HCD muss 1,5 Mio. Fr. Steuern nachzahlen

Freitag, 27. Juni 2014, 15:45 - Martin Merk

Dicke Post für den HC Davos: Das Bundesgericht hat bestätigt, dass der HC Davos 1,532 Millionen Franken an Steuern nachzahlen muss, dazu 10'000 Franken Gerichtskosten. Dies berichtet die "Südostschweiz" auf ihrer Website.

Sie bestätigte damit eine Nachzahlforderung der eidgenössischen Steuerverwaltung. Der HCD ist in eine Holding-Struktur organisiert mit einer Hockey Club Davos AG und deren Tochterfirmen HC Davos Management AG und HC Davos Sport AG. Die Verwaltung stellte 2011 bei einer Kontrolle mehrwertsteuerrechtliche Ungereimtheiten fest und forderte die Nachzahlung von Mehrwertsteuerbeiträgen für die Jahre 2006 bis 2009.

Die Eidgenössische Steuerverwaltung hatte argumentiert, der HC Davos habe Umsätze und Aufwände jeweils nach "taktischen" Gesichtspunkten den beiden Tochterfirmen zugewiesen, ohne dass es in der Folge zu einem Ausgleich gekommen sei.

Laut Bundesgericht wiederum sei nicht zu übersehen, dass die Zuweisung von Aufwänden und Erträgen keinem klaren handelsrechtlichen Konzept folge. So seien etwa unverrückbare Fragezeichen hinsichtlich der Verbuchung der Ticketeinnahmen aus dem Spengler-Cup am Platz. Obschon die Rechte am Turnier der Management AG zustünden, seien die Einnahmen vertragswidrig in der HC Davos Sport AG verbucht worden, ohne dass es zu einer Weiterleitung an die Inhaberin der Rechte gekommen sei.

Dies ist bereits der zweite diese Woche publizierte Bundesgerichtsentscheid bezüglich Steuernachzahlungen eines Eishockeyclubs. Die Rapperswil-Jona Lakers wurden zu Mehrwertsteuerzahlungen auf vermeintliche Gönnerbeiträge verdonnert, da das Bundesgericht diese als Werbeeinnahmen betrachtet für welche Werbeleistungen erbracht wurden.