Zwei Spielsperren gegen Joggi

Freitag, 23. Oktober 2009, 15:41 - Medienmitteilung

Der Davoser Stürmer Mathias Joggi ist im ordentlichen Verfahren vom Einzelrichter der Schweizerischen Eishockey Nationalliga GmbH, Reto Steinmann, mit zwei Spielsperren und einer Busse von CHF 800.- belegt worden. Joggi checkte im Meisterschaftsspiel der National League A zwischen den Kloten Flyers und dem HC Davos vom 17. Oktober 2009 den Gegenspieler Marc Schulthess gegen den Kopf.

In der Aktion von Mathias Joggi liegt aus Optik des Einzelrichters ein Check gegen den Kopf- und Nackenbereich (Regel 540 lit. b IIHF) vor. Der Klotener Marc Schulthess befinde sich in relativ tiefer Stellung an der Bande, dies weil er den Puck spielen bzw. im Drittel der Davoser halten will. Diese geduckte Körperhaltung halte Schulthess schon zum Zeitpunkt, als Mathias Joggi noch mehrere Meter von ihm entfernt sei, was heisse, dass Mathias Joggi die Körperhaltung seines Gegenspielers wahrnimmt, ehe er zum Check ansetzt. Dann nähert sich Joggi seinem Gegenspieler und checkt Marc Schulthess mit seinem linken Oberarm-/Schulterbereich gegen den Kopf. Marc Schulthess schlägt mit dem Kopf gegen das Plexiglas, stürzt auf das Eis und verliert das Bewusstsein.

Das Verschulden, an dem sich die Sanktion vorwiegend orientiere, wiege in der Aktion der 33. Spielminute nicht allzu schwer. Der Angriff von Mathias Joggi sei zwar gegen den Kopf von Marc Schulthess erfolgt, aber immerhin nicht mit viel Anlauf, auch nicht mit allzu viel Wucht und vor allem nicht von hinten.

In Würdigung sämtlicher relevanter Strafzumessungskriterien, insbesondere des Verschuldens, sowie der Berücksichtigung der Praxis in vergleichbaren Fällen, sei eine Sperre für zwei Meisterschaftsspiele in Verbindung mit einer Busse von CHF 800.- angemessen, hält der Einzelrichter in seiner Begründung fest.

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