Signorell per sofort zu Basel

Samstag, 18. Januar 2003, 00:00 - Martin Merk

Der 32-jährige Stürmer Riccardo Signorell wechselt per sofort innerhalb der Nationalliga B von den GCK Lions zum EHC Basel. Gegen seinen neuen Club siegte er im Spitzenkampf heute noch mit 7:1 und kam dabei auf drei Scorerpunkte.
Der Bündner, der auch als Film-Regisseur von sich reden machte, betonte erst kürzlich in einem Interview, dass ihn Basel reizen würde, auch weil ihm die Stadt gefalle und er aus Schauspielerkreisen viele Bekannte dort hat.
Bereits letzte Saison verstärkte er gegen Saisonende Genf-Servette und zeigte beim Aufstieg gute Leistungen, kehrte jedoch zu den GCK Lions zurück, weil seine Ausleihe mit einer Vertragsverlängerung beim ZSC-Farmteam verbunden war. Dies ist nun nicht mehr der Fall, so dass Signorell die GCK Lions nach sechs Saisons verlassen dürfte: Weil er vermehrt seine berufliche Karriere vorbereiten wollte, beschränkte er sich auf ein Engagement in der zweithöchsten Spielklasse. "Ich werde in den nächsten zwei Jahren viel zuhause schreiben, deshalb kann ich mich nochmals voll aufs Eishockey konzentrieren," sagt der Bündner nun.
In 33 Spielen erzielte Signorell 15 Tore und buchte 13 Assists, damit ist er wie gewohnt bester Scorer hinter dem beiden Ausländern Mike Richard und Petri Varis. Der Familienvater wurde nach dem gestrigen verabschiedet und hinterliess Lob für die Organisation: "Das ist ein sehr gutes Konzept. Und Chrigel Weber leistet hervorragende Arbeit. Was er mit diesen jungen Spielern erreicht, ist sensationell. Es war für mich eine grosse Freude und Befriedigung, in diesem Team mitzuspielen. Da die meisten noch für das Eishockey ausgebildet werden, trainieren wir mehr als die ZSC Lions, d.h. zweimal pro Tag."
Den GCK Lions drohen auf die Playoffs hin weitere Abgänge, so sieht es auch deren Konzept vor, wenn Spieler sich für höhere Aufgaben empfehlen können. Kandidaten beim derzeit erfolgreichsten NLB-Club sind etwa Mike Richard, Thomas Papp, Andri Stoffel, Patrick Meichtry, Andy Furrer, Rolf Hildebrand, Sandro Häberlin, Raeto Raffainer, Pascal Tiegermann oder die Moggi-Zwillinge Claudio und Sandro. Einige von ihnen dürften die Playoffs nicht bei den GCK Lions bestreiten.