KHL bald mit "Lex Vityaz"

Mittwoch, 30. November 2011, 08:01 - Martin Merk

Die russische Prügelmannschaft Vityaz Chekhov sorgt in der KHL weiterhin für Aufregung und hatte kürzlich gegen Traktor Tscheljabinsk kurz vor Spielende eine Massenschlägerei angezettelt. Nun will die Liga durchgreifen.

Ausgeschlossen wurde die Mannschaft zwar trotz derartigen Aufforderungen noch nicht, dafür erhielt der Kanadier Jeremy Yablonski eine Sperre bis Ende Saison. Sein Teamkollege Christopher Brennan wurde für 15 Spiele aus dem Verkehr gezogen, Alexander Sazanov für ein Spiel. Ausserdem soll der Cheftrainer Andrej Nazarov, ein früherer NHL-Goon der erst kürzlich Spielsperren absass, weil er mit dem Stock auf Fans von Dynamo Minsk einschlug, bestraft werden.

Die Liga will aber noch weiter gehen und für nächste Saison eine "Lex Vityaz" einführen. So dürfen ab der kommenden Saison nordamerikanische Spieler nur noch in der KHL spielen, wenn sie in der Vergangenheit eine Mindestzahl an NHL-Spielen bestritten haben - man spricht von der Grössenordnung 80 bis 120. Für Europäer gälte diese Regel nicht. Damit hofft die KHL Goons aus unterklassigen Ligen von Russland fernzuhalten. Ausserdem soll eine Beschränkung solcher Spieler, welche in Russland frei nach dem Englsichen auch "tafgaj" genannt werden, eingeführt werden. So dürften Clubs ab der kommenden Saison nicht mehr als einen "Fighter" im Team haben. Wer und wie Spieler in diese Kategorie eingestuft werden lässt die Liga aber offen.

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