Langenthals Frauen ziehen sich zurück

Sonntag, 5. Mai 2013, 21:05 - Daniel Monnin

Der DHC Langenthal, Schweizer Meister der Jahre 1994 und 2008, zieht sich aus der Frauen-Eishockey-Meisterschaft zurück. Der A-Absteiger wird in der B-Liga durch den EHC Laufen ersetzt. Dies wurde an der Ligaversammlung der Frauen-Teams in Wangen an der Aare bekannt.

Für den DHC Langenthal war die abgelaufene Saison ein Leidensweg sondergleichen. Das Team verlor alle 20 Meisterschaftsspiele und auch die beiden Relegationsspiele gegen den EHC Weinfelden. Präsident Beat Müller, der alles versucht hat und gegen Ende der Meisterschaft auch noch Meistertrainer Hans Brechbühler reaktivieren konnte, zieht nun "schweren Herzens" die Notbremse und meldet das Team nicht mehr für den Meisterschaftsbetrieb 2013/2014. Gleichzeitig hält er in seinem Schreiben an den Eishockeyverband fest, dass der DHC Langenthal beabsichtige, in absehbarer Zeit mit einem neuen Fundament an Spielerinnen, Funktionären, Vorstandsmitgliedern und Sponsoren wieder am Meisterschaftsbetrieb teilzunehmen.

Der DHC Langenthal wird in der B-Meisterschaft durch den EHC Laufen ersetzt, der B-Absteiger hatte vorzeitig ein Gesuch eingereicht, seinen Platz in der zweithöchsten Spielklasse zu behalten. Da die beiden aufstiegsberechtigten Playoff-Teilnehmer EHC Wiki-Münsingen und EHC Wettingen-Baden auf einen Aufstieg am grünen Tisch verzichteten, stimmt die Versammlung einstimmig bei einigen Enthaltungen dem Gesuch zu. Damit wird die B-Meisterschaft auch im kommenden Jahr mit acht Mannschaften durchgeführt werden können.

Neues Projekt: U13-Regionalteams

Das Frauen-Eishockeykomitee stellt an der Ligaversammlung ein neues Projekt vor, das ab dieser Saison zum Tragen kommt: Neu werden auf Stufe U13 Regionalteams gebildet werden. Gemäss dem Nachwuchsverantwortlichen des Frauen-Eishockeykomitees, Nick Heim, soll damit der Leistungssport-Gedanke bereits auf Stufe U13 umgesetzt werden. Zudem sollen die jungen Mädchen, die alle noch in Nachwuchsteams integriert sind, frühzeitig an die Besonderheiten eines Frauenteams und der Frauenliga heran geführt werden.

Die einzelnen Ligen und Gruppen

A-Liga: ZSC Lions (Meister), Lugano Ladies Team (Vize-Meister), Reinach, Université Neuchâtel, Bomo-Thun, Weinfelden (Aufsteiger).

B-Liga: Bassersdorf, Chiasso, Rapperswil-Jona Lady Lakers, GCK Lions, Brandis Juniors, Laufen, Prilly Black Panthers (Aufsteiger), Fribourg Ladies.

C1-Liga: Engiadina, Weinfelden II, Celerina, Chur Capricorns, Lustenau Wildcats, Wettiungen-Baden.

C2-Liga: Basel-Kleinhüningen, Bern 96, Rot-Blau Bern, Wiki-Münsingen, Lyss, Seetal Wildcats, Ice Panthers Bödeli, Tavannes.

C3-Liga: Ajoie, La Chaux-de-Fonds, Meyrin, Université Neuchâtel Futur, St-Imier-Sonceboz, Sierre, Villars, Lausanne Féminin.