„Wir nehmen was kommt!“

13.05.13 - Von Leroy Ryser

Beim letzten Gruppenspieltag in Stockholm trifft die Schweiz auf Weissrussland. Gegen den klassischen Underdog kann die Schweiz aus eigener Kraft erster werden. „Das wäre eine grosse Sache für die Schweiz“, weiss Trainer Sean Simpson. „Reto Berra steht im Tor und wenn Diaz gut angekommen ist, wird er spielen“, so der Trainer weiter.

Nach den Siegen gegen Kanada, Schweden, Tschechien, Slowenien, Dänemark und Norwegen, kommt das für den Kopf nun schwierigste Spiel. Die Schweiz hat das eigentliche Ziel längst erreicht, die Frage ist nur noch auf welchem Platz. Nun wartet im letzten Spiel mit Weissrussland eigentlich ein leichter Gegner, gegen welchen sich die Schweiz den Gruppensieg sichern kann.

„Wir müssen mit den Gedanken beim Dienstagsspiel sein. Und nicht beim Donnerstagsspiel“, verweist Sean Simpson auf die Tücken des nächsten Spieles. Der Gruppensieg wäre für die Schweiz aber eine ganz grosse Sache, so der Trainer weiter. Wer dann schliesslich im Viertelfinal komme, das sei egal. „Wir nehmen was kommt!“ sagt Simpson selbstbewusst und verrät, dass er für das Spiel gegen den Underdog mit Reto Berra und wahrscheinlich auch Raphael Diaz antreten wird. „Wenn Diaz gut angekommen ist, dann wird er wahrscheinlich spielen.“ Am Montagabend trainierte er erstmals mit dem Team. Welcher Stürmer dann nicht mehr zum Zug kommen wird, werde man hingegen später entscheiden.

Für Sean Simpson und sein Assisten Colin Muller wäre dies aber nicht der erste internationale Erfolg. Mit den ZSC Lions gewannen die beiden nämlich bereits die Champions League überraschend und empfahlen sich damals auch damit für den Posten als Nationalcoach.

„Wir beide sind gute Freunde und verstehen uns auswendig. Er kennt meine Launen und ist einfach mein perfekter Assistent. Auch Patrick Fischer macht einen ausgezeichneten Job, die Chemie stimmt zwischen uns einfach. Auch weil wir uns schon lange kennen“, erklärt der Chefcoach. Aktuell könne man die Situation durchaus ein bisschen mit derjenigen vor fünf Jahren in der Champions Hockey League. „Auch da hatte es uns niemand zugetraut, solche Spiele zu gewinnen. Nun schauen wir, wie weit es hier noch gehen wird.“

Nach einem lockeren Training am heutigen Tag wird sich die Nati nun weiterhin intensiv auf ihren Gegner einstellen. Simpson kennt die Weissrussen gut und zollt ihnen enormen Respekt: „Sie spielen sehr kompakt. Gegen sie hat es bisher immer ein hartes Spiel gegeben, weil sie kämpferisch sehr stark sind. Alle arbeiten dort sehr professionell, sei es die Trainer, die Spieler oder die ganze Föderation im Lande.“

Dennoch sind die Rollen klar verteilt. Ein Scheitern gegen die Weissrussen könnte zwar als „heilsame“ Niederlage angesehen werden, welche die Schweizer auf den Boden zurückholen würde. Dennoch wäre es wohl eher ein Lapsus, den Gruppensieg gegen ein in diesem Jahr in den hinteren Rängen antretenden Gegner zu verspielen.

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