Bau-Update aus Fribourg

Mittwoch, 12. Juni 2019, 10:41 - Medienmitteilung

Die abgelaufene Saison verlief nach Plan und der Spielbetrieb in der Eishalle konnte während der Bauphase aufrecht erhalten werden. Nach einem von massiven Arbeiten geprägten Baujahr konnte nun eine Schlüsseletappe des Bauprojekts – der Wechsel des Dachs sowie der metallischen Grundstruktur der neuen Eishalle – in Angriff genommen werden. Die soeben eingeläuteten Bauarbeiten werden am 1. Oktober 2019 zum Start der neuen Saison beendet und erlauben die Wiederaufnahme des Spielbetriebs ohne Verlust an Kapazität (6500 Plätze). Für den Betrieb der neuen Eishalle sind Modifikationen vorgesehen. Das Bauvorhaben geht nun in die zweite Runde. Das Konzept der Kommerzialisierung für die Saison 2020/2021 sieht eine Gesamtkapazität von 8500 Zuschauern vor.

Zur Erinnerung wird an dieser Stelle nochmals auf die Besonderheiten des Bauprojekts hingewiesen:

  • Bauprojekt von privater Hand (Bauherr) gesichert
  • Finanzierung erfolgt zu über 50% von Privatpersonen (ein Großteil der Finanzierung von Eishallen in der Schweiz wird von der öffentlichen Hand sichergestellt)
  • Die Eishalle bleibt von 6h30 bis 23h in Betrieb, auch während der Bauphase

Die Antre AG wird noch im laufenden Monat eine bewilligte Erhöhung des Aktienkapitals auf CHF 32,5 Millionen vornehmen. Die Finanzierung des Projekts der Antre AG ist zu 96% sichergestellt, abschließende Diskussionen mit Investoren sind im Gange. Ziel bleibt die Abwicklung des Vorhabens ohne jegliche Darlehen. Die neue Eishalle wird nach wie vor den Namen « BCF Arena » tragen.

Bis zum 31. Mai 2019 erledigte ArbeitenIn der abgelaufenen Saison wurden bis zum vergangenen 31. Mai vor allem Arbeiten zur Vorbereitung der Baustelle (unterirdische Netzwerke, tiefe Fundamente mit 260 Pfählen, etc.) vorgenommen, wodurch ein sicherer Baubetrieb garantiert werden konnte. Gleichzeitig konnten größere Bauarbeiten rund um die Eishalle (38'000 Tonnen Beton) sowie die Abrissarbeiten (Trennwände im unteren Bereich, Holzpfähle, 2 Reihen an Logen inklusive Metallstruktur, technische Elemente unter dem Dach sowie stützende Stahlbetonstruktur im oberen Bereich) an die Hand genommen werden.

Zur Durchführung des Abrisses wurden keine Mittel gescheut: Die Tätigkeiten haben über 40 Bauarbeiter beschäftigt, die über zahlreiche Sägen von großem Format sowie Hebevorrichtungen zur Bewerkstelligung der Arbeiten verfügten. Die in großer Höhe durchgeführten Manöver konnten dank der Installation einer beindruckenden Trägervorrichtung aus Metall in aller Sicherheit erfolgen.

Installation der neuen metallischen Grundstruktur und des Dachs

Die Arbeiten zur Installation der neuen metallischen Grundstruktur haben bereits begonnen. Das neue Dach wird zu Beginn der bevorstehenden Spielzeit (anfangs Oktober) bereitstehen.

Zur Bedeckung des neuen Dachs werden 1200 Tonnen Stahl benötigt. Die neue Grundstruktur deckt eine Fläche von 82m Breite und 106m Höhe ohne Zwischenstütze ab. Das eigens für die neue Eishalle entwickelte Konstrukt ist hochkomplex. Es besteht aus unterstützenden Pfeilern von bis zu 100m Länge und 5m Höhe, die sich kreuzen und somit ein elegantes, statisches und stabiles Netzwerk bilden.

