"Fall Lugano" in Sibirien

Freitag, 13. Februar 2009, 16:01 - Martin Merk

In Russland ist heute ein Prozess wegen Schwarzgeldzahlungen beim Club Sibir Novosibirsk zu Ende gegangen.

Ähnlich wie jahrelang beim HC Lugano wurden zwischen 2004 und 2006 auch in der sibirischen Stadt Löhne auf Umwegen an Spieler bezahlt und am Steueramt vorbeigeschmuggelt. Was im russischen Hockey als nicht ungewöhnlich gilt, führte nun zum Gerichtsfall gegen den Geschäftsführer Gennadij Chabko, der vor Gericht geständig war. Er wurde wegen Steuerbetrugs zu einer Busse von umgerechnet 10 000 Franken verurteilt. Der KHL-Club muss zudem Steuern über 740 000 Franken nachzahlen.