Verbesserungen für Coronavirus-Kredite

Mittwoch, 9. September 2020, 17:51 - Martin Merk

Fliessen doch bald Kredite für die Proficlubs im Eishockey und Fussball? Der Nationalrat fordert Verbesserungen im Sinne des Sports vor allem mit dem Wegfall der Solidarhaftung.

Vor langer Zeit hatte der Bundesrat bis zu 350 Millionen Franken als zinslose Kredite für Proficlubs im Eishockey und Fussball in Aussicht gestellt. Davon ist aber kein Rappen geflossen, denn das Geld hätte pber die Ligen an die Clubs fliessen sollen. Und diese verweigerten die Unterschrift, da man im Falle einer Pleite eines Clubs innerhalb der Liga hätte solidarisch haften müssen - ein No-go für die Ligen und Clubs.

Heute tagte der Nationalrat dazu. Politiker aus fünf Fraktionen forderten Äanderungen, vor allem was die Solidarhaftung anbelangt. Mit 135 zu 34 Stimmen bei 19 Enthaltungen an wurden Änderungen angenommen. So soll das Geld direkt an Clubs fliessen ohne Solidarhaftung.

Lubs können ein zinsloses Darlehen bis zu einem Viertel ihres Betriebsaufwands der vergangenen beiden Jahre erhalten können. Bis zu 25 Prozent davon müssen sie aber als Sicherheit leisten. Die Unterstützung ist auf zehn Jahre befristet. Wer die Kredite nicht innerhalb von drei Jahren zurückzahlt, muss seine Löhne um bis zu 20 Prozent kürzen. Diese bei den Clubs unbeliebte Bedingung bleibt also.

Morgen wird auch noch der Ständerat zum Thema befinden. Dann ist eine Reaktion des Bundesrats gefragt.