Lakers verlieren Steuerstreit

Montag, 23. Juni 2014, 18:49 - Martin Merk

Die Rapperswil-Jona Lakers sind in einem Streit mit der Steuerverwaltung vor dem Bundesgericht unterlegen. Laut der Schweizerischen Depeschenagentur müssen sie somit über 360 000 Franken an Mehrwertsteuer nachzahlen für Zuwendungen vom 100er-Club und die 8000 Franken Gerichtskosten übernehmen.

Die Lakers hatten dies freilich anders gesehen und die Zuwendungen als Gönnerbeiträge betrachtet. Nicht so aber das Bundesgericht, das eine Beschwerde der Lakers gegen ein Urteil des Bundesverwaltungsgericht abwies.

Das Bundesgericht sieht im heute publizierten Urteil den als Verein organisierten 100er-Club als "Businessclub in Vereinsform zur Pflege von Geschäftskontakten und Förderung der Wirtschaft in der Grossregion". Der Club erhalte als Gegenleistung Werbeleistungen und imagefördernde Wirkung unter anderem mit einem eigenen Bereich mit einer Auflistung aller Mitglieder und deren Tätigkeiten auf der Lakers-Website, ist im Urteil als der primäre Grund über das Urteil zu lesen. Dies im Zeitraum von Oktober 2004 bis Oktober 2007, auf den die ursprünglichen Forderungen zurückgingen. Der 100er-Club gelte aus Sicht des Bundesgerichts nicht als altruistischer Verein, sondern sei als Businessclub darauf angewiesen Bekanntheit zu erlangen etwa durch die Werbung. Die von der Rechtsprechung geforderte innere wirtschaftliche Verknüpfung zwischen Leistung und Gegenleistung sei damit gegeben auch mit anderen Zusatzleistungen wie Saisonkarten, den Lounge-Zutritt und Parkplatzoptionen.