Frauen: Zusammenschluss im Mittelfeld

Montag, 9. Dezember 2019, 09:56 - Daniel Monnin

In der Women’s League setzen sich die beiden Meisterschaftsfavoriten Ladies Lugano und ZSC Lions ab, im Mittelfeld kommt es zu einem Zusammenschluss. Drei Teams kämpfen um zwei Playoff-Plätze.

Mit dem knappsten aller Resultate setzten sich die ZSC Lions in Reinach durch und blieben damit nur einen Punkt hinter Meister und Tabellenführer Ladies Lugano. Das Game Winning Goal schoss Isabel Waidacher in der letzten Minute des ersten Drittels. Die Zürcherinnen nützten die zweite Strafe gegen Reinach zum Siegtreffer aus. Reinach verpasste in der Folge während über 10 Minuten numerischer Überlegenheit den Ausgleichstreffer und bleibt damit im Mittelfeld kleben.

Erster Verfolger der Aargauerinnen ist wieder das Team der Neuchâtel Hockey Academy: Die Neuenburgerinnen setzten sich in Thun gegen den direkten Konkurrenten um Platz 4, Bomo Thun, mit 1:0 durch. Auch in Thun entschied ein Powerplay-Treffer in der 20. Minute die umstrittene Partie. Mit der Niederlage im Direktduell fielen die Thunerinnen wieder auf den 5. Rang zurück. Reinach, Neuenburg und Bomo Thun sind jeweils nur durch 2 Punkte getrennt.

Tabellenführer Ladies Lugano kam mit dem 4:1 im Heimspiel gegen Schlusslicht Weinfelden zum höchsten Sieg der Runde: Als zweifache Torschützin zeichnete sich Romy Eggimann aus.

Women’s League, Resultate: Ladies Lugano – Weinfelden 4:1 (1:1, 0:0, 3:0). Reinach – ZSC Lions 0:1 (0:1, 0:0, 0:0). Bomo Thun – Neuchâtel Hockey Academy 0:1 (0:1, 0:0, 0:0).

Rangliste: 1. Ladies Lugano 3/20. 2. ZSC Lions 3/19. 3. Reinach 3/13. 4. Neuchâtel Hockey Academy 3/11. 5. Bomo Thun 3/9. 6. Weinfelden 3/2.

SWHL B: Langenthal weiterhin souverän an der Spitze

Langenthal bleibt auch nach zwei Dritteln der Qualifikationsphase in der SWHL B das Mass aller Dinge. Die Bernerinnen setzen ihren Siegeszug fort und liegen nach einer weiteren Niederlage von Verfolger Brandis bei einem Spiel weniger bereits acht Punkte vor dem Kantonsrivalen und amtierenden B-Meister.

Die Frage nach den Playoff-Teilnehmern reduziert sich nach zwei Dritteln der Qualifikation auf eine einzige Frage: Wer spielt als Nummer 8 gegen den Qualifikationssieger? Seit Wochen liegt Zunzgen-Sissach auf dem ominösen 8. Rang, doch ist der Vorsprung auf das neuntplatzierte Wil nach der Niederlage im Direktduell auf einen einzigen Punkt geschrumpft, der Rückstand auf den Anschluss ans Mittelfeld hingegen bereits auf acht Punkte angewachsen. Als Abstiegsrunden-Teilnehmer scheint Aufsteiger Rapperswil-Jona festzustehen. Die St. Gallerinnen zeigten zwar auch gegen Leader Langenthal eine ansprechende Leistung, Punkte gab es bei der 1:3-Niederlage allerdings erneut keine.

SWHL C: Fünfkampf in der Romandie

In der SWHL C stehen Aufsteiger Ambri-Piotta Girls und C-Meister Wisle Ladies als Aufstiegsrunden-Teilnehmer praktisch fest. Ihre Dominanz in der Gruppe 1 ist frappant. In der „welschen Gruppe“ hingegen können immer noch fünf Teams auf die zwei ersten Plätze hoffen, nach dem sich in den letzten Runden kein Team absetzen konnte und sich die fünf Teams gegenseitig immer wieder Punkte abnehmen. Die Tramelan Ladies sind nach Siders, Neuchâtel Hockey Academy und Lausanne Féminin bereits der vierte Leader in der laufenden Meisterschaft. Das Team der Stunde allerdings kommt aus St-Imier: Die Bernjurassierinnen haben als einziges Team die letzten vier Spiele für sich entscheiden können.

SWHL B, Resultate: Bassersdorf – Rapperswil-Jona Lady Lakers 10:2 (3:0, 0:0, 7:2). Fribourg Ladies – Zunzgen-Sissach 4:2 (0:1, 1:1, 3:0). GCK Lions – Brandis 2:1 (1:1, 1:0, 0:0). Kreuzlingen- Konstanz – Sursee 1:4 1:2, 0:2, 0:0). Rapperswil-Jona Lady Lakers – Langenthal 1:3 (1:0, 0:3, 0:0). Bassersdorf – Wil 4:2 (0:1, 1:0, 3:1).

