Schiedsrichter-Skandal in Frankreich

Freitag, 10. März 2006, 21:07 - Martin Merk / Eurohockey.netet

Das französische Eishockey hat einen Schiedsrichter-Skandal: In den Playoffs gewann Villard-de-Lans eine Partie gegen Mont-Blanc mit einem Penaltyschützen, der auf die Strafbank verbannt war.

Noch 1:33 Minuten Strafe wurden auf dem Display gegen den französischen Nationalstürmer Maurice Rozenthal angezeigt, als das Penaltyschiessen entscheiden musste. So hätte der beste Stürmer Villards nicht als Schütze an der Entscheidung teilnehmen dürfen. Der Schiedsrichter Marc Mendlowictz sah dies anders und Rozenthal schoss im Penaltyschiessen das Siegestor für seine Mannschaft.
Mendlowictz, dessen Bestrafung die Liga nun fordert, kam bereits letzte Saison in die Schlagzeilen, als er einen vermeintlichen Treffer nicht anerkannte und sich nach dem Schlusspfiff in einem Radiointerview äusserte, dass es nett gewesen sei, ein gutes Resultat für den kleinen Club zu sehen.
Sportlicher zeigte sich der Verlierer der Partie: Mont-Blanc verzichtete auf eine zur Frage gestandenen Wiederholung des Penaltyschiessens und akzeptierte die Niederlage der fragwürdigen Partie.