Sensationelles Anaheim in den Viertelfinals

Donnerstag, 17. April 2003, 00:00 - Si

In den Playoff-Achtelfinals der NHL machten die Anaheim Mighty Ducks dank einem 3:2-Heimsieg nach Verlängerung gegen Titelverteidiger Detroit Red Wings die Sensation perfekt und qualifizierten sich mit 4:0 als erstes Team für die Viertelfinals.
Wahrscheinlicher Gegner in der Runde der letzten acht ist Colorado Avalanche. Das Team aus Denver gewann gegen Minnesota Wild mit 3:1 auch das zweite Auswärtsspiel und führt in der Serie ebenfalls mit 3:1. Damit würde es zum Duell der beiden Schweizer Goalies Martin Gerber (Anaheim) und David Aebischer (Colorado) kommen, die beide weiterhin auf den ersten Playoff-Einsatz warten.
Den siegbringenden Treffer zum 3:2 für die Ducks erzielte Steve Rucchin nach 6:53 Minuten der Overtime. Detroit schoss zwar auch in der vierten Partie mehr aufs gegnerische Gehäuse (34:27), unterlag allerdings zum vierten Mal mit einem Tor Differenz, zum zweiten Mal in der Verlängerung.
Erneut bildete Anaheims Goalie Jean-Sébastien Giguere beinahe ein unüberwindbares Bollwerk. Der Playoff-Neuling liess sich in der gesamten Serie nur sechsmal bezwingen und wehrte insgesamt 165 Schüsse ab. Anaheim, das letztmals vor vier Jahren die Playoffs erreicht hatte, schaffte in seiner zehnjährigen Vereinsgeschichte zum zweiten Mal nach 1997 den Einzug in die Viertelfinals.
Die Kalifornier liessen sich auch durch Sergej Fedorows Ausgleich 2:15 Minuten vor Schluss nicht aus der Ruhe bringen. Paul Kariya und Jason Krog hatten den 0:1-Rückstand in eine 2:1-Führung für die Ducks umgewandelt. Damit endete auch die dritte Serie zwischen Anaheim und Detroit mit 4:0 Siegen, nachdem 1997 und 1999 die Red Wings ohne Niederlage weiter gekommen waren. Detroit schied als erster Titelverteidiger seit 51 Jahren in der 1. Playoff-Runde aus.
Colorados Matchwinner war Joe Sakic mit seinen diesjährigen Playoff-Treffern Nummer 3 und 4. Torhüter Patrick Roy verpasste den 24. Playoff-Shutout, den zweiten in Folge, um knapp drei Minuten. Die Avalanche kann nun in der Nacht auf Sonntag vor heimischem Publikum alles klar machen.