Spielsperren gegen Christen und Bütler

Freitag, 1. März 2002, 00:00 - -

Nationalliga-Einzelrichter Heinz Tännler ist nach nur einem Spieltag in den Playoffs zum ersten Mal aktiv geworden.
Björn Christen, Stürmer des HC Davos, wird für den Ellbogencheck gegen den Kopf des Berner Verteidigers Rikard Franzén im gestrigen ersten Playoff-Viertelfinalspiel für die kommenden zwei Spiele superprovisorisch gesperrt. Gleichzeitig wird gegen Björn Christen und seinen Club ein ordentliches Verfahren eingeleitet.
Nach Konsultation der heute vom SC Bern eingereichten Videosequenz hält Tännler in seinem Entscheid fest, dass unzweifelhaft sei, dass die Aktion von Christen (er checkt Franzén, wobei der Davoser Spieler unmittelbar vor dem Check den Ellbogen anhebt und Franzén wuchtig am Kopf trifft) zumindest mit Inkaufnahme einer Verletzung ausgeführt worden ist und das Verschulden somit schwer wiege.
Markus Bütler, Stürmer des SC Rapperswil-Jona, wird für den Kniestich am Spieler John Fust von den SCL Tigers in der gestrigen ersten Playout-Begegnung superprovisorisch für die nächsten beiden Partien gesperrt. Gleichzeitig wird gegen Bütler und seinen Club ein ordentliches Verfahren eingeleitet.
Der Einzelrichter Heinz Tännler begründet nach Konsultation der eingereichten Videosequenz diesen Entscheid damit, dass unzweifelhaft sei, dass die Aktion von Bütler (er lässt sein Knie stehen und trifft Fust voll Knie gegen Knie) ein gesundheitsgefährdendes Vergehen sei, das mit einer Matchstrafe hätte sanktioniert werden müssen und das Verschulden auch in diesem Fall schwer wiege.
Beide Opfer sind gestern verletzt ausgeschieden. Gegen diese superprovisorischen Verfügungen gibt es keine Rekursmöglichkeiten.