Drei Spielsperren gegen Kevin Romy

Freitag, 4. März 2011, 16:51 - Medienmitteilung

Der Einzelrichter der Schweizerischen Eishockey Nationalliga GmbH, Reto Steinmann, hat den Stürmer des HC Lugano, Kevin Romy, im ordentlichen Verfahren mit drei Spielsperren und einer Busse von CHF 1'000.- belegt.

Kevin Romy checkte in der 60. Spielminute des Playout-Halbfinalspiels der National League A zwischen den Rapperswil-Jona Lakers und dem HC Lugano vom 1. März 2011 den Lakers-Spieler Sven Berger auf offenem Eis gegen den Kopf. Eine Spielsperre hat Kevin Romy am 3. März 2011 bereits verbüsst.

Der Ablauf der Aktion belege, dass diese nicht irrtümlich oder zufällig erfolgte. Kevin Romy habe absichtlich einen Regelverstoss begangen, bei welchem er annehmen muss-te, dass er seinen Gegner verletzen könnte. Das Verschulden von Kevin Romy wiege nach Auffassung des Einzelrichters nicht allzu schwer, da der Angriff gegen den Kopf von Sven Berger, immerhin nicht mit erheblichem Anlauf, auch nicht mit starker Wucht und vor allem nicht von hinten erfolgt sei.

Aufgrund des Umstandes, dass Kevin Romy seinen Angriff nicht mehr abbrach, was durch ein Abdrehen bzw. Vorbeifahren ohne weiteres möglich gewesen wäre, muss ihm vorgeworfen werden, dass er eine Verletzung von Sven Berger billigend in Kauf genommen habe. Erfahrene Spieler, zu welchen Romy ohne Zweifel zähle, wissen, welche Folgen ein solcher Check erzeugen könne, heisst es im Entscheid des Einzelrichters. Erschwerend komme hinzu, dass Sven Berger keine Chance hatte, sich gegen den Check zu wehren.

Gemäss ständiger Praxis des Verbandssportgerichts werden Attacken gegen den Kopf am schwersten geahndet. Hinzu komme, dass Kevin Romy als Wiederholungstäter gelte. Nachdem Kevin Romy im gestrigen Playout-Halbfinalspiel bereits eine Spielsperre verbüsst hat, verbleiben noch zwei Spielsperren.

Gegen diesen Entscheid kann innert 5 Tagen Rekurs an das Verbandssportgericht von Swiss Ice Hockey Association (SIHA) eingereicht werden.