Zwei Kandidaturen für Olympiade in der Schweiz

Donnerstag, 15. Dezember 2016, 21:59 - Medienmitteilung

Nach einem mehrmonatigen Prozess haben die Projektverantwortlichen von «Graubünden und Partner 2026» und von «Sion 2026. Die Winterspiele im Herzen der Schweiz», das von den Kantonen Wallis, Bern, Freiburg und Waadt unterstützt wird, ihre Konzepte für die Organisation der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026 in der Schweiz rechtzeitig bei Swiss Olympic eingereicht.

Das Projekt «Graubünden und Partner 2026» und die vom Waadtland und dem Wallis getragene Idee «Sion 2026. Die Winterspiele im Herzen der Schweiz», die auch von den Kantonen Bern und Freiburg unterstützt wird, verbleiben im Nominierungsprozess für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026 in der Schweiz. Die Verantwortlichen dieser beiden Vorhaben haben ihre Konzepte bis zum Stichtag am 15. Dezember 2016 an Swiss Olympic übermittelt.

Die beiden überregionalen Projekte «Switzerland 2026» und «2026. Games for our future», die sich vor einigen Wochen zusammengeschlossen hatten, wurden in die Kandidatur «Sion 2026. Die Winterspiele im Herzen der Schweiz» integriert. «Ich freue mich, war unsere Zusammenarbeit mit den interessierten Regionen fruchtbar», sagt Swiss-Olympic-Präsident Jörg Schild. «Es hat ein gesunder Konkurrenzkampf stattgefunden. Aus dem Interesse von ursprünglich fünf Gruppierungen sind zwei starke Projektideen entstanden. Das entspricht dem Sinn des Nominierungsprozesses: Ein grosses Projekt zu entwickeln, das die Schweiz verdient hat und das nötig ist für unser Land und das auch für die olympische Bewegung wertvoll ist.»

Der von Swiss Olympic im März 2016 lancierte und über die vergangenen Monate eng begleitete Nominierungsprozess hat das Ziel herauszufinden, ob ein Kandidaturprojekt für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026 entwickelt werden kann, das zwei Hauptkriterien erfüllt: Erstens soll es in den von Swiss Olympic gestellten Rahmenbedingungen Sport, Wirtschaft, Gesellschaft, Tourismus und Umwelt positive Auswirkungen auf die Gastgeberstadt/ -region und auf die ganze Schweiz haben. Zweitens muss das Projekt die Voraussetzungen mitbringen, um in der internationalen Kandidaturphase die Stimmen der IOC-Mitglieder für sich zu gewinnen und so die Olympischen und Paralympischen Spiele 2026 in die Schweiz zu holen.

Evaluierung durch die Task Force 2026

Ob die beiden nun eingereichten Projekte diese Hauptkriterien erfüllen, wird ein erster Evaluierungsbericht zeigen, der nach einem Treffen der Task Force 2026 mit den Projektgruppen Ende Januar / Anfang Februar erstellt wird. Ein finaler Evaluierungsbericht der Projekte, den die Task Force danach erstellt, bildet dann die Entscheidungsgrundlage für den Exekutivrat von Swiss Olympic. Dieser entscheidet am 7. März 2017, ob eines der beiden Projekte als Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026 lanciert wird.

Der Entscheid des Exekutivrats muss dann noch vom Sportparlament als höchstes Organ von Swiss Olympic, im Rahmen einer ausserordentlichen Versammlung am 11. April 2017 ratifiziert werden.