Basel und Biel wollen in die NLA, 3 Bewerber in die NLB

Dienstag, 4. Februar 2003, 00:00 - Martin Merk

Wie erwartet haben sich der EHC Basel (2.) und der EHC Biel (3.) um den Aufstieg in die Nationalliga A beworben. Es sind derzeit die einzigen NLB-Clubs, welche von der Wirtschaftlichkeit und der Infrastruktur her überhaupt in Frage kämen. Die Nationalliga wird nun die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit dieser beiden Clubs überprüfen. Von sportlicher Seite her müssen die Kandidaten NLB-Meister werden, um überhaupt an der Ligaqualifikation gegen den Letzten der NLA bestreiten zu dürfen. Wird ein anderes Team als Basel oder Biel Meister der zweithöchsten Spielklasse, so entfällt der Auf-/Abstiegskampf. Basel und Biel gehören auch sportlich zu den Favoriten, da der Qualifikationssieger GCK Lions vor Playoff-Beginn in der NLA mehrere Spieler, darunter wohl auch der einzige Ausländer Mike Richard (Petri Varis ist verletzt), an die ZSC Lions abtreten werden müssen.
Auch die Bewerbungen aus der 1. Liga um den Aufstieg in die NLB sind keine Überraschungen: Der EHC Chur und der HC Martigny haben ihre Ambitionen schon längst angekündigt. Chur stieg diese Saison von der NLA in die NLB ab, erhielt jedoch die Lizenz nicht und musste in der 1. Liga weiterspielen. Dort belegten sie in der Gruppe 1 den zweiten Platz hinter Winterthur. Finanziell sieht es gut aus: Der Nachlassvertrag dürfte zustande kommen und die Millionenschulden dann abgetragen sein. Auch für Martigny sieht es gut aus: Beim Club aus dem Unterwallis war nach dem freiwilligen Rückzug 1999 aus der NLB zuletzt eine Vorwärtsbewegung zu spüren und er führt die Gruppe 3 an. Der dritte Bewerber Forward Morges (Platz 4) dagegen gehört weniger zu den Favoriten, versuchte jedoch schon letzte Saison den Aufstieg. Morges würde bei einem Aufstieg eine enge Partnerschaft mit Genf-Servette eingehen. Für die drei Erstligisten gilt neben der Erfüllung von wirtschaftlichen Bedingungen (Budget 1,5 Millionen Franken) als sportliche Hürde der Gruppensieg, der zur Teilnahme an der Finalrunde der drei Gruppensieger berechtigt. Über eine NLB-taugliche Halle verfügen alle drei Bewerber.