Roman Wick ist MVP 2013/14

Sonntag, 14. September 2014, 18:10 - Martin Merk

Roman Wick wurde zum wertvollsten Spieler der Saison 2013/14 gewählt. Auch Cristobal Huet, Elvis Merzlikins, Ivo Rüthemann, Andres Ambühl, die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft und ihre Torhüterin Florence Schelling wurden bei den Swiss Ice Hockey Awards in Zürich geehrt.

Eine Jury mit Stimmen von Spielern, Journalisten und Verbandsvertretern zeichnete ZSC-Stürmer Roman Wick zum wertvollsten Spieler (MVP) der Saison 2013/14 aus.

"Ich fühle mich geehrt, aber wir sind uns alle einig, dass diesen Titel viele unserer Mannschaft verdient hätten. Für mich ist er erst einmal wichtig, dass wir Schweizer Meister geworden sind", sagte Wick.

Aller Tiefstapelei zum Trotz: Wick war massgeblich an der Torproduktion des Schweizer Meisters beteiligt. Er war hinter Matthew Lombardi (Servette) bester Scorer der NLA und PostFinance Topscorer der ZSC Lions mit 23 Toren und 25 Assists in 47 Spielen. Dazu kam er in den Playoffs auf drei Tore und sechs Assists in 18 Spielen.

Neben Wick waren auch Cristobal Huet (Lausanne) und Matthew Lombardi (Servette) als Finalisten nominiert gewesen.

Lausanne-Torhüter Cristobal Huet gewann dafür die Jacques Plante Trophy als Torhüter des Jahres.

Huet erhielt die Trophäe von Goalielegende Renato Tosio überreicht. Bereits 2000 und 2001 wurde der französische Internationale mit Schweizer Pass mit dem Award ausgezeichnet.

Huet war massgeblich an der überraschenden Playoff-Qualifikation des letztjährigen Aufsteigers beteiligt. Er kam in 51 Spielen zum Einsatz, beendete die Qualifikation mit einer Fangquote von 92,8 Prozent und überzeugte auch in den Playoffs, als die Waadtländer den späteren Meister ZSC Lions bis zum Schluss forderten. Danach führte er die französische Nationalmannschaft ebenso unerwartet ins WM-Viertelfinale. Lukas Flüeler (ZSC Lions) und Martin Gerber (Kloten) waren die anderen Finalisten.

Der Lugano-Torhüter Elvis Merzlikins ist durch PostFinance zum Youngster des Jahres der NLA-Saison 2013/14 ausgezeichnet worden.

Merzlikins startete bei Lugano als Nummer drei im Tor, doch der Junior kam zu überraschend viel Eiszeit und überzeugte. Er kam in 23 NLA-Spielen zum Einsatz und hatte in der regulären Saison eine Fangquote von 92,4 Prozent. Er spielte die letzten drei Jahre lang auch an U20-Weltmeisterschaften für Lettland.

"Ich habe grosse Freude an dieser Trophäe. Ich hatte eine super Saison und bin froh mit dieser Auszeichnung belohnt zu werden", sagte der gebürtige Lette mit Schweizer Lizenz auf Italienisch. Weitere Kandidaten waren Samuel Kreis (Bern) und Noah Rod (Servette).

Die Schweizer Frauen-Eishockey-Nationalmannschaft wurde mit dem "Hockey Award" für ausserordentliche Leistungen im internationalen Eishockey ausgezeichnet. Auch der langjährige Schiedsrichter Brent Reiber und der NHL-Stürmer Nino Niederreiter waren nominiert, doch mit der Bronze-Medaille an den Olympischen Winterspielen in Sotschi führte kein Weg an die Schweizerinnen vorbei, die bis auf die in Nordamerika engagierten Spielerinnen beinahe komplett in schwarzen Abendkleidern präsent waren. Es war die Bronze-Medaille, die Gold wert war. Sämtliche Spielerinnen und Betreuer erhielten als Preis ein Stück Gold als Geschenk.

Die Torhüterin Florence Schelling wurde zudem als Spielerin des Jahres. Schelling war eine der Schlüsselspielerinnen im Schweizer Team in Sotschi und wurde auch als wertvollste Spielerin und als beste Torhüterin des olympischen Frauen-Eishockey-Turniers ausgezeichnet.

Ivo Rüthemann wurde für seine Dienste fürs Schweizer Eishockey mit dem "Special Award" ausgezeichnet. Der bisherige Stürmer des SC Bern ist Rekordhalter an NLA-Spielen und Zweiter hinter Mathias Seger bezüglich Anzahl Länderspielen. Der Sankt-Galler gewann drei Meistertitel mit dem SC Bern und nahm an 12 Weltmeisterschaften und drei Olympischen Winterspielen teil.

"Eine sehr schöne Phase meines Lebens ist nun vorbei. Das Hockeyspielen war meine grosse Liebe", sagte Rüthemann nach der Annahme des Preises. Nach seinem Rücktritt arbeitet er nun im Bankgewerbe. "Das hat mich schon immer interessiert und macht mir auch sehr Spass", sagte er zu seinem neuen Lebensabschnitt.

Zum populärsten Spieler der NLA ("Most Popular Player") wurde in einer Online-Wahl durch Fans der Nationalstürmer Andres Ambühl vom HC Davos ausgezeichnet. Ebenfalls ins Finale nominiert waren Inti Pestoni (Ambrì) und Mathias Seger (ZSC Lions). "Eigentlich ist es nicht so wichtig (ob man populär ist), aber es schadet auch nicht", sagte Ambühl etwas verlegen bei der Auszeichnung.

Matthew Lombardi (Genf-Servette) und Jeff Campbell (Langenthal) sind zudem als PostFinance Topscorer der National League A beziehungsweise der National League B der Saison 2013/14 ausgezeichnet worden.

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