HC Thurgau in die 1. Liga

Dienstag, 8. März 2005, 00:00 - Martin Merk

Der HC Thurgau ist sportlicher Absteiger aus der Nationalliga B in die 1. Liga. Sollte es keine kurzfristige Aufstockungen oder Lizenzverweigerungen geben, müssen die Ostschweizer nach 13 Jahren den Weg in die dritthöchste Spielklasse antreten. Das sechste Playout-Finalspiel gegen den EHC Olten ging heute in Kreuzlingen mit 1:2 verloren und die Serie damit mit 2:4. Dies, obwohl man mit 2,1 Millionen Franken eher ein hohes Budget hatte.
Der HC Thurgau ist der erste sportliche Absteiger aus der NLB seit dem soeben wieder aufgestiegenen HC Martigny, der sich 1999 in der Abstiegsrunde als Tabellenletzter freiwillig zurückzog. Der HC Thurgau wurde 1989 als Zusammenarbeit mehrere Thurgauer Clubs gegründet und spielte anfangs in Weinfelden, seit einigen Jahren in Kreuzlingen. 1992 schaffte der Club den Aufstieg in die NLB und konnte sich bis heute in der zweithöchsten Spieklasse halten. Zu den besten Zeiten Mitte der 90-er-Jahren war man während vier Jahren unter den besten drei Mannschaften klassiert, häufte dabei aber auch Schulden an, die zum Einstieg und zur Sanierung unter Felix Burgener führten.
Der Clubbesitzer, Präsident, Mäzen und Trainer Felix Burgener hat in der regionalen Presse bereits im Vorfeld angekündigt, dass er in Personalunion dem Club treu bleiben wird, den semi-professionellen Betrieb aufrecht erhalten möchte und setzt sich den sofortigen Wiederaufstieg zum Ziel. In der Gruppe 1 wird er pikanterweise auf die Thurgauer Clubs Frauenfeld und voraussichtlich Weinfelden (finanzielle Probleme) treffen, wo einige Ex-HCT-Spieler zu finden sind. Und damit kämen mit Thurgau und Winterthur die beiden derzeit einzigen aufstiegswilligen Clubs aus der Ostschweizer Gruppe.