Berner Mutzen hungrig aufs Triple

8.9.2017 - Von Rolf Probst

Der Weg zum Meistertitel führt auch diese Saison über den SC Bern. Bis auf den Abgang von David Jobin (Karriereende) hat sich die Defensive des SC Bern um den Torhüter Leonardi Genoni kaum verändert. Im Sturm muss der Abgang vom langjährigen Captain und Musterprofi Martin Plüss verkraftet werden. Dazu wurde mit Gaëtan Haas ein junger, hoffnungsvoller Center und Nationalspieler vom EHC Biel verpflichtet.

Torhüter

Mit Leonardo Genoni hat der SC Bern schon in der letzten Saison den Königstransfer getätigt. Der langjährige Davos-Goalie hat sich in Bern sofort zurechtgefunden und war der Mannschaft in vielen Spielen der erhoffte Rückhalt. Leonardo Genoni hatte grossen Anteil an der Titelverteidigung des SC Bern. Er wird auch in dieser Saison dem SC Bern die nötige Sicherheit geben und die Mannschaft erneut weit bringen. Hinter Leonardo Genoni gibt es einen neuen Backup-Goalie. Pascal Caminada kam vom Lausanne HC. Dort spielte er die letzten drei Jahre als Backup-Goalie hinter Cristobal Huet und absolvierte in dieser Zeit total 28 Spiele.

Verteidigung

Während 19 Jahren hielt David Jobin für den SC Bern die Knochen hin und war gegen Ende seiner Karriere dann auch das eine oder andere Mal längere Zeit verletzt. Aber nichts desto trotz war David Jobin stets ein äusserst zuverlässiger Verteidiger, welcher mit dem SC Bern fünf Meistertitel holte und somit zu einer SCB-Clublegende wurde. Dies ist der einzige namhafte Abgang in der Defensive, ansonsten blieben die Stützen der Meistersaison dem SC Bern treu. Das Karriereende von David Jobin und den Wechsel von Sämi Kreis zum EHC Biel kompensiert der SC Bern mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs (Tim Dubois, Bernd Wolf und Yanik Burren).

Sturm

Wie erwähnt muss Gaëtan Haas das schwere Erbe von Martin Plüss antreten. Doch der ehemaliger Bieler Junior hat das Rüstzeug dazu. Dies hat er schon an der letzten WM in Frankreich und Deutschland bewiesen. Marc Reichert gab nach dem Meistertitel seinen Rücktritt bekannt und Marco Müller zog es nach Ambri ins Tessin. Der SC Bern hat mit Simon Moser (neu Captain), Tristan Scherwey, Simon Bodenmann, Thomas Rüfenacht und Gaëtan Haas fünf exzellente Schweizer Nationalstürmer in ihren Reihen, welche jederzeit ein Spiel entscheiden können.

Ausländer

Die beiden wichtigsten Ausländer sind dem SC Bern erhalten geblieben. Mark Arcobello entschied sich für den SC Bern und gegen ein Angebot aus der NHL. Der letztjährige PostFinance Topscorer ist ein Schlüsselspieler des SC Bern und wird auch in dieser Saison ein ganz gefährlicher Scorer sein. Zudem blieb mit Andrew Ebbett eine andere, ganz wichtige Stütze beim Schweizer Meister. Bei ihm ist es in der Regel so, dass er die Saison ganz gemächlich beginnt und je näher die Playoffs kommen, desto besser wird seine Form. In der Verteidigung blieb Maxim Noreau. Von ihm kann diese Saison sicher mehr erwartet werden und es wird auch mehr kommen. Der SCB verstärkt sich zusätzlich mit den neuen Ausländern Mika Pyörälä und Mason Raymond. Pyörälä spielte die letzten vier Jahre bei Kärpät Oulu. Er erzielte in der letzten Saison beachtliche 55 Punkte in 60 Spielen und wurde statistisch gesehen zu einem der besten aus der finnischen Topliga. Mason Raymond überzeugte am letztjährigen Spengler Cup in Davos, als er mit dem Team Canada den Titel verteidigen konnte. Zuletzt spielte er bei den Anaheim Ducks in der NHL.

Trainer

Kari Jalonen ist ein Trainerfuchs und sehr erfahren. Der Finne wird zusammen mit seinen beiden finnischen Assistenztrainern Ville Peltonen und Samuel Tilkanen ihren Stars definitiv den Mahnfinger hochhalten, damit diese den Hunger nach dem Titel nicht verlieren.

hockeyfans.ch-Ranglistentipp
1. SC Bern
2. ZSC Lions
3. EV Zug
4. HC Lugano
5. HC Davos
6. Lausanne HC
7. Genf-Servette
8. EHC Biel
9. Fribourg-Gottéron
10. EHC Kloten<
11. SCL Tigers
12. HC Ambrì-Piotta

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Pyörälä

Mit Mika Pyörälä kam noch mehr Finnen-Power zum SC Bern. Foto: Alexander Raemy