Axel Simic von der Romandie nach Québec

18.4.2017 - Von Fabian Lehner

Axel Simic sprach mit hockeyfans.ch über seine Saison in der QMJHL. Und die Zeit hier in Poprad. Er begann seine Saison bei der Armada de Blainville-Boisbriand und erzielte in 31 Spielen 3 Tore und 10 Assits. Als es ihm nicht mehr so lief, wechselte der der frühere Junior von Lausanne und Fribourg nach Moncton, wo er in 25 Spielen 2 Tore und 8 Assits erzielte. Besonders sympathisch: Wir begannen das Interview mit dem Romand auf Deutsch. Obwohl er manchmal Mühe damit hatte, wollte er es auf Deutsch durchziehen und will die Sprache noch besser lernen.

Wir treffen uns mit Axel Simic und kommen gleich auf das Turnier zu sprechen: „Wir hatten eine super Start gegen die Letten, gegen die Finnen konnten wir leider nicht das umsetzen, was wir uns vor genommen haben. Waren schnell mit 2:0 hinten und dann wird es schwierig gegen jede Nation. Gegen die Kanadier hatten wir auch keinen Super-Start, haben uns aber wieder zurück gekämpft. Am Ende viel das Resultat etwas gar hoch aus. Beim abschliessenden Spiel gegen die Slowaken wird die Hütte bestimmt wieder toben. Es ist aber cool, dass die slowakischen Fans so mit der Mannschaft mitgehen. Unsere Aufgabe muss es dann sein, die Halle rasch zum Schweigen zu bringen. Mit meiner Leistung bin ich grundsätzlich zufrieden. Ich kreiere Torchancen, aber sie fallen halt noch nicht rein. Wenn ich aber weiter so spiele, werden sie früher oder später aber Fallen.“

Während der Saison wurde er von Armada auf den Waiver gesetzt und wechselte zu den Moncton Wildcats: „Armada war eine gute Mannschaft und wollte in die Playoffs. Ich wollte mehr Eiszeit haben. Deswegen war es gut für mich auf dem Waiver zu landen. In Armada war es eine ältere Mannschaft und in Moncton ist es eine sehr junge Mannschaft. Das war besser für mich. Es ist einfacher für mich in Moncton Eiszeit zu erhalten.“

Das kanadische Eishockey ist seiner Meinung ein grosser Unterschied. „Das kleine Eis macht alles schneller und es ist viel physischer. Alle Spieler sind grösser als in der Schweiz. Durch das kleinere Eis haben sie auch einen grösseren Einfluss auf das Spiel.“ Am meisten profitierte er selbst von den vielen Spiele: „Man hat nicht viel Zeit nach zudenken. Es geht von Spiel zu Spiel und man lernt von überall zu schiessen, da die Winkel besser sind. Ausserdem muss man sich selber hinterfragen, wo muss ich besser werden? In Moncton hat mich der Coach begrüsst und das war das einzige Mal, das der Coach mit mir gesprochen hat. Er ist nicht da, um den Spielern bei der Hand zu halten.“

Auch wenn nicht alles in dieser Saison wunschgemäss funktionierte, war es eine gute Erfahrung für ihn: „Ich bin menschlich sehr gewachsen. Ich habe viele Menschen in Kanada getroffen, die mir halfen erwachsen zu werden. Ich kann mir vom spielerischen auch keine Vorwürfe machen. Ich habe immer mein bestes gegeben und würde es nochmal genau so machen“, gibt er offen zu.

Wie seine nächste Saison aus sieht weiss er noch nicht: „Ich warte das Turnier hier ab und hoffe weiterhin eine gute Leistung zu zeigen. Danach werde ich schauen ob ich zurück nach Moncton gehe oder in die Schweiz. Ich muss noch meine Matura abschliessen, deswegen wäre die National League B neben Moncton auch eine gute Option.“