WM 2009 in Bern vor dem Aus!

Donnerstag, 7. Dezember 2006, 14:08 - Martin Merk

Die Eishockey-WM 2009 steht in Bern vor dem Aus! Im nächsten Akt der Berner Posse zwischen Stadt, Bauherrschaft und dem SC Bern erklärte der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät heute den Verzicht.

Bis Ende Jahr hätte der Schweizerische Eishockeyverband (SEHV) für den IIHF eine definitive Zusicherung gebraucht, dass der notwendige Umbau oder Neubau der BernArena klappt. Bislang konnte man sich in Bern aber nach wie vor nicht um ein Projekt einigen und schiebt sich den schwarzen Peter zu.
Nach verschiedenen Medienberichten in der vergangenen Tagen liess Tschäppät mitteilen, dass man aufgrund der Verzögerung des Sanierungsprojekts der Totalunternehmerin (TU) HRS-Marazzi den Organisatoren keine Zusage geben kann. Mangels Einigung mit Investoren und Mietern sei dies nicht möglich.

Retterung durch SCB-Alternativprojekt?
Während die Stadt den Organisatoren den Verzicht mitteilte und die WM für Bern "vom Tisch" sieht, wird noch über eine Alternative zum 100 Millionen Franken teuren Umbauprojekt spekuliert. Der SC Bern könnte das aktuelle Stadion kaufen und für rund 40 Millionen Franken renovieren. Bislang wurde ein Verkauf durch die Stadt zu einem SCB-Angebot über sieben Millionen Franken aber abgelehnt.

WM in Zürich und Basel?
Im ursprünglichen Projekt wurden Bern und Zürich (Hallenstadion) als Spielorte favorisiert. Oder eine der beiden Grosshallen (Bern oder Zürich) mit einem kleineren Spielort wie an den vergangenen zwei Weltmeisterschaften und auch diese Saison in Moskau. Sollte in Bern nicht rechtzeitig ein WM-taugliches Projekt zustande kommen, wird Zürich Hauptspielort. Als Zweitspielort wurde bereits über eine Vergabe nach Basel spekuliert - wie 1998, als Bern aufgrund zu hoher Billettbesteuerung ausschied. In Basel konkurrieren gleich zwei Hallen im Quartier St. Jakob für die WM und die Umgebung wird derzeit für die Fussball-Europameisterschaft 2008 aufgerüstet. Weitere Bewerber sind Davos, Kloten, Lausanne, Lugano und Rapperswil.