Fribourg mit ausgeglichener Bilanz

Mittwoch, 2. Juli 2008, 20:26 - Roland Jungi

Anlässlich seiner heutigen Saisonschlusspressekonferenz konnte der HC Fribourg-Gottéron erstmals nach einer Durstphase wieder einen kleinen Reingewinn von 323 Franken präsentieren. Gleichzeitig wurden Rückstellungen in der Höhe von 200'000 gemacht, dies dank dem Viertelfinale gegen den SC Bern und den Erträgen aus den Spielerlizenzen. Ohne die daraus resultierenden Gelder wäre eine finanzielle Nullnummer entstanden.

Aber nach wie vor Backen die Freiburger kleine Brötchen und heben nach der sehr guten letzten Saison nicht ab. Die Uechtländer haben die richtigen Konsequenzen aus den Verfehlungen aus den vergangenen Jahren gezogen. Weiter wurde die Aktienkapitalerhöhung mit einem Betrag von 200 000 Franken per 30. Juni 2008 liberiert. Das Ziel, die Kapitalerhöhung von 1 Million Franken per 30. April 2009, bleibt jedoch unverändert. VR-Präsident Daniel Baudin meinte weiter: "Seit langem war die Leidenschaft nicht mehr so gross, die guten Zuschaueraufmärsche in der Patinoire St-Léonard unterstreichen diese Äusserung!" Die Freiburger haben sich auch in der Zukunft eine strikte Ausgabenpolitik auferlegt. Man will nur so viel ausgeben, wie man zur Verfügung hat. Zurzeit sind die "groupe e" sowie die Freiburger Kantonalbank die beiden Hauptsponsoren. Um sich noch mehr auf das Kerngeschäft zu konzentrieren, sind die Klubverantwortlichen daran, weitere Unternehmen aus dem Kanton längerfristig an sich zu binden.

Zweite Eisbahn vonnöten
Um den HCFG in eine sichere, sportliche Zukunft zu bringen, ist der traditionelle Eishockeyclub aus der Romandie dringend angewiesen, eine zweite Eisbahn für Trainings und den Nachwuchs zu erhalten. Abklärungen mit der Stadt sind bereits am Laufen. Aber auch der Innenbereich des Stadions bedarf einer gründlichen Sanierung. Swiss Hockey wird in der kommenden Saison jedes Stadion einer genauen Inspektion unterziehen und den Vereinen mittels Auflagen die Schwachstellen auflisten, welches es zu beseitigen gilt.

Der Kader steht
Dazu nahm Trainer Serge Pelletier Stellung: "Mit den Zuzügen ist es uns gelungen, den Kader optimal zu verstärken, resp. die offenen Lücken zu schliessen. Wir hoffen damit, in der kommenden Saison vorzeitig den Einzug in die Playoffs zu schaffen!" Zusammen mit dem Sportchef wird versucht, den einen oder anderen Spieler noch an die Saane zu holen, dieses Unterfangen wird sich aber äusserst schwierig gestalten, da der Transfermarkt ausgetrocknet ist.


Serge Pelletier anlässlich der heutigen Konferenz. © Foto: Roland Jungi