«Rocket» Cadieux schnupperte bei der Nati

12.11.2017 - Von Fabian Lehner

Jan Cadieux, der Sohn von Paul-André Cadieux, welcher seine beste Zeit als Spieler bei Genf-Servette hatte, ist seit drei Jahren im Junioren-Hockey als Headcoach tätig. Zuerst bei Fribourg Gottéron bei den Elite-Junioren und nun beim HCB Ticino Rockets in der Swiss League. Der kleine ex-Flügelspieler gab sein Wissen letztes Jahr auch als Assistent bei der U18-Nationalmannschaft weiter. Da U20-Nationaltrainer Christian Wohlwend für das Karjala-Turnier in Helsinki nicht zur Verfügung stand, wurde Cadieux als Assistent für die Nationalmannschaft aufgeboten. Wir sprachen mit ihm über das Turnier und seine Arbeit bei den Ticino Rockets.

Jan Cadieux, Sie sind erstmals mit der A-Nationalmannschaft unterwegs. Wie haben Sie das Turnier erlebt?

Es war eine sehr schöne Erfahrung und eine Ehre. Es ist interessant zu sehen, wie sie arbeiten. Am Fernsehen sieht man vieles nicht, etwa wie man die ganze Saison aufbaut. Deswegen war es sehr schön bei diesem ersten Zusammenzug dabei zu sein.

Letztes Jahr waren Sie mit der U18-Nationalmannschaft unterwegs. Was sind die grössten Unterschiede zwischen U18- und der Herren-Nati?

Es ist ein grosser Unterschied. Die U18 ist immer noch Ausbildung. Bei der A-Nati ist alles professioneller. Ich spreche hier nicht vom Level der Spieler. Aber was die Einstellung, Mentalität der Spieler angeht, sind da noch gewaltige Unterschiede. Thierry Paterlini macht auch einen sehr guten Job mit der U18. Auch da konnte ich von dieser Erfahrung nur profitieren.

Wie beurteilen Sie die Leistung am Turnier?

Ich habe sehr viele gute Sachen gesehen. Die Teilnahme am Karjala-Turnier ist ein gewaltiger Vorteil für uns, gegenüber der Teilnahme in den Jahren zuvor mit dem Deutschland Cup. Das letzte Drittel des Turniers widerspiegelt nicht die Qualität der Mannschaft. Ich denke die Mannschaft ist auf einem guten Weg, aber es gibt noch viele Kleinigkeiten, die wir verbessern können.

Ist es schwierig mit den Ticino Rockets gleich zwei NL-Teams zu beliefern?

Überhaupt nicht! Es ist sehr angenehm dort zu coachen, da man weniger Druck hat, was die Resultate anbelangt. Die Rockets sind ein super Projekt, wo sich zwei Mannschaften zusammenraufen und so etwas gemeinsam auf die Beine stellen. Ich glaube, es ist das einzige in der Schweiz und auch in der AHL gibt es kaum mehr Teams, welche zwei Teams „bedienen“ müssen. Es ist schön zu sehen, dass Ambrì und Lugano so zusammenarbeiten können und auf die Karte Ausbildung setzten.

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Cadieux an der Bande

In den Fussstapfen seines Vaters: Jan Cadieux hat seine Trainerlaufbahn eingeschlagen und war beim Karjala-Turnier mit dabei. Foto: Vedi Galijas