Mit Herz und Leidenschaft nach PyeongChang

Montag, 6. Februar 2017, 09:58 - Daniel Monnin

Das Schweizer Frauen-Nationalteam spielt diese Woche in Arosa um die Olympia-Qualifikation. Gegner sind vom Donnerstag bis Sonntag Dänemark, Norwegen und Tschechien.

Drei Jahre nach der sensationellen Bronzemedaille von Sotschi steht das Thema „Olympia“ wieder im Fokus der Schweizer Frauen-Nati. Diesmal allerdings zuerst nur in Form des finalen Qualifikationsturnieres in Arosa. „Auf dem Papier“, so Nationaltrainerin Daniela Diaz, oder auch gemäss der Weltranglistenposition, gehört das Schweizer Team zusammen mit Tschechien zu den Favoriten auf den Gruppensieg, der das Ticket nach PyeongChang sichert. Die Schweiz startet am Donnerstag gegen Dänemark, spielt am Samstag gegen Norwegen und am Sonntag gegen Tschechien. Spielbeginn ist jeweils um 16 Uhr. Alle Spiele werden von SRF übertragen, gegen Dänemark und Tschechien im Livestream, die Partie gegen Norwegen live auf SRF2.

Daniela Diaz gibt einen pragmatischen Weg vor, der zum Erfolg und zur Olympia-Qualifikation führen soll: „Wir sind bereit. Ziel ist es, den Moment in den Vordergrund zu stellen, weder zurück noch zu weit nach vorne zu schauen, Einsatz für Einsatz, Spiel für Spiel nehmen. Wir werden hart arbeiten, mit viel Leidenschaft, Stolz und Freude spielen.“

Captain Livia Altmann hebt den Zusammenhalt im Team als wichtiges Element auf dem Weg zum Ziel hervor: „Das Team ist am letzten Vorbereitungsturnier im Januar noch enger zusammengerückt. Das hat sich auch auf unsere Spielweise ausgewirkt. Ich bin absolut zuversichtlich, dass wir unser Ziel – die Olympia-Qualifikation – erreichen können.“ Diaz und Altmann, die Einheimische, zählen auf den Support der Zuschauer, „die mithelfen sollen, uns zum Erfolg zu tragen. Arosa ist ein Hockey-Dorf und ich weiss, wie begeisterungsfähig die Fans dort sind“, sagt Altmann.

„Kein Team unterschätzen“

„Wir werden nicht den Fehler machen und eines der drei Teams unterschätzen“, sagt Diaz und zollt den Gegnern den nötigen Respekt. „Norwegen und Dänemark stellen gute Teams mit starken Einzelspielerinnen, die teilweise in der schwedischen Liga spielen.“ Beide Teams gehören der Division 1 an und erreichten in den letzten beiden Jahren jeweils einen 4. (Dänemark) und 5. WM-Rang (Norwegen). Die Duelle mit Tschechien waren in den letzten Monaten und Jahren meist hart umkämpft und endeten mit knappen Resultaten. An der WM 2016 in Kamloops behielten die Tschechinnen im Gruppenspiel das bessere Ende für sich (3:1-Sieg), qualifizierten sich für die Viertelfinals und beendeten das Turnier auf Rang 6 vor den Schweizerinnen (7). In den Vorbereitungsspielen der laufenden Saison entschieden beide Teams je ein Spiel für sich.

Sympathischer Eröffnungsabend

Eröffnet wird das Turnier am Mittwochabend einen Tag vor den ersten Spielen mit einem sympathischen Event. An der Eröffnungsfeier auf dem Ausseneisfeld werden ab 20 Uhr die vier Teams vorgestellt und einzelne Spielerinnen interviewt. Die Zeremonie beginnt mit der Vorstellung des tschechischen Teams, es folgen Norwegen und Dänemark. Die Präsentation der Schweizerinnen ist gegen 21 Uhr vorgesehen. Das Schweizer Team wird nach der Vorstellung zudem für Autogrammwünsche zur Verfügung stehen.

Mit Gruyère AOP zum Erfolg

Neben den Zuschauern sorgt auch Sponsor Gruyère AOP für eine tatkräftige Unterstützung sowohl in Arosa und im April an den Weltmeisterschaften in Plymouth (USA) der Frauen-Nati. Gruyère AOP tritt in Arosa mit einer Logopräsenz auf dem Mittelkreis auf, an der WM wirbt Gruyère AOP auf dem Helm und dem Trikot und sorgt dafür, dass die Frauen-Nationalmannschaft ein Stück Schweizer Heimat mit an die WM nimmt.

Das Aufgebot

Tor: Vanessa Bolinger (98, Reinach), Andrea Brändli (97, Young Lions Thurgau), Florence Schelling (89, Linköping/SWE).

Verteidigung: Livia Altmann (94, Colgate University/USA), Laura Benz (92, ZSC Lions), Nicole Bullo (87, Lugano), Sarah Forster (93, Neuchâtel Hockey Academy), Christine Meier (86, ZSC Lions), Reica Staiger (96, ZSC Lions), Sabrina Zollinger (93, ZSC Lions).

Sturm: Tess Allemann (98, Bomo Thun/SCL Young Tigers), Alina Müller (98, Kloten), Evelina Raselli (92, Lugano), Lisa Rüedi (2000, ZSC Lions/Dübendorf), Dominique Rüegg (96, ZSC Lions), Phoebe Staenz (94, Yale University/USA), Lara Stalder (94, University of Minnesota-Duluth/USA), Anja Stiefel (90, Lulea/SWE), Sandra Thalmann (92, Reinach), Isabel Waidacher (94, ZSC Lions), Nina Waidacher (92, ZSC Lions).

Die Spiele

Donnerstag, 9.Februar, 16 Uhr: Dänemark – Schweiz (live auf SRF Livestream).
Samstag, 11. Februar, 16 Uhr: Schweiz – Norwegen (live auf SRF 2).
Sonntag, 12. Februar, 16 Uhr: Schweiz – Tschechien (live auf SRF Livestream).


Solche Bilder sähen wir gerne wieder. Die Schweizerinnen jubeln nach dem Sieg gegen Schweden im Spiel um die Bronzemedaille in Sotschi 2014. Für PyeongChang 2018 müssen sie sich aber zuerst noch qualifizieren. © Foto: Andreas Robanser