Die Montage des Grundgerüsts erfolgt in Segmenten direkt vor Ort, wobei provisorische Abstütztürme verwenden werden. Die Abstützvorrichtungen werden erst entfernt, wenn das Grundgerüst in seiner Gesamtheit erbaut wurde.

Das Dach der neuen Eishalle wird auf 2'200 m2 mit Photovoltaikplatten, die einen Großteil des energetischen Bedarfs der Eishalle abdecken, versehen.

Die neuen Saison und die Spiele des HCFG werden am kommenden 1. Oktober in einer noch in der Bauphase stehenden Eishalle (jedoch schon mit finalem Volumen) eingeläutet. Die neue Arena verfügt über 8500 Plätze mit einem drei Mal höheren Gesamtvolumen von 200'000 m3 sowie einem Gewicht von 41'000 Tonnen.

Die vom Generalunternehmen Implenia Schweiz AG und dem Architekturbüro „BFIK Architectes HES“ äußerst professionell durchgeführten Arbeiten liegen im Rahmen des vertraglich vereinbarten Budgets. Über 90% des Gesamtbudgets wurde bereits zugesprochen. Die zugesprochenen Arbeiten gingen zu über 97% an Firmen aus der Region.

Derzeit sind 120 Bauarbeiter mit dem Projekt beschäftigt. Das komplexe Bauprojekt wird von einem kompetenten Team aus 8 Personen geleitet. Das Team wird von mehreren Spezialisten aus diversen Bereichen (darunter Ingenieure und Architekten) unterstützt, immer mit dem Ziel, das ambitiöse Bauvorhaben in der vorgegebenen Zeit zu beenden.

Zur Bewerkstelligung des Bauvorhabens sind mittlerweile 4 Kräne ununterbrochen im Einsatz. Der auf die Minute getaktete Einsatzplan der Kräne ist auf die verschiedenen Bauzonen und -aktivitäten abgestimmt.

Die hohe Komplexität der neu zu bauenden, metallischen Grundstruktur sowie der enge Zeitplan bis zum Start der Meisterschaft am kommenden 1. Oktober stellen derzeit die größten Herausforderungen dar.

Geplante Arbeiten bis 31. Dezember 2019Ab Herbst dieses Jahres werden die noch ausbleibenden Arbeiten in Angriff genommen. Dazu zählen die Installation der Photovoltaik-Vorrichtungen auf dem Dach, die Anbringung der Außenfassade (in Form von schuppenförmigen Kompositplatten) sowie die Verlängerung des Vordaches im Außenbereich.

Im Innenbereich stehen zahlreiche Arbeiten (darunter das Anbringen neuer Sitze, die Bearbeitung der Oberflächen auf den Tribünen, die Installation der Restaurants und Büros oder etwa die Einrichtung der Umkleidekabinen) an. Diese Tätigkeiten werden zu Beginn der Saison 2020/2021 abgeschlossen sein.

Änderungen für die Zuschauer in der kommenden Saison (2019/2020)

Zuschauer werden für die bevorstehende Saison zahlreiche Änderungen erfahren. Die wichtigsten Neuheiten folgen hier:

  • Neues Zutrittssystem, das noch vor Start der neuen Spielzeit und nach Bewilligung der Behörden präsentiert wird
  • Änderung und Erweiterung der aktuellen Tribünen mit neuen Zugangswegen
  • Transfer des Sektors « Gäste » in die definitive neue Position
  • Verschiebung einer Anzahl Sitzplätze mit Garantie auf einen gleichwertigen Platz
  • Partielle Inbetriebnahme der Logen auf dem Niveau +3
  • Inbetriebnahme der neuen, der Vorlage der Liga entsprechenden Beleuchtung für TV- Übertragungen
  • Partielle Inbetriebnahme neuer Technologien (Videotron, Lautsprechsystem Videoüberwachung, etc.)
  • Partielle Aufnahme des Barbetriebs auf dem Niveau +2
  • Inbetriebnahme der Toiletten auf den Niveaus +2 et +3
  • Umkehrung der Richtung der TV Produktion und der Zonen für Medienschaffende

Sämtliche von den Bauarbeiten betroffenen Personen oder Firmen (Partner, Sponsoren etc.) wurden über die in Angriff genommenen Tätigkeiten informiert. In der kommenden Saison 2019/2020 wird die Gesamtkapazität des Stadions nach wie vor 6500 Plätze betragen.

