Dänemark, Slowakei oder doch Deutschland?

Dienstag, 18. Mai 2010, 15:25 - Urs Berger

Die Ausgangslage für die Schweizer ist so gut wie nie. Mit einem Sieg gegen Schweden könnte man sich auf den ersten Platz der Gruppe F hieven. Dann würde man gegen den Viertplatzierten der Gruppe E spielen. Wer dies jedoch sein wird ist zur Zeit offen.

Gewinnt heute die Slowakei gegen Deutschland, dann sind Dänemark und die Slowakei weiter. Dabei würde die Slowakei den vierten Platz belegen und auf den ersten aus der Schweizer Gruppe treffen. Gewinnt Deutschland, dann ist Deutschland Dritter und die Slowakei ausgeschieden; Dänemark wäre in diesem Fall vierter. Gewinnt die Schweiz, dann spielt die Schweiz also entweder gegen die Slowakei oder gegen Dänemark. Wird die Schweiz Zweiter, trifft man entweder auf Dänemark oder Deutschland. Entscheidend dabei zu wissen ist, das Dänemark nicht mehr eingreifen kann und so oder so im Viertelfinale steht. Es fragt sich nur, welcher Gegner den Schweizern besser liegen würde.

Dänemark
Dänemark kennt man von den allen drei Teams am wenigsten gut. In der bisherigen Saison traf man erst einmal auf die Dänen. In Rapperswil gewann man zum Saisonauftakt der Nationalmannschaft mit 6:1. Die Mannschaft um den schwedischen Trainer Per Backmann scheint in stärker und besser zusammengefunden zu haben. Der Stürmer Peter Regin und der Torhüter Patrick Galbraith scheinen die gewünschten Teamstützen zu sein.

Slowakei
Mit einem relativ "alten" Kader schlägt sich der neue Trainer Glen Hanlon herum. Die einzigen Ausnahmen sind Tomas Tatar und Richard Panik. Die beiden haben Jahrgang 90 und 91. Sie sollen für kommende Aufgaben aufgebaut werden. Dazu kann man auch Marek Zagrapan und Andrej Sekrea (beide Jahrgang 86) und Vladimir Mikalik (87) zählen. Ein weiteres Problem ist auf der Torhüterposition zu finden. Weder Peter Budaj noch Rastislav Stana scheinen in diesem Turnier höheren Ansprüchen zu genügen. In diesem Jahr traf die Schweiz drei Mal auf die Slowaken. Man gewann zwei Mal. Allerdings waren die Ergebnisse immer mit einem Tor Unterschied sehr eng und umkämpft.

Deutschland
Ein Duell gegen den grossen Nachbarn wäre für die Organisatoren das Sahnehäubchen auf dem Dessert. Die SAP Arena wäre dann vielleicht zum dritten Mal ausverkauft und würde den etwas fahlen Geschmack des schwachen Publikumsinteressens in Mannheim dämmen. Trifft die Schweizer Nationalmannschaft auf Deutschland, dann kann auch hier ein enges Spiel erwartet werden. Aus bisher drei Begegnungen in dieser Saison gewann die Schweiz zwar zwei Mal, verlor aber das Spiel in München anlässlich des Deutschand Cups klar mit 5:1. Zudem hat Deutschland den Vorteil aus der Rolle des Aussenseiters zu starten. Denn nach den Leistungen der letzten Jahre wäre eine Qualifikation für das Viertelfinale bereits eine Überraschung und würde die Erwartungen des DEB übertreffen.


Sean Simpson erklärt einen Spielzug im Training © Foto: Michael Zanghellini