NLB: Sion sagt "non", Aufräumen in Basel

Dienstag, 24. Juni 2014, 08:16 - Martin Merk

Nach dem Konkurs der EHC Basel Sharks müssen nun die Nationalliga sowie die verbliebenen Eishockey-Begeisterten in Basel an die Zukunft arbeiten. Es schaut momentan nach einer 9er-Liga mit zusätzlichen Spielen zwischen den NLB-Teams aus, während es in Basel in der 1. Liga weitergeht.

Weil der Konkurs des Basler NLB-Clubs noch nicht ausgesprochen ist, hofft man zwar bei der Liga leise noch auf einen rettenden Engel, doch momentan gibt es dazu keine Anzeichen, zumal eine Übernahme der Eishalle offenbar am Kanton Basel-Stadt gescheitert ist. Dieser deckt bereits die Defizite der multifunktionalen St. Jakobshalle in der Nachbarschaft und hat offenbar wenig Interesse, die Eishalle an Investoren zu übergeben, welche dann zur Konkurrenz im Event-Bereich würden.

Wie geht es in der NLB ohne Basel weiter? In der Zeitung "Le Matin" wird spekuliert, dass man aus der 1. Liga eine Mannschaft am grünen Tisch aufsteigen lassen würde, namentlich den HC Sion, der als einziger Club in der vergangenen Saison Interesse am Aufstieg bekundete. Doch im Walliser Kantonshauptort winkt man ab.

"Das tut weh für Basel, das ist nicht gut für die NLB. Aber unser Platz ist in der 1. Liga", sagt Sion-Präsident Gérald Bressoud zu "Le Nouvelliste". Momentan ist man mit den Planungen für die 1. Liga beschäftigt. Noch fehlt ein Trainer. Daniel Wobmann, der den EHC Visp verlässt, gilt als Kandidat.

Auch ansonsten fehlt es an Amateurclubs, die das NLB-Abenteuer wagen würden. "Es gibt keinen Kandidaten", sagt Regio-League-Präsident Jean-Marie Viaccoz zur Zeitung. "Kein Club möchte das finanzielle Risiko eines Aufstiegs eingehen. Auf der Ebene der Regio League werden wir aber weiter über eine "Super 1. Liga" mit zwei geographischen Gruppen nachdenken."

Damit wird die NLB aller Voraussicht nach als 9er-Liga gespielt. Weil jedem Club zwei bis drei Heimspiele fehlen, wird ein neuer Modus ausgearbeitet mit ebenfalls 45 Spielen. Einige Clubs fordern gar sechs Runden, womit man einen simplen Modus und 48 Spiele hätte.

In Basel geht es nach dem Konkurs der EHC Basel Sharks in der 1. Liga weiter. Die zweite Mannschaft im Verein EHC Basel/Kleinhüningen ist vom Konkurs unberührt und wird wie geplant in der 1. Liga spielen. Ob sie allenfalls lokale Spieler vom NLB-Team aufnimmt ist derzeit genauso offen wie ob man weiterhin auf der halboffenen Kunsteisbahn St. Margrethen spielt oder in die moderne St. Jakob-Arena umzieht. Dort hofft man bei der heutigen Generalversammlung, dass es mit Eissport weitergeht. Ab August soll es wieder wie geplant Eis geben. Die Zukunft hängt vor allem auch damit zusammen, ob das Konstrukt mit den Nachwuchsteams finanziert werden kann. Die EHC Basel Young Sharks AG ist eine Tochterunternehmung der in den Konkurs gehenden EHC Basel AG. Die Gesellschaft oder die Mannschaften mit 240 Spielern und der Eishockeyschule könnten nun aber wieder vom Verein EHC Basel/Kleinhüningen übernommen werden. Der operierte mit einer Mannschaft in der 1. Liga und dem Nachwuchs schon in den 90er-Jahren mit schwarzen Zahlen.

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