Rangliste: 1. Langenthal 12/33. 2. Brandis 13/25. 3. Kreuzlingen-Konstanz 12/24. 4. GCK Lions 13/23. 5. Bassersdorf 14/22. 6. Fribourg Ladies 12/18. 7. Sursee 13/18. 8. Zunzgen-Sissach 12/10. 9. Wil 12/9. 10. Rapperswil-Jona 11/4.

SWHL C, Gruppe 1: Ambri-Piotta Girls – Wisle Ladies 2:3 (1:1, 1:0, 0:2). Basel Ladies – Eisbären Queens 1:2 n.P. (0:0, 0:0, 1:1, 0:0, 0:1). Engiadina – Wallisellen 4:2 (2:0, 1:0, 1:1). Ambri-Piotta Girls – Wallisellen 11:1 (3:0, 6:1, 2:0).

Rangliste: 1. Ambri-Piotta Girls 10/27. 2. Wisle 7/18. 3. Eisbären Queens 8/8. 4. Basel Ladies 8/7. 5. Engiadina 7/6. 6. Wallisellen 8/6.

SWHL C, Gruppe 2: Lausanne Féminin – La Chaux-de-Fonds 13:2 (3:1, 4:1, 6:0). Tramelan Ladies – Siders 5:2 (0:0, 0:1, 5:1). St-Imier – Tramelan 4:3 (0:2, 1:1, 3:0). St-Imier – Neuchâtel Hockey Academy 1999 5:3 (1:0, 2:2, 2:1). Tramelan – Lausanne 4 :1 (1:0, 3:1, 0:0) Féminin.

Rangliste: 1. Tramelan Ladies 8/16. 2. Lausanne Féminin 8/15. 3. St-Imier 8/15. 4. Siders 8/14. 5. Neuchâtel Hockey Academy 8/12. 5. 6. La Chaux-de-Fonds 8/0.

Cup: Vier A-Teams im Finalturnier

Mit Titelverteidiger ZSC Lions, Meister Lugano, Reinach und Bomo Thun stehen vier Women’s League-Team im Finalturnier des Swiss Women’s Hockey Cup. Die beiden andern Teams aus der obersten Spielklasse, Weinfelden und Neuchâtel Hockey Academy, verloren im Viertelfinal die Direktduelle gegen die ZSC Lions respektive Reinach.

Die Überraschungen blieben in den Viertelfinals des Swiss Women’s Hockey Cup 2019/2020 aus. Für die beiden unterklassigen Teams, B-Meister Brandis und C-Meister Wisle Ladies, bedeutete die Runde der letzten Acht erwartungsgemäss das Aus im diesjährigen Cup-Wettbewerb. Wisle musste sich dem aktuellen Leader der Women’s League und amtierenden Meister Ladies Lugano geschlagen geben. Mit sechs von insgesamt 15 Treffern war Romy Eggimann die erfolgreichste Punktesammlerin des Cup-Wochenendes. Der eher formschwache B-Meister Brandis fand gegen den A-Vertreter Bomo Thun bis spät ins letzte Drittel kein Mittel und lag bereits nach 15 Minuten vorentscheidend zurück. Damit konnte Brandis seinen letztjährigen Cup-Sieg gegen die Thunerinnen nicht wiederholen und blieb auch im dritten Spiel in Folge – nach den beiden Playout-Partien im Frühling – ohne Chance.

Ausgeglichen verlief die Partie zwischen den Tabellennachbarn in der Women’s League: Das drittplatzierte Reinach setzte sich erst im Penaltyschiessen gegen das viertplatzierte Team der Neuchâtel Hockey Academy durch. Noemy Ryhner, Andrea Fischer und Lena Lutz sorgten mit ihren Treffern im Shootout für die Entscheidung. Weinfelden verlor innert 24 Stunden nach dem Meisterschaftsspiel vom Samstag in Lugano auch die Cup-Partie gegen die ZSC Lions mit 1:4. Das Schlussresultat stand bereits bei Spielmitte fest.

Finalturnier in Langenthal

Das Finalturnier vom 25./26. Januar 2020 findet erstmals in Langenthal statt. Es ist eine Eigenheit des Swiss Women’s Hockey Cup, dass der Frauen-Cupsieger in Halbfinal- und Finalpartien ermittelt wird. Am Samstag finden die beiden Halbfinal-Partien statt, am Sonntag folgen Final und das Spiel um den 3. Platz. Die Auslosung für die Halbfinals findet heute Montag am Sitz der SIHF statt.

Swiss Women’s Hockey Cup, Viertelfinals: Wisle Ladies (C) – Ladies Lugano (A) 0:150:2, 0:6, 0:7). ZSC Lions (A) – Weinfelden (A) 4:1 (2:0, 2:1, 0:0). Reinach (A) – Neuchâtel Hockey Academy (A) 3:2. N.P. (1:0, 1:1, 0:1, 0:0, 1:0). Brandis (B) – Bomo Thun (A) 2:4 (0:3, 0:1, 2:0). – Für das Finalturnier qualifiziert sind die ZSC Lions, Ladies Lugano, Reinach und Bomo Thun.