SCB beantragt Verfahren gegen Ueli Schwarz

Donnerstag, 31. März 2016, 20:32 - Medienmitteilung

Der SC Bern hat heute Donnerstag, 31. März, ein Verfahren gegen Ueli Schwarz beantragt. Ueli Schwarz wird vorgeworfen, sich als Direktor der National League in ein laufendes Verfahren der Verbandsjustiz eingemischt und aktiv Einfluss auf deren Entscheidungsfindung genommen zu haben.

Der SC Bern hat ein Verfahren gegen Ueli Schwarz beantragt. Schwarz habe den Einzelrichter, Reto Steinmann, bei der Urteilsfindung im Fall Tristan Scherwey (Behinderung mit Verletzungsfolge gegen Fabian Heldner, Playoff-Halbfinalspiel HC Davos – SC Bern vom 26. März 2016) aktiv eingemischt und die Entscheidungsfindung beeinflusst. Der SCB beruft sich bei seinem Antrag darauf, dass die Judikative (Einzelrichter) eine unabhängige Instanz sei und nicht beeinflusst werden dürfe. Swiss Ice Hockey und Ueli Schwarz sehen keine grundlegende Differenz zur rechtlichen Auffassung des SCB, insbesondere was die Gewaltenteilung betrifft – der Sachverhalt indessen ist umstritten. Die Disziplinarstellen sollen ihre Urteile im Rahmen der Reglemente unabhängig fällen. In Bezug auf die Fakten kann Swiss Ice Hockey zum jetzigen Zeitpunkt keine Stellung nehmen.

Die nun laufende Untersuchung wird im Rahmen des Rechtspflegeverfahrens von einer unbeteiligten Stelle durchgeführt. Der ins Verfahren involvierte Einzelrichter für Disziplinarsachen Leistungssport, Reto Steinmann sowie sein Stellvertreter, Oliver Krüger, sind daher in den Ausstand getreten. Swiss Ice Hockey erhofft sich von der Untersuchung Klarheit über den vom SC Bern wiedergegebenen Sachverhalt. Um keine Vorverurteilungen zu schüren, ist es vor Abschluss der sorgfältig zu führenden Untersuchung nicht möglich, detaillert Stellung zu nehmen.