Nach einer Saison 2018/2019, die im Hinblick auf die Organisation des Spielbetriebs als gelungen bezeichnet werden konnte, werden die Verantwortlichen des Projektes alles daran setzen, die bevorstehende Spielzeit 2019/2020 ebenso reibungslos über die Runden zu bringen.

Betrieb und Kommerzialisierung (ab Saison 2020/2021)Seit Beginn des Monats Mai 2019 haben die Verantwortlichen der HC Fribourg-Gottéron AG ihr neues Konzept der Kommerzialisierung ihren diversen Kundensegmenten vorgestellt. Der Gesamtkatalog an Marketingleistungen (eingeteilt in die Bereiche Sponsoring und Hospitality) sowie das neue Ticketingangebot wurden bereits kommuniziert. Die Informationen für Privatkunden im Bereich Ticketing stehen der Öffentlichkeit seit dem vergangenen 15. Mai auf der Website des Vereins zur Verfügung. Die vom Verein festgelegten Ticketpreise sind attraktiv und sollen dazu beitragen, möglichst oft die Gesamtkapazität des Stadions mit 8500 Plätzen auszuschöpfen.

Die Planung der Plätze im neuen Stadion wird vollständig umgestellt, immer mit dem Ziel, den existierenden Kunden eine gleichwertige Lösung zu bieten. Die Aufteilung der Plätze für Neukunden ist unter der Rubrik Ticketing/New Arena 2020/2021 ebenfalls auf der Webseite des Vereins ersichtlich.

Dank der Anstrengung aller am Projekt beteiligten Parteien, verläuft das Bauvorhaben nach Plan. Inhaberin, Planer, Unternehmen, Behörden sowie der Verein arbeiten geschlossen Hand in Hand, damit dieses Großprojekt von öffentlichem Interesse zum Erfolg wird. L’Antre AG bedankt sich abschließend bei den kommunalen und kantonalen Behörden der Stadt Freiburg und Granges-Paccot sowie beim Oberamt und den verschiedenen Abteilungen der Verwaltung für die gelungene Zusammenarbeit.

Kennzahlen

Empfang der Zuschauer

Kapazität total: zirka 8500 Personen (derzeit 6500)

Stehplätze: 2200

Sitzplätze: 6000

Gästeplätze: 300

Untere Tribüne: 4904

Logen + VIP: 522 (23 Logen)

Obere Tribüne: 3074

Restaurants: 1 + 5 VIP

Bars: 11 + 1 für Gäste

Kapazität Restaurants: 1236

Dine & View: 76

Dimensionen Stadion

Oberfläche Boden: 8'700 m2, 106m x 82m (aktuell 4’500m2)

Bruttooberfläche: 22'900 m2

Erbautes Volumen: 195'000 m3 (aktuell 75'000 m3)

Konstruktion

Pfähle

Pfähle: 260 (zirka 22m ø 80-120cm)

Gesamtlänge Pfähle: 4800m

Beton (vor Ort vorgefertigt und gegossen)

Totalvolumen: 15300 m3

Gewicht Beton: 38'250 Tonnen

Gewicht Stahl: zirka 1800 Tonnen

Stahl Grundstruktur

Hauptstruktur: 1200 Tonnen

Haupttreppen: 220 Tonnen

Gesamtgewicht leer

(38’250+1’800+1’200+220) 41'470 Tonnen entspricht :

27'600 PKWs à 1,5 Tonnen oder 500 SBB Lokomotiven à 84 Tonnen oder 110 Airbus A380 (leer)

Gesamtgewicht der Zuschauer

Zirka 700 Tonnen