Davos mit Kontinuität zum Erfolg

15.9.2022 - Von Andreas Bernhard

Direkte Playoff-Qualifikation, Viertelfinal nach 0:3 gegen Rapperswil-Jona gedreht. Der Abschluss der Saison konnte sich für den HC Davos sehen lassen. Die neue Saison soll ähnlich erfolgreich verlaufen.

Der HC Davos ist praktisch unverändert geblieben. Sportchef, Trainer, Torhüter, Captain sind alle gleich wie im letzten Jahr. Ein Schwede verliess die Berge, dafür fanden drei neue den Weg von Skandinavien ins Landwassertal. Die bisherigen Auftritte in der CHL lassen darauf schliessen, dass die Davoser ihr Niveau der letzten Saison zumindest halten konnten.

Torhüter

Sandro Aechlimann hatte in der letzten Saison die beste Spielzeit seiner Karriere hingelegt und Gilles Senn die Nummer 1 im Davoser Tor abgenommen. Die bisherigen Auftritte deuten darauf hin, dass Aeschlimann ähnlich stark spielt, wie letzte Saison und Senn alles daransetzen wird, wieder an Aeschlimann vorbeizuziehen. Trotz dem harten Konkurrenzkampf wird es nicht zu Unruhen auf der Goalieposition kommen. Dafür kann der HCD auf zwei sehr starke Torhüter bauen und müssen nicht, wie viele andere National-League-Vertreter, eine Importlizenz für diese Position verwenden.

Verteidigung

Die Defensive erhielt ein klares Upgrade. Dominik Egli und Magnus Nygren werden etwas weniger Eiszeit absolvieren müssen, nachdem Davos Klas Dahlbeck und Michael Fora verpflichten konnte. Der 31-jährige Dahlbeck wurde 2011 in der dritten Runde von den Chicago Blackhawks gedraftet, konnte sich in der NHL aber nicht durchsetzen. Ab der Saison 2018/19 spielte er in der KHL bei ZSKA Moskau mit denen er 2019 und 2022 den Gagarin Cup gewinnen konnte. Er ist ein Verteidiger der mehr Tore verhindert als er schiesst und zur Stabilisierung der Davoser Defensive beiträgt. Michael Fora ist etwas offensiver unterwegs. Der Tessiner möchte in Davos einen weiteren Karriereschritt machen und wird den Bündnern viel Freude bereiten, wenn er der Strafbank fernbleibt. Nach seiner langen Leidensgeschichte hat Claude-Curdin Paschoud einen Tryout-Vertrag erhalten. In den vier CHL-Partien konnte er gute Szenen zeigen und hat heute einen festen Vertrag erhalten.

Angriff

Mathias Bromé hat den HCD trotz weiterlaufendem Vertrag in Richtung Schweden verlassen. Den verlorenen Topscorer versuchten die Davoser mit zwei weiteren Schweden zu kompensieren. Leon Bristedt hat die letzten vier Jahre bei Rögle verbracht und mit den Schweden in der letzten Saison die Champions Hockey League gewonnen. Er war der Strafbankkönig der Schwedischen Liga, kam aber gleichzeitig in der Regular Season auf 1 Punkt pro Spiel. Von ihm erwarten die Davoser vor allem Kreativität. Zudem haben die Bündner Joakim Nordström verpflichten können. Er war in der letzten Saison zusammen mit Klas Dahlbeck in Moskau gespielt und sorgt mehr für Wasserverdrängung als Scorerwerte. Matej Stransky hat davon profitiert und bereits in den ersten CHL-Spielen seine Torgefährlichkeit wieder eindrücklich unter Beweis stellen können. Neben Stransky ist auch Dennis Rasmussen weiterhin bei den Davosern mit von der Partie und wird seine Kollegen mit Zuspielen füttern, wenn er nicht gleich selbst abschliesst. Bei den einheimischen Stürmern werden wir gespannt auf Valentin Nussbaumer schauen, der in der letzten Saison meist verletzt ausfiel und diesmal richtig einschlagen will. Zudem will Marc Wieser seine schwierige letzte Saison vergessen lassen.

Das Mittelfeld der Tabelle ist in dieser Saison ähnlich eng beisammen wie ein Jahr zuvor. Für Davos ist daher zwischen Platz 2 und 8 alles möglich. Die direkte Playoff Qualifikation sehen wir aber im Bereich des Möglichen.

hockeyfans.ch-Ranglistentipp
1.
2. ZSC Lions
3.
4. HC Lugano
5. HC Davos
6. SC Bern
7. Fribourg-Gottéron
8.
9. EHC Biel
10. SC Rapperswil-Jona Lakers
11. HC Ambrì-Piotta
12. EHC Kloten
13. HC Ajoie
14. SCL Tigers
 

 

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