dass es mit der Zeit eine Nierentransplantation benötigen wird.

«Die Wartezeit in der Schweiz ist bis zu drei Jahre, in der EU sogar sechs Jahre. Er hatte Glück, dass sein Bruder bereit und geeignet war für die Spende», so Neusser.

Entsprechend dankbar ist Tomlinson, dass sein Bruder ihm eine seiner beiden gesunden Nieren spendete.

«Ich hatte Glück, dass sich mein Bruder opferte und eine Niere gab. Auch mein Club hat mich in dieser Phase sehr unterstützt. Nun bin ich 80 Prozent arbeitsfähig, darf sogar ein bisschen Sport machen, es geht mir Tag für Tag besser und mit dem Sport kommt die Kraft zurück», so Tomlinson.

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