Champions Hockey League später und verkürzt

Dienstag, 28. April 2020, 11:49 - Medienmitteilung

Aufgrund der Corona-Krise und der damit verbundenen Unsicherheitfür sämtliche Sportwettbewerbehat der CHL-Verwaltungsrat Weitsicht bewiesen und proaktiventschieden, den CHL-Saisonstart um einen Monat auf anfangs Oktober zu verschieben. Die Entscheidung beeinflusst das Spielformat, so wird die CHL in dieser Saison nun als reines K.o.-System ausgetragen.

Die Champions Hockey League hat ihren Saisonstart verschoben und wird neu am 6. Oktober 2020 beginnen(stattam3. September). Diese Entscheidung traf der Verwaltungsrat in einer ausserordentlichen Videokonferenz am letzten Freitag. «Die Champions Hockey League ist eine europaweite Veranstaltung mit Beteiligung von 13 Ländern –das heisst, wir sind von 13verschiedenen Regierungen und deren Verfügungen abhängig», sagt CHL-Präsident Peter Zahner. «Unsere teilnehmenden Teams müssen reisen können und unser Ziel ist es, dass wir die CHL mit Zuschauern in den Arenen spielen. Aus diesem Grund, und auch wegen den europaweit momentan sehr unsicheren Entwicklungen, haben wir proaktiv entschieden und wollten so demRisiko einer kurzfristignotwendigenVerschiebung aus dem Weg gehen.»

Der Saisonstart fällt nun auf das Datum, welches ursprünglich für Spieltag fünfvorgesehen war. Das bedeutet, dass die CHL-Saison um vier Spieltage gekürzt wird, eineAnpassung des Spielformats zur Folge hat. «Wir haben in den letzten Wochen viele verschiedeneAlternativszenarien überprüft und sind zum Schluss gekommen, dass ein K.o.-System die einfachste und fairste Lösung ist, die sich anerbietet», so Zahner. Folglich werden die 32 Teams in Paarungen gelost und der Wettbewerb wird direkt mit den Sechzehntelfinals beginnen, wobei bis zum Halbfinale Hin-und Rückspiele ausgetragen werden. Die CHL-Saison findet dann am 9. Februar 2021 ihren Höhepunkt, wenn das Finale wie üblich in einem Einzelspiel-Showdown über die Bühne geht.

Zahner: «Wir sind uns bewusst, dass der Formatwechsel unerwartet kommt, aber spezielle Umstände erfordern spezielle Massnahmen. Es ist unser oberstes Ziel, unseren teilnehmenden Klubs die Planung so gut es geht zu erleichtern, da die Umständederzeit für alle schwierig sind. DerCHL-Verwaltungsrat ist überzeugt, dass die proaktive Entscheidung den teilnehmenden Klubs hilft, besser planen und sich auf eine erfolgreiche CHL-Saison vorbereiten zu können–aber genauso natürlich auch derCHL-Geschäftsstelle.»

Teilnehmerfeld komplett

Neman Grodno ist der 32. Teilnehmer der CHL-Saison 2020/21. Der CHL-Verwaltungsrat hat die letzte verbleibende Wild Card dem Qualifikationszweiten aus Weissrussland zugesprochen. Dies nachdem die slowakische Ligadie CHL offiziell angefragthatte, ihr für die Saison 2020/21 qualifiziertes Team aufgrund von Infrastruktur-Problemen zu ersetzen (Umzug in eine kleine Alternativ-Halle für die ganze Saison 2020/21 aufgrund eines Arena-Umbaus).

«Weissrussland ist bei weitem die bestklassierte Challenger Liga in der CHL-Ligen-Rangliste und deshalb war es ein logischer Schritt ihren Qualifikationszweiten einzuladen –denn eine Entscheidung, die auf rein sportlichen Kriterien basiert,ist immer die beste Lösung», sagt Zahner. «Neman Grodno hat zudem in der Vergangenheitbereits bewiesen, dass sie ein starkes Team haben und in der Lage sind, Europas Besteherauszufordern. Sie haben bei ihren bisherigen drei Teilnahmen schon namhafte Mannschaften geschlagen, unter anderem den EV Zug, die Adler Mannheim oder die früheren CHL-Gewinner JYP Jyväskylä.»

Die Teilnehmer:

Dänemark: Aalborg Pirates

Deutschland: Red Bull München, Adler Mannheim, Straubing Tigers, Eisbären Berlin

Finnland: Kärpät Oulu, Lukko Rauma, Tappara Tampere, Ilves Tampere

Frankreich: Grenoble

Grossbritannien: Cardiff Devils

Norwegen: Stavanger Oilers

Österreich (EBEL): Red Bull Salzburg, HC Bozen (I), Vienna Capitals

Polen: GKS Tychy

Schweden: Frölunda Indians, Luleå Hockey, Färjestad Karlstad, Rögle Ängelholm, Skellefteå AIK

Schweiz: ZSC Lions, EV Zug, HC Davos, Genf-Servette, EHC Biel

Tschechien: Bílí Tygři Liberec, Oceláři Třinec, Sparta Prag

Weissrussland: Yunost Minsk, Neman Grodno

IIHF Continental Cup Sieger: SønderjyskE Vojens (Dänemark)