Frauen-U16-EM: Schweiz unterliegt Deutschland

Donnerstag, 25. April 2019, 08:24 - Michael Fischer

Die U16-Frauen-Nationalmannschaft verliert in Pribram das Schlüsselspiel gegen Deutschland und muss um die Viertelfinalqualifikation bangen. Ein fatales letztes Drittel brachte die Eisgenossinnen um die Punkte.

Die Schweiz verliert ein von Strafen geflutetes Spiel gegen Erzrivale Deutschland und damit wichtige Punkte für die Qualifikation für die Playoffs. Annic Büchi brachte die Schweiz nur Sekunden vor der zweiten Sirene im Powerplay in Führung. Dabei sei zu erwähnnen, dass an der EM ein Drittel mit 15 Minuten zu Buche schlägt. So kann der enge Spielplan mit 10 Teams gehalten werden.

Doch dann folgten diese fatalen 15 Minuten, welche für die Schweizerinnen schnell abgehakt werden müssen. Es beginnt jedoch aus Schweizer Sicht ganz anders. Nach nur zwei gespielten Minuten sitzen die Deutschen Sterzik und Gruchot auf der Strafbank und ermöglichen den Eisgenossinnen über eine Minute doppelte Überzahl. Doch anstatt den Deutschen die Vorentscheidung aufzudrücken agieren die Schweizerinnen willfährig und schieben sich hoch an der blauen Linie die Scheibe hin und her. Kein Druck auf's Tor und zerrinende Sekunden. Eine schlechte Mischung. So kommt es wie es kommen musste, eine Schweizerin versucht es mit der Brechstange, verliert die Scheibe und der Gegenstoss endet in einer Strafe gegen die Schweiz. Immer noch kann mit 4 gegen 3 gespielt werden, doch es kommt nicht besser. Sterzik, eben erst von der Strafbank zurück liest den Pass genau und bekommt die Scheibe auf den Stock serviert, rauscht davon und bezwingt Streicher zum 1:1. Und es kommt noch schlimmer. Kurz vor Schluss muss Gaberell in die Kühlbox, Deutschland im Powerplay. Dieses funktioniert und läuft eine gute Minute im Schweizer Drittel bis die Box müde ist und Massner auf Rebound gar die Führung zugestehen muss. Das Timeout von Tatjana Diener und das leere Tor folgen - und wie oft auch noch der Gnadenstoss. Ausgerechnet durch Gruchot. So versenken die beiden Spielerinnen, welche den Eisgenossinnen eine 5 gegen 3-Gelegenheit bescheren, am Ende die Gegnerinnen durch ihre beiden Tore gleich selbst.

Die Schweiz hat morgen Donnerstag frei, ehe es am Freitag gegen die amtierenden Europameisterinnen aus Finnland geht. Am Samstag ist dann wohl ein Sieg Pflicht gegen Österreich. Je nachdem wie sich Norwegen weiter hält, welche heute gegen Finnland verloren und morgen gegen Österreich wieder ins Rennen eingreifen.

Schweiz - Deutschland 1:3 (0:0, 1:0, 0:3)

Pribram - Zimny Stadion, 70 Zuschauer, SR Mala (Svobodova, Zednikova)

Tore: 30. Büchi (Marti, Thalmann; Ausschluss Harko) 1:0. 34. Sterzik (Ausschlüsse Gruchot, Zogg) 1:1. 45. (44:01) Massner (Sterzik; Ausschluss Gaberell) 1:2. 45. (44:47) Gruchot (ins leere Tor) 1:3.

Strafen: Schweiz 8 x 2 Min, Deutschland 6 x 2 Min.

Schweiz: Streicher; Marti, Poletti; Bächler, Gaberell; Kehl, Nele Bachmann; Aymon, Nina Harju; Surdez, Zogg, Nora Harju; Kozuh, Büchi, Salzgeber; Aschwanden, Thalmann, Peter; Diaz, Schmidt.

Bemerkungen; Schweiz ohne Wagner (Ersatz) und Schmid (krank).