Gianola: Grossteil will Salärobergrenze

Mittwoch, 17. Juni 2020, 19:19 - Martin Merk

Noch wurde kein Entscheid bezüglich einer Salärobergrenze mit Luxussteuer ("Financial Fair-Play") gefällt. Doch laut dem Initiator aus Davos ist eine Mehrheit dafür.

«Heute war einmal eine Orientierung. Nun nehmen wir auf, was nicht so passt im Moment und passen es an, wo es möglich ist. Dann werden wir es einbringen», sagte HCD-CEO Marc Gianola gegenüber MySports. «Der grösste Teil der Clubs ist damit einverstanden.»

Mit dem Financial Fair-Play wollen die Davoser ähnlich wie in der russischen KHL eine Obergrenze und eine Untergrenze für die Lohnsumme im Team. Wer die Obergrenze überschreitet, muss auf diesen Betrag eine Luxussteuer zu Gunsten der ärmeren Clubs zahlen.

Hinter der Machbarkeit und Rechtsvereinbarkeit haben Kritiker aber immer Fragezeichen gesetzt. Daher soll die Vorlage überarbeitet werden und könnte an einer anderen Ligaversammlung (etwa im August) zur Abstimmung kommen. Die Einführung wäre ab 2021/22 vorgesehen mit einer Übergangsphase.

Möglicherweise würde ein solches System die Forderungen nach einer Aufhebung der Ausländerzahl obsolet machen. Entsprechend wurden bezüglich der Anzahl Ausländer auch keine Änderungen beschlossen.