Davos plant Trainingshalle für 2018

Sonntag, 16. Juli 2017, 11:31 - Medienmitteilung

Noch diesen Monat reicht der HC Davos das Baugesuch für eine Trainingshalle ein. Sie soll auf der bestehenden offenen Kunsteisbahn erstellt werden. Die Kosten belaufen sich auf rund sechs Millionen Franken. Läuft alles plangemäss, ist die Inbetriebnahme für September 2018 Jahres geplant.

Der Bau einer Trainings-Eishalle in Davos nimmt konkrete Formen an, und die Zeit drängt. Akzeptiert das Davoser Stimmvolk am 24. September an der Urne den Kredit von 3,4 Millionen Franken zugunsten der Sanierung der Vaillant Arena, wird in den kommenden drei Jahren jeweils ab Ende der Playoffs bis Ende Oktober gebaut. Das bedeutet, dass 2019 und 2020 die Eissporthalle jeweils von Frühling bis Spätherbst nicht für Trainings benutzt werden kann - weder von der Nationalliga-A-Mannschaft des HCD, von seiner gesamten Nachwuchsabteilung, dem ISCD (Eiskunstlauf) noch den Curlern.

Der HC Davos forciert deshalb den Bau einer Trainingshalle auf der zurzeit offenen Kunsteisbahn. Er lud im März vier Architekten ein, um einen Vorschlag für eine Trainingshalle auf dem besehenden Areal samt Kostenangaben einzureichen. Der Standort war vorgegeben, und die bestehende Eisplatte soll erhalten bleiben, die Eisaufbereitung künftig allerdings ohne Amoniak erfolgen. Den Zuschlag erhielt das Churer Architekturbüro Fanzun. Gian Fanzun erläuterte am letzten Freitag anlässlich einer Medienkonferenz das Projekt. Die Trainingshalle soll aus Holz errichtet werden, und alle Fassaden sind auch lichtdurchlässigem Kunststoff. Sie ist 68 Meter lang, 48 Meter breit und zehn Meter hoch geplant. Die bestehende kleine Tribüne wird integriert. Die Trainingshalle ist auf die grosse offene Sportanlage ausgerichtet und weist auf der dortigen Ostseite einen Vorbau auf, womit das Areal des Sportplatzes einbezogen werden kann.

Der HCD trägt die Kosten

Das Projekt kostet rund sechs Millionen Franken. Die Kosten trägt ausschliesslich der HC Davos. Laut Präsident Gaudenz Domenig ist eine dreiteilige Finanzierung vorgesehen. Drei Millionen Franken sollen durch Kredite der dem HCD zugewandten Banken (GKB und UBS) gewährt werden. Eine Kapitalerhöhung durch die HCD-Aktionäre soll zwei Millionen Franken einbringen. Und eine Million erhofft sich Domenig vom Bund aus dem Topf des nationalen Sportanlagekonzepts (Nasak).

Der HCD-Präsident betont die spartanischen, auch energiebewussten Vorgaben für das Projekt. Die Trainingshalle wird nicht beheizt. Nötig ist hingegen eine Entfeuchtungsanlage, damit je nach Witterung kein Nebel aufkommt. Spielerkabinen sind nicht erforderlich; es werden jene in der Vaillant Arena genutzt.

Baueingabe noch im Juli

Die Trainingshalle bringt nicht nur dem HCD und den anderen Eissportklubs in Davos Vorteile. Auch dem Tourismus käme sie entgegen, wie Reto Branschi, CEO der Destination Davos Klosters, an der Medienkonferenz erklärte. Denn dadurch könnte das Eisstadion vermehrt für andere Anlässe und sogar für Kongresse genutzt werden.

Bereits bis Ende Juli werden die Baueingabe erstellt und das Baugesuch eingereicht. Sofern keine Einsprachen das Projekt verzögern, soll die Trainingshalle nächstes Jahr von Mai bis September realisiert werden.

Quelle: HC Davos / Davoser Zeitung