Die Jungen sind bereit

13.2.2017 - Von Fabian Lehner

Die Schweizer Nationalmannschaft zeigte anlässlich des Slovakia Cups ein taktisch und physisch starkes Turnier. Das von anderen Chronisten als das schlechteste Aufgebot seit Jahren bezeichnete Team gewann den Slovakia Cup zum ersten Mal seit elf Jahren.

Beim jungen Team am Slovakia Cup war auffällig wie besonders die Debütanten zu überzeugen wussten. Es ist nicht möglich nach zwei Spielen alle in dieser Rückschau zu erwähnen, deswegen sollen hier stellvertretend Dave Sutter, Damian Riat und Fabian Heldner erwähnt werden:

Dave Sutter, welcher zu den ZSC Lions wechseln wird, überzeugte defensiv mit seinem Stellungsspiel und ging offensiv immer wieder mit in den Abschluss. Dies wurde am Ende des Turniers mit zwei Toren belohnt. Besonders auffällig war es, wie er seine Gegenspieler unter Druck oft ganz einfach mit einer simplen Drehung abschüttelte. Der Noch-Bieler hat gezeigt, dass er eine Verstärkung für das Nationalteam sein kann.

Der junge Damian Riat rennt in dieser Saison von Highlight zu Highlight. Nach seiner starken U20-Weltmeisterschaft durfte er nun auch zum ersten Mal bei der Nati ran. Und prompt erzielte er auch da seine Tore. Der junge Genfer macht in dieser Saison alles richtig, so dass es wohl nur noch eine Frage der Zeit sein wird, bis Washington ihm eine echte Chance auf die NHL geben wird.

Der grossgewachsene Fabian Heldner wurde gar erst nachnominiert. Umso beeindruckender dafür seine physische Präsenz vor dem eigenen Tor. Der junge Walliser hat eine gute, ja, wenn nicht sogar sehr gute Entwicklung unter Arno del Curto gemacht. Er wird wahrscheinlich nie einen offensiven Drang wie Sutter entwickeln, aber als «Abräumer» vor dem eigenen Kasten wird er noch wertvolle Dienste verrichten.

Auch der Trainerstab war hochzufrieden. «Viele der Verteidiger haben uns positiv überzeugt. Sie haben gezeigt, dass sie auf diesem Niveau bestehen können. Es ist schön zu sehen, dass es so viele gute junge Spieler in der Schweiz gibt», meinte der Assistenztrainer Tony Albelin. Der schwedische Defensiv-Papst scheint seine Spuren im Team nun zu hinterlassen. Es ist auffällig wie positiv er von den Spielern gelobt wird, ob das Mikrofon an ist oder nicht.

Auch der Cheftrainer Patrick Fischer war sichtlich zufrieden: «Wir haben gesehen, dass wenn wir gut stehen, einiges mit einer physisch starken Mannschaft möglich ist. Es ist schön zu sehen, dass sich der Systemwechsel seit dem Deutschland Cup gelohnt hat. Auch gegen eine qualitativ stärkere Mannschaft wie die Slowaken klappte es hier. Wir haben auch den einen oder anderen Kandidaten für die WM gesehen, aber drei Monate sind eine lange Zeit im Eishockey und bis dahin kann noch einiges passieren.»

Fazit: Es scheint eine tolle junge Generation auf die Ablösung zu warten.

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Nati in der Slowakei

Damian Riat und Fabian Heldner gehörten zu den Leistungsträgern im jungen Team am Slovakia Cup. Foto: Andreas Robanser